Felis silvestris forma catus
Kater und chat noir auf dem gemeinsamen Weg durch die 100 qm - Welt.
6.7.08
19.6.08
Christliche Nächstenliebe
Zum großen Vergnügen von Kater sortiere ich gerade den Inhalt von Schubladen und Schränken. Natürlich hilft er mir bei diesen Aktionen, denn er kann in den leeren Schränken nach Marienkäfern oder Katzenfutter suchen oder den Inhalt einer Schublade genau prüfen. Es könnte ja sein, dass er etwas gebrauchen kann. Komischerweise findet er immer wieder seine Spielmaus zwischen meinen Sachen, und er verschwindet dann ganz leise und unauffällig damit. Könnte ja sein, dass ich die auch in den großen blauen Sack werfe.
Und weil ich gerade so in Fahrt bin, habe ich die Säcke mit den noch tragbaren Teilen aus meinem Kleiderschrank zur katholischen Kirche in der Nähe der 100 m² - Welt gebracht. Dort betreibt die Diakonie eine Kleiderstube. Die "Stube" ist ziemlich groß, ausgestattet wie eine Boutique, die Kleider sind nach Farben und Größen sortiert und es gibt zwei Kabinen zur Anprobe, sogar mit Spiegel. Man findet dort Garderobe für Männer (wollte ich nicht auch noch den Schrank vom besten Ehemann von allen mal durchschauen?), Frauen und Kinder, die kostenlos an bedürftige Mitmenschen abgegeben wird.
Es war gerade „Kundschaft“ da. Leider konnte man von den drei Frauen nicht viel sehen. Sie waren nämlich von Kopf bis Fuß schwarz verschleiert, trugen Handschuhe und konnten nur durch einen Sehschlitz ihre Umwelt wahrnehmen. Es mutete schon seltsam an, die Frauen in dieser Umgebung zu sehen, in einem Raum, über dessen Tür ein Kreuz hängt und der nur ein paar Schritte von der Kirche entfernt ist. Das hatte ich nicht erwartet. Ich sortiere jetzt nicht nur den Schrank meines Herzallerliebsten aus, sondern auch mein Bild von christlicher Nächstenliebe. Es scheint irgendwie angestaubt zu sein.
5.6.08
Versorgungsengpass
Seit etwa drei Wochen herrscht im Supermarkt meines Vertrauens die große Leere im Regal mit den Haushaltstüchern. Noch nicht einmal die teuren sind noch da. Eigentlich hatte ich immer angenommen, die Tücher werden aus Zellstoff hergestellt. Und Zellstoff ist Papier. Oder kommt da doch etwa Milch rein? Das würde natürlich so Einiges erklären. Ich gehe dann mal denken.
4.6.08
Wasseruhr im Eimer
Alljährlich kommt ein netter Mann von den Stadtwerken in die 100m²-Welt und liest die Zählerstände von Strom, Gas und Wasser ab. Vorgestern klingelte er bereits um 8.00 Uhr. Kater und ich schreckten aus tiefstem Schlaf hoch und düsten auf wackeligen Beinen zum Fenster. Der nette Mann warf uns eine Karte in den Briefkasten, damit wir mit den wackeligen Beinen nicht die Treppe hinunterfallen und die Zählerstände selbst ablesen können (sollen).
Natürlich haben wir über den Tag hin vergessen, die Karte auszufüllen, sprich: wir haben erst um 23.00 Uhr im Bett daran gedacht. Da der nette Mann am nächsten Tag die Karte abholen wollte, sind Kater und ich noch mal aufgestanden und haben unsere Kundenpflicht getan. Dabei fiel uns auf, dass der Verbrauch des Wassers im letzten Jahr ungewöhnlich angestiegen war, die Uhr zeigte einen Verbrauch von 9.999,0 m³ an. Erschrocken sahen Kater und ich uns an. Kater rannte in das Arbeitszimmer, um in den Akten nach dem letzten Ablesestand zu schauen. Wild blätternd suchte er nach dem Papier, und wirklich, die Uhr stand am 1.6.2007 auf 41,0 m³.
Gestern morgen ließ mir die Sache keine Ruhe, und ich schaute noch einmal nach dem Zählerstand. Er hatte sich nicht verändert, obwohl inzwischen Wasser verbraucht worden war. Ich vermutete, dass die Wasseruhr defekt ist. Also rief ich die Stadtwerke an und bat um den Besuch eines Technikers, der auch gleich eine neue Uhr mitbringen möge.
Heute war er schon da. Zuerst hat er unauffällig nach der Plombe geschaut, die aber (natürlich) unversehrt war. Dann hat er sehr nachdenklich den Zählerstand geprüft. Und dann hat er die Uhr genau angesehen und festgestellt, dass diese falsch herum eingebaut wurde. Das Wasser lief quasi gegen den Strom durch die Uhr. Und das hat ihr wohl nicht besonders gefallen und sie hat irgendwann aufgegeben.
Kater und ich sind nun stolze Besitzer einer neuen Wasseruhr und sehr gespannt auf die kommende Abrechnung...
