24.09.2010

23.09.2010

Das kranke Mörchen

Das kleine Katertier ist immer noch krank. So schlimm, dass ich ihn gestern beim Tierarzt lassen musste und erst morgen wieder abholen kann. Hoffentlich hat er nicht zu große Angst, mein kleiner Schisshase. Ich vermisse ihn sehr, zumal es hier so richtig leer ist ohne ihn. Ich hoffe, es wird wieder besser, und er wird wieder so gesund, dass er noch einige Zeit mit mir verbringen kann. Daumen drücken, bitte!

18.09.2010

Placeboeffekt

Gestern war ich mit dem Mörchen zum Tierarzt. Er hat ja schon seit längerem erhöhte Schilddrüsenwerte. Ab und zu muss man überprüfen, ob die Tablettengabe richtig eingestellt ist. Dazu wird dem Kater Blut abgenommen. Seine Tierärztin rasiert ein wenig Fell vom Vorderlauf, danach macht sie einen Verband darum. Und dann sind wir irgendwann wieder zu Hause und der Kater humpelt. Jedesmal. Und jedesmal sieht er sich nach einem Stock um. Die Humpelei geht so lange, bis der Verband wieder ab ist, aber das kann man erst nach etwa zwei Tagen in Angriff nehmen. Er knibbelt auch nicht am Verband herum, um sich selbst davon zu befreien - nein, er humpelt. Er muss von nun an zwei Tabletten am Tag nehmen und Herztropfen dazu. Wenn ich ihm das erzähle, setzt er sich bestimmt mit seinem Stock an die Straße und bettelt.

17.09.2010

Callcenter

Sagte ich schon einmal, dass ich diese Art von Kommunikation nicht leiden kann? Aber immer öfter landet man in diesen Einrichtungen, wenn man eine Firma oder eine Bank anruft. Früher (gab es einen Kaiser) konnte man z.B. seinen Bankmenschen noch direkt über das Telefon erreichen. Heute erreicht man zunächst eine Warteschleife mit Zwangsbeschallung , dann irgendeine Tussi irgendwo in Deutschland, der man erst umständlich erklären muss, was man möchte, um dann weiterverbunden zu werden. Die Warterei hat dann schon mal viel Geld gekostet. Dann erklärt man wieder sein Anliegen, um eventuell zu hören, dass der Gesprächspartner nicht zuständig ist, aber der Kollege gerade in einem Gespräch sitzt und man deshalb später noch einmal anrufen möchte. Das ist meiner Meinung nach ganz weit weg von guter Kundenbetreuung.

Gestern hatte ich mal wieder so ein Callcenter-Erlebnis. Mit meiner Bank. Ich plane eine Reise in ein Land, in dem ich nicht mit Euronen bezahlen kann. Und deshalb möchte ich telefonisch Fremdwährung vorbestellen, damit ich mir einen Weg sparen kann. Also greife ich zum Telefon. Höre mir furchtbare Musik an, und bekomme die Tussi an die Strippe. Erkläre ihr meinen Wunsch und werde gefragt, wieviel Euro ich bestellen möchte. Nein, Häschen, keine Euro, sondern YX-Münzen. Ja, man rechnet sie um, Schatz. Ja, man bezahlt sie in Euro, dazu gibt es den Wechselkurs. Nein, ich weiß nicht, wieviel Euro ich für 400 XY-Münzen bezahlen muss, und das ist mir auch egal. Ich weiß, das ich 400 XY-Münzen haben möchte und diese in den nächsten Tagen am Schalter der Bank abholen will. Die Euros, die diese XY-Münzen kosten, sind dann schon von meinem Konto abgebucht. Leider musste ich grußlos auflegen, als sie mich fragte, wieviel Euro ich denn nun bestellen möchte. Ich gehe also persönlich zur Bank und stelle mich in die unbeschallte Warteschleife vor dem Schalter. Vielleicht habe ich ja Glück, und sie haben die 400 XY-Münzen gleich auf Lager, dann muss ich auch nicht zweimal hin.

15.09.2010

Teppichhäufchen

Mörchen sitzt auf dem Teppich neben meinem Bett. Vor sich ein Häufchen gekochter Schinken. Ich weiß genau, dass vorhin in der Essecke das Häufchen noch in der Katze war. Er schaut mich vorwurfsvoll an. Gut, ich mache es weg. Ist ja meine Katze!

13.09.2010

Lufttrockner

Am Donnerstag habe ich am Abend schnell noch Handtücher gewaschen. Ich hatte allerdings keine Lust mehr, sie in den Trockner zu werfen. Also habe ich die Waschmaschine ausgemacht und die Handtücher darin gelassen (ich kenne Menschen in meiner Familie, die machen es ähnlich). Am Freitag wollten der beste Ehemann und ich über das Wochenende zu seiner Mutter fahren. Ich bin früh aufgestanden und habe schnell den Trockner angemacht, weil die Handtücher ja noch naß waren. Als ich später den abgelaufenen Trockner wieder öffnete, war ich doch sehr erstaunt. Es kam zwar heiße Luft, aber Wäsche war keine drin. Ein Blick in die Waschmaschine genügte, die Handtücher warteten noch darin...

Weil ich unnütz Strom verbraucht habe und ebensolchen für meinen Blog benötige pflanze ich einen Baum. Und zwar eine Kiefer, denn daraus sind auch meine Möbel gefertigt (zwei Fliegen mit einer Klappe):

Mein Blog hat eine Kiefer gepflanzt.

