07.12.2011

06.12.2011

Tür zu

Der bEva verkündet mir, dass er nach dem Frühstück in die Garage geht. Er will dort aufräumen, die letzten Kartons in Haus holen (alles seine, meine sind fast leer), und ausprobieren, ob das Lieblingsauto überhaupt in seine Hütte passt. Er entschwindet also, und ich höre ihn noch eine Weile die Kartons im Haus verstauen, dann ist Stille. Ich kann also in Ruhe die Blogs anderer Menschen lesen und zwischendurch dies und das Teil zwischen Küche und Essecke hin- und her bewegen, um den Tisch abzuräumen. Damit sieht es wenigsten so aus, als würde ich meinen hausfraulichen Pflichten nachkommen. Jedenfalls hatte ich den bEva total vergessen, als es Sturm klingelt.

Ich denke auf dem Weg zur Haustür darüber nach, wer das denn sein kann, schließlich hat der liebe Ehemann seinen Schlüssel mit. Ich öffne die Tür, und an mir vorbei stürmt ein völlig aufgelöster bEva ins Haus. "Hast Du noch einen Garagenschlüssel?" Es folgt die - laut  bEva - blödeste Gegenfrage aller Gegenfragen meinerseits. Ich kann mir aber jetzt darüber nicht den Kopf zerbrechen, denn in dieser Situation scheint ausgefeilte Konservation nicht so wichtig zu sein. "Warum?" Augenaufschlag seinerseits: "Hast du nun?" Natürlich habe ich, und zwar an meinem Schlüsselbund. Das liegt da, wo es hingehört. In meiner Handtasche. Und die liegt gerade - äähhhmm - weiß ja gar nicht wo. "Jetzt mach mal schneller! In der Garage steht der Wagen mit laufenden Motor und das Tor ist zu!"

Ich drehe mich zu meinem Liebsten um und setze zu der wohl natürlichsten Frage der Welt an, da werde ich auch schon wieder unterbrochen. "Frag jetzt bloß nicht "warum"! Such den Schlüssel!" So redest du nicht mit mir, mein Freund! Leider habe ich just in diesem Moment die Tasche gefunden, gebe dem Göttergatten meinen Schlüssel, und schon ist er weg, das Auto vor dem sicheren Tod durch Autoabgase zu retten. Kann man ja verstehen. Aber warum wollte es nicht mehr leben, wo es doch gerade für viel Geld in der Kur war? Oder hatte der bEva etwa das Tor verriegelt, bevor er es schloß? Hätte er dann den sicheren Tod der schwarzen Karosse verschuldet? Fragen über Fragen... Eines ist jedoch sicher - das Lieblingsauto paßt trotz Regal an der Stirnseite ganz in seine neue Hütte. Tschakka!

03.12.2011

Chorgesänge und Volksmusik

Als Kind erlebten der bEva und sein Bruder mit ihrem Vater die Don Kosaken auf der Bühne. Wenn sie darüber sprechen, schwärmen sie noch heute davon. Meine Musik ist das nicht wirklich, aber als ich vor einigen Tagen ein Plakat in der Post hängen sah, mit dem ein Gastspiel der Herren in unserer Kirche angekündigt wurde, erzählte ich dem bEva und seinem Bruder davon. Natürlich waren wir dann zu viert in dem Konzert, und meine Schwägerin und ich hofften sehr, dass die singenden Russen jüngeren Datums sind als die, die unsere Ehemänner einmal gehört hatten. Ich muss zugeben, dass ich von dem Chor positiv überrascht wurde. Heute sind es zwar nur noch 11 Männer, aber sie sind sehr stimmgewaltig und beeindruckend in den Soli. Zum Glück sind sie zum Teil auch für eine Frau eine Augenweide :-), doch leider ist mein russisch nicht gut genug, daher verstand ich bis auf "Kalinka" nichts von den Texten. Es wurden aber auch Weihnachtslieder angeblich in unserer Sprache gesungen, da hätte ich mehr verstehen müssen. Wahrscheinlich war ich zu sehr in Gedanken.

Ich saß also so in meiner Bank und lauschte dem Gesang, da fiel mir ein anderes Konzert ein, dass der bEva und ich vor vielen Jahren besucht hatten. Wir waren mit meiner Oma und deren Schwester, die in Amerika lebte und zu Besuch in Deutschland war, bei den Egerländer Musikanten. Auch das war und ist nicht meine Mucke, aber den Damen gefiel es. Wir gingen danach essen, und im Lokal fiel meiner Oma das Messer herunter. Anstatt den Kellner zu rufen, und ihn um ein neues Messer zu bitten, stand sie auf, kniete sich auf den Boden, krabbelte unter Tisch und holte das Messer wieder herauf. Ihre Schwester zischelte "Oh my gosh, Martha, was tust du?", der bEva und der Mann meiner Großtante lachten sich kaputt und ich beobachtete die anderen Menschen im Restaurant. Es bestand aber überhaupt kein Grund zur Aufregung - es hatte niemand bemerkt.

In der nächsten Woche werde ich wieder in ein Konzert gehen, dass nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Wir haben meiner Schwiegermutter zum Geburtstag eine Karte für das Weihnachtskonzert der Kastelruther Spatzen geschenkt und begleiten sie dorthin. Ich bin gespannt, ob der bEva und ich den Altersdurchschnitt im Saal senken werden. Die bEva-Mama freut sich schon sehr auf den Abend, und damit ist alles in Ordnung. Vielleicht habe ich ja Glück und Frau Caro Emerald tritt hier oder in der Nähe einmal auf, ich finde jemanden, der mit mir in das Konzert geht und der bEva liest gerade dann diesen Blogeintrag?

28.11.2011

Danke! Frage!


Liebe Frau Anna, ich danke Ihnen sehr für diese Auszeichnung. Leider leide ich unter akutem Gedächtnisverlust und kann die mit diesem Pokal verbundenen sieben Fragen einfach nicht beantworten. Manchmal ist es eben besser, frau vergißt die pikanten, abenteuerlichen, peinlichen und wirklich spannenden Begebenheiten ihres Lebens und schiebt sie in ihren persönlichen Papierkorb :-)

Schnitt.

Eine wirkliche wichtige Frage treibt sich seit den letzten Tagen in meinen Gehirnwindungen herum und kann weder von mir noch vom bEva beantwortet werden. Wir waren unterwegs und verbrachten einige schöne Tage bei unserem einzigen und darum besten Sohn und unserer coolsten Schwiegertochter. Auf dem Weg dorthin und auf dem Weg zurück sahen wir auf der Autobahn einzelne Schuhe liegen. Auf verschiedenen Autobahnen verschiedene Schuhe an verschiedenen Orten. Warum liegen sie da und vor allem: Wie kommen sie dahin? Ich grübele und grübele und grübele.....