Labels: Der alltägliche Wahnsinn
29.5.08
Menschen in der Stadt oder

Einsamkeit ist überall. Heute, morgen. Und du musst nicht allein sein, um einsam zu sein. Melancholie Ende Mai.
Labels: Der alltägliche Wahnsinn
25.5.08
Liebe ist...
... auch noch nach Jahrzehnten den Hochzeitstag gemeinsam zu feiern, dabei glücklich an vergangene Zeiten denken und zusammen lachen, über das, was war.
Labels: Dies und das
20.5.08
9.5.08
Träge
Alle Fenster sperrangelweit offen, rockende Vögel in den Bäumen, dösender Kater in der Sonne, spannendes Buch, delikate Schoggi aus der Schweiz. Lazy Thursday afternoon. Schön wars.
Labels: Dies und das
17.4.08
Hallo?
"Einen schönen guten Tag, mein Name ist chat noir vom Dingsbums Verlag. Spreche ich mit Herrn Flusengrün? Ja, guten Tag Frau Dingsbums, was kann ich für Sie tun?" Warum können Männer nie richtig zuhören?
Labels: Fragen die die Welt bewegen
11.4.08
Banzaii und Krawumm
Ich ahnte schon schreckliches, als Kater mir in seinem Karateanzug und dem roten Stirnband mit den chinesischen Schriftzeichen drauf entgegen kam. Irgendwie wirkte er sehr entschlossen, als er Richtung Badezimmer an mir vorbei marschierte. Keine fünf Minuten später hat es dann richtig laut gekracht, und Kater kam etwas kleinlauter aus der anderen Richtung zurück. Duschen wird ja auch völlig überbewertet. Denn das kann ich erst mal nicht mehr - die Duschtür ist hin. Und Kater habe ich seither nicht mehr gesehen, allerdings schleicht hier ein kleines, schwarzes, unscheinbares Kätzchen umher, dass dem Banzaii-Kater wie aus dem Gesicht geschnitten ist.Labels: Katergeschichten
9.4.08
Unsynchronisiert und ohne Untertitel
Es ist schon blöd, wenn man sich im Traum mit einem fremden Menschen in einer Sprache, die man nicht beherrscht, unterhält. Und dann auch noch vom eigenen Ehemann verbessert wird, der die Sprache auch nicht kann. Ich wüßte schon gern, um was es da eigentlich gegangen ist.
Labels: Der alltägliche Wahnsinn
3.4.08
1. Tag im zweiten Jahr
Seit zwei Jahren besteht nun schon mein Blog. Und jetzt?
Labels: Fragen die die Welt bewegen
23.3.08
Ach wie gut!
Das mit der Blogroll ist so eine Sache. Einige Blogs lese ich täglich, einige sporadisch. Meine Liste ist lang und steht im PC unter den Favoriten, weil ich keine Lust habe, hier alle aufzuführen. Denn manche Blogs verschwinden einfach, manche sind plötzlich gesperrt oder eine im weiten Netz veröffentlichte Meinung gefällt mir nicht. Ich nehme den entsprechenden Link von der Liste und müßte dann jedes Mal die Vorlage des Blogs überarbeiten, und dazu habe ich, wie gesagt, keine Lust.
Aber ein paar Blogs werde ich nicht von meiner Liste nehmen. Dazu gehört ein von mir hier nicht näher genanntes "Tagebuch". Es ist für mich ein Beispiel dafür, was bis über beide Ohren von sich überzeugte Menschen für ein wirres Zeug schreiben. Es ist so peinlich, dass es wieder amüsant ist!
Gut, dass die Texte im Netz niemand ernst nehmen muss. Gut, dass ich mir aussuchen kann, wann ich was im Netz lesen will. Gut, dass ich die Liste immer wieder überarbeiten kann. Ach wie gut!
Labels: Lebenserfahrungen
22.3.08
Alte Bekannte
Weil Kater so gerne die Sendungen über die Zoos in Deutschland im Fernsehen guckt, bin ich natürlich in dieser Hinsicht up to date. Und nun treffe ich alte Bekannte, wenn ich live und in Farbe durch die zoologischen Gärten laufe. Gestern traf ich das Nashorn Bruno. Ich soll Kater von ihm grüßen.
Labels: Unterwegs mit Bus und Bahn
16.3.08
Traumwelten
Beim zappen am Freitag blieb ich bei einem Kamel hängen. Es stand dumm rum in einer Kulisse, die aus Bergen und mit von wuchtigen Holzbalkonen üppig blühenden Geranien geprägt war. Ein mir aus Funk und Fernsehen bekanntes Schätzchen lief in einem alten Bauernhof Kleinstkatzen schleppend herum und stöberte in ihrem vor 25 Jahren zuletzt inspizierten Kleiderschrank. Sie entnahm diesem ihre alte, frisch gewaschen aussehende Garderobe - und die Kleider passten noch! Dies war der Moment, als mir die heile Welt zu heile war und ich leider die Fernbedienung zur fernen Bedienung des Fernsehgerätes benutzen musste. Traumwelten können manchmal auch sehr nerven.
Labels: Dies und das