Vielleicht ist jetzt ja alles wieder gut. Manno.

10.09.2010

Was hat sie vor?


Für das Tochterkind ist ein Paket gekommen. Und ich durfte es aufmachen. Seither stelle ich mir diese Frage...

09.09.2010

Überraschungspaket

Die Schwester meiner Großmutter wanderte 1928 oder 1929 mit ihrem damaligen Mann nach Amerika aus. Sie zogen in die Nähe von Chikago. Als ich klein war, kamen hin- und wieder Pakete von "Tante Lieschen". Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Großmutter jedesmal zum Hauptzollamt mußte, um sie dort abzuholen. Wir hatten kein Auto, und meine Oma marschierte mit einem Handwagen zu Fuß durch die halbe Stadt. Zu Hause war die Freude über so ein Paket sehr groß, und es wurde erst geöffnet, wenn alle Familienmitglieder anwesend waren. Es war sehr spannend, und es waren immer Dinge darin, die es in Deutschland nicht gab oder sehr teuer waren. Kleider, die meiner Oma oder meiner Mutter nicht passten, wurden für mich umgeschneidert. Daher waren häufig meine Kleider ganz anders als die meiner Freundinnen.
Heute kam ein Paket aus Amerika hier an. Ich musste nicht zum Zollamt, obwohl der Zoll es kontrolliert hat, es wurde mir von der Post bequem an die Haustür gebracht. Es ist auch nicht von "Tante Lieschen". Aber das Gefühl, vor so einem Paket zu stehen, war genauso wie vor vielen Jahren. Und ich konnte nicht warten, bis alle Familienmitglieder anwesend waren, ich habe es ehrfürchtig geöffnet und mich wahnsinnig gefreut über die guten Gaben, die für mich treffsicher ausgewählt und über die lieben Grüße, die an uns gerichtet wurden. Und während ich diese Zeilen schreibe, ist in meinem Bauch noch immer das "Amerikagefühl" von damals, und an meinen Ohren baumeln schöne Ohrringe, die es hier nicht gibt... *Hach*

05.09.2010

Witzig

Ein lautes Lachen weckte mich heute sehr früh. Ich musste erst das Geräusch zuordnen, und stellte fest: Ich habe so laut gelacht. Aber warum? Muss wohl sehr witzig gewesen sein, was ich da so vor mich hin geträumt habe. Leider kann ich mich an gar nichts erinnern. Da geht es mir wie im richtigen Leben, ich höre einen guten Witz und nehme mir fest vor, ihn mir zu merken. Und drei Minuten später ist er für immer in meinem Gehirnnirwana verschwunden. Da tanzt er dann Tango mit den vergessenen Terminen...

03.09.2010

Back again

Nicht nur das Katzentier freut sich, dass ich wieder zu Hause bin. Nein, auch der beste Ehemann von allen und besonders ich bin froh, wieder hier zu sein. Es geht doch nichts über das eigene Bett und über mein grünes Sofa! Aber zusammen mit einem Teil der Familie habe ich den alten Mann bespaßt. Wir haben das Geschenk zu seinem 90. Geburtstag eingelöst und sind mit ihm von Kiel nach Oslo und zurück mit einer Fähre auf dem Meer herumgeschippert. Das hat dem alten Seebären sehr gut gefallen, nur für uns vier anderen war es ein wenig anstrengend. Unglaublich, wie schnell der Mann mit seinem Rollator auf dem Schiff durch die Gegend geschossen ist. Wir mussten ihn einmal sogar von der Damentoilette holen, und er fand das besonders lustig. Abgesehen davon, dass er ja immer etwas zu meckern findet (das Essen wurde nicht serviert (weil es ein Buffet war), das Fleisch war nicht durch (weil es sich um ein Rindersteak handelte), während der Stadtrundfahrt in Oslo gab es nicht genug Toiletten), fand er das Schiff riesig und interessant. Und als dann auch noch der Kapitän für den alten Mann eine Einladung auf die Brücke aussprach, war alles gebongt. Hier der Beweis:


Vor allem hat ihn gewundert, dass das Schiff nur von zwei Leuten bewegt wird und das es kein Steuerrad mehr gibt. Vor 70 Jahren war das alles eben noch ein klitzekleinesbißchen anders.
Mir persönlich gefielen z.B. die Abende ohne den alten Mann im Bordtheater mit Cocktails sehr gut, und ich hätte gern noch mehr Zeit an Deck in einem Liegestuhl mit meinem Buch verbracht, aber es war alles sehr schön und die Sonnenuntergänge waren wunderbar!


Im Anschluss an die Reise haben der beste Ehemann und ich ein Domizil für den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt gesucht, zu dem später mehr folgen wird. Nun haben wir eine Bleibe gefunden und hoffen sehr, dass mit dem Kauf alles klappt. Dann muss sich Mörchen an eine neue 130m²-Welt gewöhnen, und das wird bestimmt sehr spannend! Es wird also auch in Zukunft genug Stoff geben, mit dem man diesen Blog füllen kann. Und ich möchte lieber heute als morgen da hin:


Aber ich muss mich noch ein paar Monate in Geduld üben (Lieber Gott, gib mir Geduld, aber schnell!). So werfen also große Ereignisse ihre Schatten voraus.