22.11.2011

Theater im Theater

Vor einigen Tagen waren der beste Ehemann und ich im Theater. Wir haben uns dort ein Gastspiel des weltbesten Maulwurfn  angesehen und uns wunderbar amüsiert. Einlass war um  19.00 Uhr. Der Saal war zwar bestuhlt, es gab aber keine festen Plätze. Wir erreichten den Schauplatz um 18.53 Uhr und stießen auf eine Menschenschlange, die von der Eingangstür fast um das ganze Theater herum reichte. Wir stellten uns hinten an und warteten auf die Bananen. Leider gab es nichts umsonst, sondern nur schlechte Plätze für die, die sich nicht auskannten mit den Örtlichkeiten. Wir bogen im Theater zu einer Treppe ab, stürmten hinauf und bekamen schöne Plätze mit guter Sicht auf die Bühne auf dem Rang.

Vor der Vorstellung unterhielten mich uns  die anderen Besucher. Man schaute sich um, hörte zu und lästerte ein wenig :-). frau Regte sich auf über die brezelessende Frau gegenüber, denn eigentlich ist essen verboten im Saal. frau Fand den goldglitzernden Pullover einer Dame leicht übertrieben. Stellte Vergleiche zwischen der eigenen Körperfülle und der anderer Menschen an (frau findet immer noch solche, die dicker sind als sie selbst). Der bEva bedauerte, kein Buch eingesteckt zu haben.

In der Reihe vor uns saßen fünf Personen nebeneinander und unterhielten sich. Vier davon standen plötzlich auf, um den Saal für kurze Zeit zu verlassen, und eine Frau blieb als Platzhalter sitzen. Nach einiger Zeit erschien auf der Bildfläche ein Pärchen, und es setzte sich neben die Frau. Diese sprach zunächst leise auf den Mann neben ihr ein, wurde mit der Zeit immer lauter. Sie gab ihm unmissverständlich zu verstehen, dass die Plätze belegt seien. Der Mann weigerte sich, aufzustehen. Es sei ihm egal, ob da vorher jemand gesessen habe, und es wären ja keine festen Plätze vergeben. Die Frau rief laut alle drumherum sitzenden Menschen als Zeugen für die eigentlich besetzten, gerade aber unbesetzten Sitze auf und drohte damit, den Ordner zu holen. Als der Mann ausführte, dass auch das ihm egal sei, stürmte die Frau hinaus, um mit dem Saalordner wieder auf der Bildfläche zu erscheinen. Dieser stellte sich als sehr jung, klein und weiblich heraus. Mit einem Piepsstimmchen erläuterte sie dem Mann den Sachverhalt. Er weigerte sich weiterhin, die Plätze zu räumen. Insgeheim wartete ich auf die Rückkehr der vier anderen Personen, aber dann zeigte irgendein leise gesprochener Satz der Saalordnerin Wirkung und das Pärchen zog ab. (Was die wohl gesagt hat? Brennendes Interesse meinerseits!) Endlich kamen die Begleiter der Frau wieder und der Vorfall wurde lautstark diskutiert.

Ein Mann hinter uns kommentierte den ganzen Vorfall so: "Da haste bei dem Ansturm gute Plätze mit allemann, und dann kommt so ein Himbeertoni und macht Streß." Recht hat er! So ein Mistn!

19.11.2011

Bremen und drumherum

Der alte Mann hat mir schon am Mittwoch der vergangenen Woche nicht gefallen. Er sah so strubbelig und ungepflegt aus und erzählte Sachen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Wirres Zeug irgendwie. Er quälte sich mit einem festsitzenden Husten herum und er wollte nicht essen, noch nicht einmal Kuchen. Seine Brille war kaputt, sein Hörgerät funktionierte nicht richtig, sein Taschengeld war verbraucht und es fehlten ihm Medikamente. Alles in allem sah es auch ein bisschen so aus, als kümmerte man sich nicht richtig um ihn.

Am Donnerstag bin ich zu seiner Hausärztin gefahren, die ihn auch weiterhin im Heim betreut. Ich habe ihr berichtet, was er so erzählt und welchen gesundheitlichen Eindruck er auf mich macht, daraufhin ist sie bei ihm gewesen und hat ihm nicht nur ein Antibiotikum verschrieben, sondern endlich einen Stuhl für das Badezimmer. Im Heim war keiner frei bzw. hat man nicht genug davon. Vor dem Waschbecken stehen kann er aber nicht mehr. Und weil er auch mit dem Rollator nicht mehr laufen kann, verschrieb sie ihm einen Rollstuhl.

Am Montag habe ich dann einen "Opa-Tag" zwischendurch eingeschoben und habe für ihn so einiges erledigt. Erst habe ich ihn bei der Stadtverwaltung umgemeldet, dann die Brille reparieren lassen, war beim Hörgeräteakustiker, zur Bank und zu Apotheke. Nach meinem Halbmarathon durchs Städtchen bin ich wieder zu ihm gefahren. Als ich ihn sah, erschrak ich sehr, denn in den paar Tagen hatte er noch mehr abgebaut. Er fand das Bild auf seinem alten Ausweis ganz akzeptabel, die Brille fand er nicht so schön, ich hätte ihm doch eine bessere aussuchen können und das Hörgerät kann er nicht tragen, weil er dann so gut hört. Ok. Der Hammer war dann, dass er mir mitteilte, dass er am nächsten Tag zu seinem Sohn zieht (ich habe keine Geschwister), der wohnt unter dem Heim im Keller. Der Husten war auch noch nicht besser geworden. Und er beschwerte sich bitterlich, dass er nicht im Bett bleiben dürfe, er wäre doch aber so müde.

Am Dienstag rief er mich an, dass er jetzt von Bremen nach W. gefahren wird, weil er dort ins Krankenhaus muss. Die Ärztin hätte im Heim angerufen und das angeordnet. Zum Glück teilte mir das Heim später telefonisch mit, in welches Krankenhaus er eingewiesen wurde.

Am Mittwoch fuhren wir dorthin. Es war 17.15 Uhr und im Zimmer brannte kein Licht, weil er tief und fest schlief. Ich machte ihn wach, und er schaute mich ganz lange an. Er fragte nach der Uhrzeit, fragte mich, warum ich so früh am Morgen zu ihm komme (falsche Antwort meinerseits: viertelnachfünf), es wäre ja noch dunkel draußen und suchte den besten Ehemann von allen. Dem erzählte er, dass er eine Nacht in Bremen verbracht habe, wo er schlecht geschlafen habe.

Gestern waren wir wieder dort. Er sah besser aus, und er hustete nicht mehr so schlimm. Er hat eine Lungenentzündung und wird noch ein paar Tage dort bleiben müssen. Er freut sich schon auf Bremen, und er mag gar nicht mehr im Bett liegen, denn es ist langweilig und die Aussicht aus seinem Zimmer ist auch doof (man schaut auf das Bettenhaus gegenüber). Er fand nett, dasss wir nicht bis Donnerstag in zwei Wochen gewartet haben, um ihn zu besuchen. Aber dann wäre er ja vielleicht wieder in Bremen. Weil ich mir keinen Reim darauf machen konnte, was er immer in Bremen will, habe ich nachgehakt. Und zur Antwort bekommen, dass er doch da jetzt lebt, das müsste ich doch wissen, ich wäre schon ein- oder zweimal dort gewesen? "Nein, du wohnst nicht in Bremen, sondern im carpe diem hier in der Stadt." Er schaute mich an. "Ja, sage ich doch. In Bremen. Im Senioren-Park Bremen. Oder ist das auch wieder falsch?"

