24.08.2010

Ich liebe diese Katze!

Hier gibt es Neues von ihm.

19.08.2010

Die Technik von heute 2.0

Mal wieder klingelt das Telefon. "Chat noir, Guten Tag." Der alte Mann ist dran, meldet sich wie immer nicht mit Namen, sagt wie immer nicht guten Tag, will nur wissen, mit welcher Seite das Ding in den "Apperat" muss. Welches Ding er denn meine? Na, der J. hat ihm eine Scheibe geschickt mit Bildern drauf von seinem Geburtstag und er will sich das ansehen. Also meint er eine DVD, und ich sage ihm, dass er die Schrift mit "Onkel A. 90. Geburtstag" nach oben legen, den Fernseher auf AV 1 oder AV 2 einstellen und den DVD-Rekorder auf Play stellen muss. Dann läuft der Film von alleine ab. Er möchte wissen, wo er denn Play findet, und sucht erstmal die Fernbedienung. Den Knopf am Player kann er nicht nutzen, weil der Player zu tief unten steht, er sich nicht bücken kann und die Schrift ohnehin zu klein ist. "Also muss ich auf 7 drücken?" Nein, auf Play. In der Beschreibung steht aber 7. Ja, das ist die Nummer des Playknopfes in der Bedienungsanleitung. Gut. Er legt auf.

10 Minuten vergehen. Das Telefon klingelt. Jetzt habe er ein Bild, aber nur links oben in der Ecke und ganz klein. Und da stehe folgender Text.... Ich falle ihm ins Wort, ich könne ihm da nicht helfen, weil mir der Text nichts sagt und ich einen anderen DVD-Player habe als er. Er liest jedoch unbeeindruckt von meinem Einwurf weiter Zahlen- und Buchstabenkollonnen vor. Und was ich dazu nun sagen würde? Ich sage, dass ich von seinen Lesekünsten begeistert bin, ihm aber leider nicht per Ferndiagnose helfen kann. Er will es weiter probieren und legt unter Gegrummel auf.

15 Minuten später klingelt das Telefon. Nun hat er ein Vollbild, aber keinen Ton (das hatten wir doch schon mal?), und ich erzähle wieder was von LAN-GU-A-GE. Laut, weil er es nicht versteht. Aber er erinnert sich und drückt den Knopf 9. Nun hat kein Bild mehr, und einen Ton schon gar nicht. Er grummelt wieder irgendwas und legt auf. Es ist jetzt 19.15 Uhr, der Abend also noch lang. Ich bin gespannt, wann Herr IchbinjasoneugierigaufdenFilm wieder anruft, aber ab 24.00 Uhr bringe ich mein Telefon in den Keller!

17.08.2010

Internationale Polizeikonferenz

Zwei Tage habe ich gebraucht, dann hatte ich sie alle vereint. Ich musste sie aus Regalen in anderen Stockwerken befreien, sie sortieren und genau betrachten. Sie sind jetzt gemeinsam in einem Zimmer untergebracht, und wenn man es betritt, riecht es nach Kaffee, Zigaretten, alten Akten und Schweiß. Sie parken ihre Autos mit und ohne Blaulicht in meinem Garten und schämen sich nicht einmal dafür. Hier ist die aktuelle Teilnehmerliste:

Salvatore Guarnaccio, Florenz.
Salvo Montalbano, Sizilien.
Guido Brunetti, Venedig.

Bruno Courrèges, Frankreich.

Eve Dallas, USA.

Kostas Charitos, Athen.

Hercule Poirot, Belgien.

Fran Varady, London.
Thomas Lynley, London.
Richard Jury, London.
Alan Markby, Bamford.
Jane Marple, St. Mary Mead.

Laura Gottberg, München.
A.I. Kluftinger, Kempten (will seinen Vornamen nicht nennen).
Paul Lenz, Kassel.
Hanna Wolf, Kassel.
Helmut Toppe, Kleve.
Christoph Johannes, Husum.
Lüder Lüders, Kiel.
Sven Petersson, Göttingen.
Konrad Röverkamp, Cuxhaven.
Georg Angermüller, Lübeck.
Johannes Kilian, Würzburg.
Wencke Tydmers, Aurich.
Julius Eichendorff, Heppingen/Ahr, als Ehrengast.

Dort sind sie jetzt alle untergebracht:


Und wenn man mehr über die Herrschaften erfahren möchte, muss man sich hier informieren.

12.08.2010

Spuk in der Abendstunde

Der beste Ehemann von allen, das Mörchen und ich halten uns in der Küche auf. Das Fenster ist weit geöffnet, es hatte geregnet, und die Luft riecht sauber und frisch. Eine Amsel zwitschert im Baum an der Straße. Mörchen sitzt in der Fensterbank in teilgedeckter Stellung hinter dem Busch vor dem Fenster und kontrolliert den Vorgarten. Schließlich schläft da neuerdings so ein frecher Kater, und das geht ja mal gar nicht. Der Vorgarten gehört nämlich ausschließlich Mörchen. Der beste Ehemann und ich bereiten das Abendbrot vor, wir schnippseln Salat und lassen den Tag Revue passieren. In unser Gespräch drängt sich langsam ein Signalhorn. Der Ton kommt näher, wird lauter, es scheinen mehrere zu sein. Plötzlich sind sie da, die Wagen der Feuerwehr, direkt vor unserer Haustür.


Mörchen geht vorsichtshalber unter den Tisch im Wohnzimmer in Deckung. Wir schauen fasziniert aus dem Küchenfenster zu, wie die Feuerwehrleute aus dem Wagen springen, sich Helme aufsetzen und gegenüber in die Tiefgarage rennen. Sie kommen wieder heraus, man hört nach einer Weile einen Kompressor laufen und sie gehen wieder in die Garage. Bald darauf kehren sie zurück, packen ihre Ausrüstung ein und rücken ab. Wir wissen nicht warum sie kamen, aber spannend war es allemal. Danach ist es wieder still, die Luft immer noch gut, vorsichtig kommt Mörchen zurück in die Küche, um seinen Platz in der Fensterbank wieder einzunehmen, und die Amsel beginnt zu singen. Abendruhe.

07.08.2010

Jung und alt

In den letzten Tagen musste ich grippebedingt das Bett hüten, Mörchen leistete mir tapfer Gesellschaft, obwohl er durch meine Huste- und Nieserei nicht zur Ruhe kam. Nun bin ich wieder soweit fit, dass ich mich in die große Welt des Internet stürzen kann und fand bei Onkel Mo (dessen tägliches Fotoprojekt mich immer wieder begeistert) diesen Link. Sofort habe ich ihn a) an Toujours-Moi weitergeleitet und b) in meiner Favoritenliste gespeichert. Meine Fotokisten quellen schließlich über und nun denke ich heftig auf einer evtl. Umsetzung dieses Projektes herum. Schließlich kommen runde Geburtstage in der Familie immer näher. Aber es muss ja nicht immer ein Geburtstag sein, ich hätte auch einfach nur so Spaß daran. Jedenfalls sollte man sich diese Seite genauer anschauen, ich finde sie einfach nur amüsant! Danke, Onkel Mo!