Jau. Es bleibt schwierig. Und morgen fahre ich erst nach Bremen und hole seine Brille und sein Hörgerät, und dann besuche ich ihn wieder im Krankenhaus.

13.11.2011

Kein Parkplatz

Der beste Ehemann von allen (bEva) hatte in der großen Stadt etwas zu erledigen, und in der Hoffnung auf eine Einladung zum Kaffee begleitete ich ihn auf der Fahrt dorthin. Am Zielpunkt angekommen, mussten wir feststellen, dass es keinen öffentlichen Parkplatz gab. So stellte der bEva den Wagen in einer Parkbox ab, über der groß das Schild "Nichtöffentlicher Parkplatz! Fremdparker werden kostenpflichtig abgeschleppt!" prangte. Ich erhielt den Auftrag, im Fahrzeug zu bleiben, um potenzielle Abschlepper an ihrem Tun zu hindern, bis der liebe Ehemann wiederkommt, und er verschwand.

Es dauerte nicht lange, und auf der Bildfläche erschien ein graubekitteltes Kehrmännchen. Es stellte sich demonstrativ neben mein Fenster und gab mir mit obszönen Gesten, die wohl das Herunterkurbeln der Scheibe darstellen sollten, zu verstehen, dass es mit mir ins Gespräch kommen wollte. Nun ist unser Familienauto kein Oldtimer, und aus technischen Gründen kann die Scheibe ohne Strom nicht herabgesenkt werden (Allgemeinwissen?). Der Autoschlüssel steckte nicht im Zündschloß, sondern in der Hosentasche des bEva. Das Kehrmännchen neben mir lief bereits gefährlich rot an und schwenkte seinen Besen bedrohlich. Also entschloß ich mich aus reiner Menschenfreundlichkeit (Herzinfarktgefahr), die Tür des Wagens zu öffnen. Ich stieg aus, damit beim Kehrmännchen gar nicht erst das Gefühl der Macht aufkam, baute ich mich zu voller Größe vor ihm auf, um dann festzustellen, dass ich ihm in die Augen schauen konnte. Also, ich war nicht so groß wie er, sondern er so klein wie ich, und mir erschien dieser Umstand angesichts der zu erwartenden Diskussion von Vorteil. Und schon ging es los:

km: "SIE STEHEN AUF EINEM PRIVATPARKPLATZ!!!"
c.h.: Guten Tag! (freundliches Lächeln) Das habe ich schon gesehen, es steht ja da auf dem Schild.
km:  Dann fahren Sie sofort weg oder ich lasse Sie abschleppen!!
c.h.: Das geht leider nicht (immer noch lächelnd).
km: SIE FAHREN JETZT HIER WEG!!!!!
c.h.: Ich habe aber keinen Autoschlüssel (krampflächeln).
km: Und wo ist der Schlüssel?
c.h.: Den hat der Fahrzeugführer mitgenommen (hämisches Lächeln).
km: Wer?
c.h.: Der Führer dieses Wagens (grinsen).
km: Warum haben Sie keinen Schlüssel?
c.h.: Ich bin lediglich die Beifahrerin (breiteres Grinsen).
km: Sie dürfen hier nicht stehen!!
c.h.: Verantwortlich für das Lenken des Wagens ist immer der Fahrzeugführer (innerliches Glucksen).
km: ????

Fröhlich pfeifend erschien der Fahrzeugführer auf der Bildfläche, grüßte höflich das Kehrmännchen, stieg ein mit der Aufforderung "Komm, Schatz", ließ auch mich einsteigen und fuhr los. Im Außenspiegel nahm ich gerade noch wahr, dass die Gesichtsfarbe des besenschwenkenden Mannes hinter uns wieder eine gefährliche Farbe annahm. "War was?" "Nö." "Dann ist es ja gut. Gehen wir noch Kuchen essen?"
Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht :-)

08.11.2011

Peinlich - peinlich

Es ist schon einige Jahre her. Der beste Ehemann von allen und ich waren bei der Mutter eines gemeinsamen Freundes eingeladen. Es war Ende November, und Frau chat noir sollte sich um das Gastgeschenk kümmern. Blumen passen ja immer, und mit dieser Weisheit im Kopf suchte ich einen Blumenladen auf. Vor mir war noch eine Kundin, und ich schaute mich um. Nun war es so, dass ich die Gastgeberin noch nie gesehen hatte, und dann finde ich es immer sehr schwierig, einen passenden Strauß zu finden. Die Blumen sollten schon mit der Einrichtung des Wohnzimmers korrespondieren (O-Ton bester Ehemann von allen: "1. sind Blumen ohnehin bald verwelkt, und eigentlich könnte man das Geld gleich in die Biotonne hauen, und 2. ist es doch völlig schnuppe, welche Farbe die Blumen haben. Bunt ist bunt. Basta.").

Zurück in den Blumenladen. Es standen auch sehr hübsche Tannengestecke in einer Ecke des Geschäftes, und ich fand diese plötzlich viel besser. Schließlich war es bereits Mitte November. Also erwarb ich ein Gesteck, und wir besuchten die Dame. Ich überreichte unsere Gabe mit den Worten: "Hier ist schon etwas weihnachtliches". Ihre Reaktion entsprach so gar nicht meiner Erwartung, ein einfaches "Danke" war alles.

Ich hatte diese Sache total vergessen, als ich einige Zeit später zufällig über einen Friedhof ging. Es war nach Totensonntag - und ich erstarrte innerlich angesichts der Gestecke auf den Gräbern. Von wegen weihnachtlich - ich hatte der guten Frau ein Grabgesteck geschenkt! Das war mir hinterher noch oberpeinlich! Ich habe die Dame zum Glück nie wieder gesehen. Wie hätte ich das erklären sollen?

07.11.2011

Die Haare sitzen jetzt besser

Aber nur ein bißchen...

Der beste Ehemann von allen sitzt neben einem Korb voll Holz vor dem brennenden Ofen und heizt ihn an. Ich habe schon mit tränenden Augen alle vom Maurer absichtlich gelassenen Löcher in den Wänden geöffnet und freue mich an dem glücklichen Mann in meinem Wohnzimmer, der in die Flammen starrt. Männer und Lagerfeuer. Gleich singt er wie He*no! Und mir gefällt der Ofen, der genau dort steht, wo ich ihn gerne haben wollte und genauso aussieht, wie er soll. Tschakka!

Das Familienauto ist aus der Sommerfrische zurück. Leider hat der Kuraufenthalt mehr gekostet, wie ich in 10 Jahren an Holz verheizen kann als ich gedacht habe. Eigentlich habe ich überhaupt nicht gedacht, da das Schätzchen in fünf Wochen dreimal zur Kur war. Leider bekam mein Sparstrumpf daraufhin Essstörungen. Er ist jetzt ganz dünn und muss aufgepäppelt werden. Darum muss sich das noch neu zu gestaltende Badezimmer in Geduld üben und ich die gelbe Badewanne, das gelbe Waschbecken und die ollen k*ckgelben  Fliesen aushalten. Mal sehen, ob ich die Kachelei überstreiche. Vielleicht knallgrün mit magentastreifen, dann bin ich wenigstens wach, wenn ich morgens in das psychedelische Bad komme und erschrecke mich nicht so über die Tante, die mich aus dem Spiegel anglotzt.

Die Telekom war so nett und hat mir nach dem Stromausfall in der letzten Woche einen neuen Router zugesandt. Der liegt noch im Karton  neben mir und wartet auf seinen Einsatz. Da ich aus Schaden klug geworden bin, schreibe ich zuerst diesen Beitrag zu Ende und pole erst morgen um. Mal sehen, was dann wieder nicht geht. Sollte man längere Zeit nichts von mir ohne Ankündigung hören, lebe ich wieder in der technischen Steinzeit und habe kein Internet. Wer trotzdem Post von mir haben möchte, kann seine Anschrift heute noch mailen, ich schreibe dann Briefe und versende sie mit der Post.

Mörchen liegt neben mir auf der Bank und starrt wie der beste Ehemann von allen ins Feuer, ich glaube, er weiß noch nicht genau, was er davon halten soll. Gestern morgen starrte ihn eine andere Katze aus der Ofentür an. Bei dem schnellen Versuch, ihr auszuweichen, rutschte er auf der Glasplatte vorm Ofen aus und hatte plötzlich keinen Halt mehr unter den Pfoten. Er kullerte durchs Zimmer. Peinlich, er musste sich sofort abwenden und ausgiebige Fellpflege betreiben. Aber es hatte niemand gesehen. Wirklich niemand.

Jetzt starte ich einen neuen Versuch, mich den lästigen Umzugskartons zuzuwenden. Diese habe ich seit Freitag nicht mehr angefaßt, weil wir im Garten der 100m²-Welt Holz stapeln, das Auto abholen und unseren Kühlschrank füttern mußten. Der litt an Schwindsucht - fast alles essbare war verschwunden. Gestern legten wir einen faulen Sonntag inkl. Verwandten- und Konzertbesuch ein. Das war mal sehr entspannend. Und nun: Frisch ans Werk!

04.11.2011

Was guckst du?

Frau chat noir war heute mit ihrer einzigen und darum besten Schwiegermutter mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das Familienauto befindet sich ja bekanntermaßen in der Sommerfrische auf der Hebebühne und will offenbar gar nicht mehr nach Hause. Aber darum geht es jetzt nicht. Es geht um unsere Busfahrt. Uns gegenüber saß eine Frau mittleren Alters. Sie musterte uns kritisch von oben bis unten. Sie schaute mit diesem intensiven  Dauerblick, den ausschließlich blöde Puten weibliche Menschen drauf haben. Sie beguckte minutenlang den Schmuck meiner Schwiemu, meine Garderobe, unsere Einkaufstüten (wir befanden uns auf der Heimfahrt und hatten ordentlich eingekauft), unsere Schuhe. Unangenehm, sehr unangenehm. Man weiß in so einem Fall nicht, wohin man selbst gucken soll. Starrt man zurück? Stellt man sich dumm? Sagt man: "Gefällt Ihnen, was Sie sehen?" oder "Sie gefallen mir auch nicht!!!" ? Wechselt man den Sitzplatz? Wir sind sitzen geblieben und haben aus dem Fenster geschaut. Die Dame durch Nichtbeachtung gestraft. Wahrscheinlich das Beste. Aber wenn ich mal alleine unterwegs und richtig mies drauf bin, dann, ja dann - muss ich mir überlegen, was ich tue :-)

02.11.2011

Langsam sitzt die Frisur wieder

Fernsehen, Telefon und Internet laufen wieder. Hoffentlich noch lange störungsfrei. Wenn ich jetzt noch dem besten Ehemann von allen die Fernbedienung abnehmen kann, bevor er eingeschlafen ist vor dem Fernseher, kann es gut werden zwischen dem TV und mir!

Die CD wurde kostenfrei wie erwartet nachgeliefert, und diesmal sogar richtig. Geht doch!

Es kann sein, dass heute oder morgen der Ofen kommt. Ich warte gespannt auf die Dinge, die da passieren werden und rufe vorsichtshalber schon mal den Schornsteinfeger an.

Das Auto ist noch immer in der Werkstatt, und diese hat den besten Ehemann von allen zu sich beordert, damit er sich den Schaden von unten beguckt. Finde ich ja merkwürdig, zumal die Jungs dort wissen, dass wir kein Auto haben und der Mann mit Bus und Bahn gefühlte 5 Stunden für den Weg brauchen wird. Auf jeden Fall wird es eins: Teuer. Ich habe noch einen nagelneuen, unbenutzten Ofen zu verkaufen.

Meine Kartonwand wird jetzt gleich wieder in Angriff genommen. Ich bin gespannt, wie ich die Sachen noch alle unter bekomme. Vom Rest des Ofenerlöses bestelle ich mir einen Container.

Und Mörchen frißt lieber Trockenfutter zur Zeit und säuft deshalb Wasser ohne Ende. Sein Lieblingsplatz ist neuerdings mein Kopfkissen - ich werde wohl wieder eine Tagesdecke benutzen müssen. Bisher hatte ich in der neuen 100m²-Welt noch keine Beschwerden mit allergischen Asthma. Habe gerade gelernt, dass man das als Schwiemu gut einsetzen kann. Mistn.

Nun denn, frisch an die Arbeit liebe Frau chat noir. Auch wenns schwerfällt!!!

30.10.2011

Anzugserleichterung

Gestern traf ich einen älteren Herren, den ich schon viele Jahre kenne. Er ist ein pensionierter Offizier, sehr charmant und zuvorkommend. Er hält sich mit über 80 Jahren noch kerzengerade und ist stets korrekt gekleidet, immer im Anzug, immer eine Krawatte. Er lebt auch in der Stadt, in der unsere neue 100m²Welt liegt, und ich traf ihn neulich zufällig beim einkaufen. Selbst da trug er einen Anzug und einen Schlips. Gestern saß ich neben ihm, und zu später Stunde habe ich ihn gefragt, was er denn zu Hause anzieht. Er sah mich überrascht an: "Zu Hause? Na, da verschaffe ich mir Anzugserleichterung, lege die Krawatte ab und öffne den oberen Hemdenknopf ." Wieso habe ich überhaupt gefragt?

29.10.2011

Farbenblinde Küsse

Eine nicht repräsentative Umfrage im Familien- und Freundeskreis bei Ehepaaren ergab, dass in 97,573% der Fälle eine blau/rot Konstellation vorherrscht. Also bei Zahnbürsten. Er blau, sie rot. Das hat offenbar einen guten Grund, denn man konnte bereits vor gefühlten 100 Jahren vom lieben Herrn Grönemeyer lernen, dass Männer schon als Baby blau sind. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob bisher erforscht wurde, dass die Herren der Schöpfung dies auch verinnerlicht haben. Der beste Ehemann von allen jedenfalls weiß es nicht, oder er ist farbenblind. Mein Zahnschrubberstiel ist klar erkennbar rot. Und ich bin sehr eigen: Ich möchte mein Zahnreinigungsutensil alleine benutzen. Gestern abend war der liebe Mann vor mir im Bad, und danach war mal wieder meine rote Zahnbürste nass, seine Blaue pulvertrocken. Auf meine sehr empörte Rückfrage schaute er mich nur an. Ziemlich lange. Pokerface. Und dann kam: "Ich weiß gar nicht, warum du dich so aufregst. Schließlich küßt du mich ja auch!" Zufrieden lächelnd schaute er vom Bett aus meiner Sprachlosigkeit zu. Bedauerlicherweise konnte ich lediglich erhobenen Hauptes das Gefechtsfeld verlassen, um eine neue rote Zahnbürste aus dem Vorratsschrank zu holen. Mistn.

28.10.2011

Auch meine Haare sitzen heute nicht

Das Auto ist immer noch in der Werkstatt, aber die Mobilitätsgarantie wird nur bis Montag morgen verlängert, und der beste Ehemann von allen muss das Mietauto wieder abgeben. Unser Auto ist dann jedoch nicht fertig, man weiß nicht wie lange es überhaupt dauert (Gemurmel über Getriebe hoch und Simmering raus und weiß der Teufel was). Steht ja auch erst eine Woche in der Werkstatt rum. Narf.

Vor drei Tagen erhielt ich eine Bücher/CD-Lieferung, in der eine bestellte CD fehlte. Ich bemängelte das mit einer E-Mail und bekam heute ein Buch nachgeliefert, dass ich schon zweimal habe. Die CD fehlt noch immer Narf.

Der am 14.10. von der Telekom freigeschaltete Entertain-Anschluss funktioniert seither nicht. Jetzt vermutet man, dass der Receiver einen Defekt hat und will ihn austauschen. So lange geht das Fernsehen nur bedingt. Narf.

Der im April (!) für Mitte September bestellte Kaminofen wurde bis heute nicht geliefert. Eine Rückfrage beim Hersteller ergab, dass ein genauer Liefertermin nicht angegeben werden kann, weil die Aufstellung eine Fremdfirma übernimmt, die sich mit uns in Verbindung setzt. Narf.

Die vor mir stehende Wand von Umzugskartons ist zwar niedriger geworden, aber latent vorhanden. Ich will jetzt sofort eine aufgräumte 100m²-Welt. Aber flott! Narf.

Mörchen ist gerade sehr wählerisch hinsichtlich seines Nassfutters und mäkelt lautstark neben dem frisch gefüllten Napf herum. Egal, was drin ist. Das ewige "Mää" geht mir auf die schon angegriffenen Ketten. Narf.

Narfnarfnarfnarf. Narf.

27.10.2011

Bad Hair Day

Heute beim alten Mann. Er war total mäkelig und launisch nicht gut drauf. Er beschwerte sich über:
- Geldmangel (dauernd muss er was bezahlen)
- Kopfschmerzen am Hinterkopf (vom Sturz am vergangenen Mittwoch)
- mangelnde Pflege (keiner reibt den Rücken ein, er war doch gestürzt)
- schlechte Krankenhausärzte (nahmen Schmerzen vom Sturz nicht ernst)
- Schmerzen in der Hüfte (vom Sturz)
- Inkontinenz (man möchte nicht wissen, was er dazu zu sagen hat)
- Schlaflosigkeit (durch Kopfschmerzen vom Sturz)
- muffeliges Pflegepersonal (vor allem männlich, nehmen den Sturz nicht ernst)
- Schmerzen im Knie (weil die Hüfte vom Sturz weh tut)
- schlechtes Essen (kein Wunder das man stürzt, man wird ganz schwach von dem Fraß)
- sein Hörgerät (verbraucht zu viele Batterien, die ich besorge und bezahle)
- zu geringe Mieteinnahmen (ich hätte ruhig 500€ - 700€ mehr nehmen können)
- Geldmangel (mit mehr Miete usw. usw.)
- zu junge Krankenhausärzte (der war höchstens 30!)
- Inkontinenz (nein - s.o.)
- mangelnde Patientenaufklärung im Krankenhaus (der Arzt hatte mit mir telefoniert)
- zu lange Haare (Friseur im Heim ist zu teuer: Geldmangel)
- schlechtes Essen (immer nur Körnebrot zum Abendessen)
- Kopfschmerzen über dem rechten Auge (muss auch vom Sturz sein)
- falscher Kaffee (verursacht Verstopfung)
- usw. usw. usw.
Sagte ich schon, dass ich vier Stunden dort war? Sagte ich schon, dass ich gerade etwas aggressiv bin? Sagte ich schon, dass ich Kopfschmerzen habe (NEIN! Nicht vom Sturz!!!). Ja, ich weiß: Es bleibt sehr schwierig...

26.10.2011

Sodele

So bleibt er nun, mein Blog. Und ich hoffe, die scrappende Damenwelt ist jetzt zufrieden ;-)

Gestern habe ich einen der Kellerräume fast leer geräumt und die umgepackten Kisten gestapelt. Es passen sage und schreibe 12 Umzugskartons in eine Reihe, und ich habe drei Reihen zur Verfügung. Es hat sich doch gelohnt, die Kartons von verschiedenen Größen in eine gleiche Göße zu tauschen, zumal die alten Kisten schon etliche unschöne Gebrauchsspuren aufwiesen. Manche waren 30 Jahre alt, die Umzugsfirma gibt es gar nicht mehr... Jetzt kann es weitergehen, und ich sehe endlich Licht am Ende des Tunnels... In der nächsten Woche widme ich mich dem Arbeitszimmer. Wir haben bald wieder Abfuhr von Altpapier!

Aber vorher holen wir das Auto aus der Werkstatt, das gute Stück ist schon wieder da. Zuletzt war es leicht inkontinent, und die Flecken bekommt man so schlecht aus der Straße raus :-) Hoffentlich ist es dann erst mal  gut bis zur nächsten Inspektion.

Ich begebe mich jetzt an die nächsten Kartons - Weihnachtsschmuck aussortieren und umpacken. Da kann ich gleich für den alten Mann Schmuck und Lichter für das Kunstbäumchen aus dem schwedischen Möbelhaus heraussuchen, er soll es zum 1. Advent bekommen. Mal sehen, was er sagt. Wahrscheinlich wird er die bunte, blinkende Lichterkette vermissen, die sein altes Bäumchen "zierte". Na ja, irgendwas ist ja immer. Sie wissen ja: Es bleibt schwierig!

24.10.2011

Alles neu

So langsam wird es was mit dem neuen Outfit meines Blogs. Wenn sich schon die 100m²-Welt und die Gegend drumherum geändert haben, dann kann sich auch hier etwas ändern. Allerdings bin ich immer noch auf die großzügige Leihgabe des besten Ehemannes von allen in Form seines Laptops angewiesen. Darum dauert alles ein bisschen länger. Ich übe schon mal mit diesem Ding. Vielleicht verirrt sich ja einmal so eines in mein Eigentum. Ja, ich glaube noch an den Weihnachtsmann! Meinen "großen" PC habe ich noch nicht an das weltweite Web angeschlossen. Das kommt nach den Kisten, die ich heute den ganzen Tag geleert, umgepackt und bearbeitet habe. Im Wohnzimmer sieht es aus, als wollte ich wieder umziehen. Mörchen hat sich vorsichtshalber in die oberen Gefilde verzogen und läßt sich nur zum Fressen blicken. Feigling! Ok., ich bastele jetzt noch ein wenig und bin gespannt, was es noch so zu ändern gibt, denn: Es bleibt schwierig!

Auf dem Parkplatz

Gestern besuchte ich den Supermarkt meines Vertrauens und stand auf dem Parkplatz neben einem Wagen, dessen Besitzer offensichtlich ein Jäger ist. Ich erkannte es
a) an der Art des Fahrzeugs,
b) an der Art der Verschmutzung des Fahrzeugs,
c) an dem Jagdhund auf der Ladefläche,
d) an folgendem Aufkleber:
"Vegetarier ist indianisch und heißt schlechter Jäger".
Leider war der Urheber des Spruchs bzw. der Hersteller des Aufklebers nicht mehr zu entziffern. Ich bitte daher um Nachsicht, dass ich keine Angaben zum Urheberrecht oder zur Herkunft machen kann. Aber den Spruch fand ich super, ich alte fleischfressende Pflanze :-)

22.10.2011

Das Leben an sich

Jetzt läuft gerade das Internet, und ich hoffe, es überlegt es sich nicht wieder anders. Wenn der neue Router hier eintrudelt, geht auch hoffentlich der Festnetzanschluss, und vielleicht denkt das Fernsehen bis dahin darüber nach, ob es länger als zwei Stunden bunte Bilder zeigen möchte oder sich elegant mit einem Standbild verabschiedet. Frau chat noir wollte etwas ändern, hat es falsch gemacht und kämpft nun mit den Folgen. Aber weil ich einen netten Schwager habe, muss ich zum Glück nicht alleine kämpfen.

Weiterhin kämpfe ich noch immer mit unausgepackten Umzugskisten, und mit Kisten, die schon seit mehreren Jahren gepackt in der alten 100m²-Welt standen. Es ist an der Zeit, sich von noch mehr Dingen zu trennen. Seit Januar krame ich, packe ein, packe aus, sortiere, verschenke, entsorge. Vielleicht sollte man von vornherein weniger aufheben. Im nächsten Leben mache ich es dann bestimmt anders. Jetzt muss ich mich nicht mehr ändern, ist eh kein Platz zum Kistenstapeln da.

Aus dem Altersheim gibt es zu berichten, dass auf merkwürdige Weise alle Krawatten des alten Mannes aus seinem Schrank verschwunden sind. Auch die aufgeregte Suche in der Wäscherei ergab kein Ergebnis. Nun grübelt er herum, wer denn seine wunderschönen Schlipse aus der Zeit um 1970 gebrauchen konnte. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist er in seinem Zimmer gestürzt und hat mir natürlich nichts davon erzählt. Er hat sich ordentlich den Steiß geprellt, den Kopf am Bett angeschlagen und die Brille angeknackst. Und nur, weil ich das mit der Brille heute gesehen habe, berichtete er mir davon.

Bevor gleich meine geistigen Ergüsse ins Nirvana entschwinden, verschwinde ich hier jetzt. Schönen Sonntag allen, die hier ab und zu vorbeischauen! Und immer daran denken: Es bleibt schwierig!

21.10.2011

Hurra!!!

Endlich ist er da, der Herbst! Woran man das so genau merkt? Die Männer mit den Laubpustern sind wieder unterwegs. Auch die Umgebung der neuen 100m²-Welt wird von ihnen zu den für sie angenehmsten Zeiten wie morgens um 7 oder mittags um eins mit Sauberkeit verwöhnt. Und die Blätter sollen es bloß nicht wagen, auf die frisch gepusteten Wege zu fallen! Dann werden sie noch einmal gepustet, so zwischen den Zeiten sozusagen! Ach, wie habe ich sie doch vermißt, diese Herren!!!
Wie, Sie hören hier Ironie heraus? Niemals!

12.10.2011

Böser Fehler

Der beste Ehemann von allen und Frau chat noir sitzen am Fenster eines Cafés und schauen auf die im Regen vorbeieilenden Passanten. Zwischen den Fußgängern bewegt sich langsam ein Wesen, bei dem man das Geschlecht nicht auf Anhieb erkennen kann.
Er: "Guck mal da!"
Sie: "Ist das ein Mensch oder eine Frau?"
Er: "???"
Breites Grinsen seinerseits. Schlagartig war Frau chat noir klar, was sie da gesagt hat. Freud'sche Fehlleistung. Und sie weiß jetzt ganz genau, dass sie diesen Satz von nun an öfter zu hören bekommt. Mistn.  

09.10.2011

Wie schnell vergeht doch ein Jahr

Die Farben der Roben der Damen sind vielfältig. Leuchtendes Rot, schimmerndes Weiß, samtenes Mitternachtsblau, dunkles Lila, zartes Rosa. Die Stoffe sind kostbar und die Kleider der Ladies nicht von der Stange. Bekannte und auch unbekannte Modeschöpfer haben sie geschaffen. Spitze, Perlenzier, Pailetten und Glassteinchen zieren die Kunstwerke, sie glitzern und funkeln im Halbdunkel des Raumes. Man meint fast, Walzermusik zu hören und hat plötzlich einen Hauch von Parfum in der Nase. Gebannt stehe ich da, schaue und staune.

Ich lasse mich treiben von Schaukasten zu Schaukasten. Ich bin in Washington DC im Smithsonian American History Museum und schaue mir die Ausstellung "First Ladies at the Smithsonian" an, als mir von meiner Begleitung ein Handy in die Hand gedrückt wird. Der Anruf kommt aus Deutschland, und man teilt mir mit, dass der kleine Schatzemann geboren wurde.

Das ist heute ein Jahr her. Kaum zu glauben. Inzwischen kann er die ersten unsicheren Schritte alleine laufen, er lacht und spielt mit mir, nimmt mich in den Arm. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag, kleiner Schatzemann, schön, dass es Dich gibt!

06.10.2011

Abschied

Als ich am 30. August mir ihr telefonierte, war sie richtig gut drauf. Sie wollte alles wissen über den Umzug, die Familie, das Mörchen. Sie kommentierte, hinterfragte, lachte mit mir. Sie ließ sich von mir den Weg von der neuen 100m²-Welt in das Dorf erklären, in dem sie geboren wurde, knappe zehn Minuten von hier. Mir fiel dabei der Name eines Ortes nicht ein, welchen man auf diesem Weg durchfahren muss. Ich beschrieb ihr die Gaststätte, die direkt an der Straße liegt, und sie nannte mir den Namen des Dorfes und den der "ollen Kneipe", wie sie das heute renommierte Restaurant mit ländlichen Charakter liebevoll umschrieb. Es war ihr 87. Geburtstag.

Gestern am frühen Abend sind der beste Ehemann und ich an der "ollen Kneipe" vorbeigefahren, und ich musste grinsen und an sie denken. Dabei nahm ich mir vor, sie wieder mal anzurufen. Wir kamen spät nach Hause, und das Telefon klingelte noch beim hereinkommen. Man teilte uns mit, dass sie gerade zu der Zeit, als wir an dem Restaurant vorbeifuhren, gestorben war. Einfach so.

Sie war eine bemerkenswerte Frau mit einem nicht immer ganz leichten Leben. Sie war die Lieblingstante des besten Ehemannes von allen, und ich konnte gut verstehen, warum. Ich mochte sie sehr.

Wir sind zusammen traurig, und wir werden die "olle Kneipe" von nun an immer mit Wehmut betrachten. Auf Wiedersehen Tante Anneliese, grüß' alle anderen da oben von uns und nimm Kater mal auf den Arm, der mag das nämlich sehr.

03.10.2011

Tarnnetz

Unsere neue 100m²-Welt hat nicht nur einen Garten mit Terrasse, sondern auch einen Balkon. Diesen kann man von zwei Zimmern aus betreten. Mörchen ist eine reine Hauskatze und darf wegen seiner angeborenen Kurzsichtigkeit nicht in die große Welt außerhalb unserer kleinen Welt. Darum haben der beste Ehemann von allen und der einzige, und darum beste Sohn ein Katzennetz über die gesamte Breite des Balkons gespannt. Nun kann Mörchen durch zwei Ausgänge in die frische Luft wechseln, draußen auf dem Kratzbaum in der Sonne liegen, aber nicht in den Garten fallen, falls er auf die Balkonbrüstung springen sollte. Macht er aber nicht, er liegt faul in der Sonne, blinzelt ab und zu, wenn sich in den Baum vor seiner Nase ein frecher Vogel setzt und genießt die neue Freiheit.

Gestern sprach mich über den Gartenzaun hinweg eine Nachbarin an. Sie wollte dringend wissen, warum wir dieses Netz gespannt haben da oben. Wir würden wohl Papageien züchten? Aber das Netz wäre am oberen Ende nicht ganz bis an die Decke ran, ob die Vögel da nicht wegfliegen können? Es hat mich ja sehr gejuckt, aber ich habe keine blöde Antwort gegeben, so alá "Nein, wir schneiden denen immer einen Flügel ab, deshalb schwirren sie im Kreis herum" oder "Sie sind mit einem Fuß an einem Pfahl am Boden angebunden". Ich habe sie nett darüber aufgeklärt, dass unser Kater mit dem Netz am Herabstürzen vom Balkon gehindert werden soll. Daraufhin stellte sie fest, dass die Katze ja nicht fliegen könne und eigentlich so ein Netz überflüssig sei. Sie wünschte mir noch einen schönen Tag und entschwand. Tja, Kater. Du bist irgendwie nicht in Ordnung. Die Frau hat wohl eine Katze, die fliegen kann. Wieso kannst Du das nicht?

29.09.2011

Back again 2.0

Ich wußte, ich würde noch mal wiederkommen:
Gerade gebucht. Ich freue mich so!

28.09.2011

Kleine Füße 2.0

Im November vergangenen Jahres schrieb ich schon einmal über kleine Füße. Besonders freue ich mich, dass ich jetzt wieder über kleine Füße berichten kann. Sie hatten vor fünf Wochen ihren großen Auftritt, wagen ihre ersten "Schritte" in ihrer 100m²-Welt und bringen sie ganz schön durcheinander.
Das haben wohl alle kleinen Füße auf dieser Erde gemeinsam. Aber diese sind für mich etwas ganz besonderes, und ich finde sie sooo niedlich!

Falscher Bäcker

Im Umkreis unserer neuen 100m²-Welt gibt es verschiedene Bäcker, die ihre Filialen in Einkaufsmärkten untergebracht haben. Sie bieten die Möglichkeit, dort im Sitzen zu frühstücken oder Kuchen zu essen. Im Rahmen unserer Umzugs- und renovierungsphase haben wir diese Möglichkeiten hin- und wieder genutzt. Dabei haben wir nicht darauf geachtet, zu welchem Bäcker wir gerade gegangen sind, es ergab sich einfach so. Und prompt bestellt der beste Ehemann von allen neulich ein A-Bäcker-Frühstück beim B-Bäcker. Die Bäckereifachverkäuferin, deren Aufbackbrezelverkaufsfachdiplom im geschmackvollen Rahmen an der Wand hing und sie sich deshalb schon von ihren Kolleginnen unterschied, starrte ihn gefühlte 10 Minuten an. Und dann kam die schlagfertige Antwort. "Da müssen Sie schon zum A-Bäcker gehen. WIR sind hier der B-Bäcker!!". Mein lieber Mann starrte zurück, und entschied sich dann spontan für ein belegtes Brötchen mit dem Hinweis, dass das Frühstück beim A-Bäcker so gut wäre, dass er kein anderes probieren möchte. Pause. Lange Pause. Böser Blick und dann die schnippische Forderung nach Bargeld. Und was macht dieser Mann? Nimmt das Brötchen, zeigt auf mich und sagt im Gehen: "Das erledigt meine Frau." Danke, Schatz. Unter dem stechenden Blick dieser Dame auf der anderen Seite des Tresens verging mir spontan mein Grinsen. Und ich entschied mich auch nur für ein belegtes Brötchen.

25.09.2011

Der Lauf des Goldes 2.0

Man erinnere sich: Der alte Mann ist Ende Januar diesen Jahres aus eigenem Antrieb von Jetzt auf Gleich ins Altersheim gezogen. Ach nein, darf ich ja nicht sagen, es heißt weniger hart "Senioren-Park". Kommt dem Ganzen auch etwas näher. Die Senioren werden dort geparkt, denn ein Heim wird es nie wieder für sie sein. Es ist schlimm, sich auf 21 m² incl. Badezimmer zu reduzieren, wenn man in einem Haus mit 112 m² gelebt hat und für sich selbst verantwortlich war. Aber das Alter und die Umstände lassen manchmal keine Wahlmöglichkeiten zu. Wenigstens werden in diesem Heim die alten Menschen liebevoll gepflegt und täglich beschäftigt. Er hat eine sehr gute Wahl getroffen.

Weil es für den alten Mann mit 91 keine Wahlmöglichkeit mehr gab, mussten wir neben dem eigenen Umzug auch seinen Haushalt auflösen und sein Haus leer räumen. Das Haus wurde zum 1. Oktober vermietet, damit er sich den "Senioren-Park" überhaupt leisten kann. Die Miete ermöglicht ihm, auch einmal "draußen" Kaffee zu trinken, seine Zeitung zu lesen und das Fernsehen zu behalten, weil auch er im Heim GEZ bezahlen muss (Leider. Aber er fällt unter keine der Kriterien, die zum Gebührenerlass führen. Kein Geld im Altersheim reicht nicht).

Am Donnerstag überreichte mir der Mieter einen Ring, den er während der Renovierungsarbeiten auf einem Schrank, den er mit dem Haus übernahm, gefunden hatte. Mich traf die Erkenntnis wie ein Schlag, es handelte sich genau um diesen Ring! Ich habe ihn am Freitag zum alten Mann gebracht, der sich unheimlich gefreut hat und sofort seinem "Harem" (er wohnt in einer Gruppe ausschließlich mit Damen) beim Abendbrot gezeigt hat. Ich habe mich mit ihm gefreut. Eben wegen der Erinnerungen, die an dem bisschen Gold für ihn hängen. Und ich habe mich über den Mieter des Hauses gefreut, der mir den Ring gab. Scheint eine gute Wahl zu sein!

23.09.2011

Schlechter Fußboden

Unsere neue 100m²-Welt gliedert sich in zwei Hälften. In der oberen kann man schlafen, duschen, arbeiten und Gäste unterbringen. In der unteren wird gekocht, gegessen, aufbewahrt und gewohnt. Alles war mit hellblauen Teppichboden ausgelegt, wirklich bis auf Bäder, Küche und Keller alles. Nun ist das in kleinen Zimmern nicht so schlimm, aber die große Wohn- und Essbereichfläche war uns dann doch zu - hellblau. Also musste der Teppich raus, bevor wir mit unserem Hausrat Ende Mai in die neue 100m²-Welt einzogen.

Das Entfernen des Teppichbodens war dann nicht so einfach, wie gedacht. Darunter liegt die Fußbodenheizung, und so war der Teppich vollständig verklebt. Drei Wochenenden haben wir mit Hilfe unserer Familie geschnitten, gestrippt und geschliffen. Dann haben wir an einem Wochenende mit Hilfe der anderen Familie Laminat verlegt. Der Boden sieht jetzt aus, als bestünde er aus alten Dielenbrettern in Pinie. Schön ist er geworden, uns gefällt er richtig gut.

Pfingsten haben wir dann den alten Mann das erste Mal zu uns geholt. Er wollte mit seinem Rollator nicht in die obere Hälfte unserer kleinen Welt, weil er dann eine (!) Stufe hoch muss in den Eingang. Er wollte durch das Gartentürchen über Stock und Stein in das Haus gehen. Das war natürlich anstrengend, und er saß erst mal ein bisschen im Garten und erklärte uns, dass die Kleewiese aber nicht aussieht, als hätte dort jemand die Rasensaat "Tiergartenmischung" verwendet. Wahrscheinlich nicht, aber der Klee blühte und viele Bienen brummten darin herum. ICH finde es so schöner.

Zum Kaffeetrinken sind wir in das noch nicht fertig eingerichtete Wohnzimmer gegangen, in dem noch viele Umzugskartons standen. "Das soll also mal das Wohnzimmer werden, aha!" Er schaute sich um, klopfte dann mit seinem Stock auf dem neuen Laminat herum: "Aber die ollen Bretter hier, die müßt Ihr noch rausreißen und ordentlichen Teppich hinlegen!" Ja, alter Mann, am Besten in Hellblau...

19.09.2011

Wieder da!

So, nun ist das Internet auch wieder bei uns eingezogen, wir sind erfolgreich umgezogen und der alte Mann ist ungefragt ausgezogen worden. Nachdem er sich entschieden hat, im Altersheim zu bleiben, haben wir neben unserem eigenen Umzug auch die Auflösung des Haushalts des alten Mannes erledigt. So nebenbei quasi - dafür stehen hier noch immer eigene Umzugskartons herum, die geleert werden sollen/müssen/wollen. Aber morgen muss das Mörchen zum Tierarzt, er hat mal wieder Zahnschmerzen und muss die Zähne saniert bekommen. Das waren wieder Sorgen um das kleine Tier, die so gar nicht "in den Kram" passten. Zum Glück haben wir eine sehr nette Tierärztin gefunden, wir fühlen uns gut aufgehoben dort. Morgen also mehr. Und von den Geschichten um die Geschehnisse der letzten Wochen wird auch ab und zu etwas zu lesen sein.

07.04.2011

Kein Internet

Hier ist jetzt erst mal Schluß für einige Monate. Wir ziehen um, und mit uns das Internet. Aber erst Mal haben wir keins, und wann es wieder bei uns einzieht, ist ungewiß. Bis dahin alles Gute für die handvoll Menschen, die ab und zu vorbeigeschaut haben!

29.03.2011

Glücksmoment

Alle anderen sind weggefahren, nur wir beide sind geblieben. Du liegst auf dem Boden auf Deinem Teppich und lächelst mich an. Ich setze mich zu Dir, und wir führen ein ernsthaftes Gespräch über Umzüge an sich und den Deinen im Besonderen. Du freust Dich auf Dein neues Zimmer. Danach zeigst Du mir Dein Buch aus Stoff, und wie gut Du es schon mit Deinen Händchen halten kannst. Du liest mir etwas von Kühen, Schweinen und Küken vor und lachst dabei ganz laut. Und dann teilst Du mir energisch mit, dass Du jetzt Hunger hast. Und ich gebe Dir Löffel für Löffel den Pfirsichmus und muss daran denken, dass ich das seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gemacht habe. Aber wir kommen gut klar, und Deine Blubberbläschen sind großartig. Danach verlangst Du noch lauter nach noch mehr, und ich gebe Dir eine Flasche. Du liegst in meinen Armen und gibst zufriedenes Glucksen von Dir. Die Sonne scheint auf unseren Platz und läßt Dein blondes Haar aufleuchten. Du riechst nach Baby und bist ja auch noch eins. Und ich darf Dich für ein paar Stunden ganz allein für mich haben, meinen kleinen Enkel.

24.03.2011

Ärgerlich

Seit einigen Monaten möchte meine Vermieterin die 100m²-Welt verkaufen. Und weil sie das nicht ohne mich kann (ich muss die Leute rein lassen), läßt sie über ihre sehr nette Maklerin Termine mit mir machen. Ich komme der Frau gern entgegen und versuche, allen Interessenten die Möglichkeit zu geben, das Haus anzuschauen. Leider sagen viele Menschen einfach kurzfristig ab, und meine Planungen um diese Termine herum platzen wie Seifenblasen. So auch heute wieder. Das ist ärgerlich, zumal mir völlig egal ist, ob das Haus verkauft wird oder nicht. Ich denke angesichts des geforderten Preises eher nicht. Spannend finde ich auch, dass die meisten Besucher kein Interesse zeigen an den Nebenkosten oder der Heizungsanlage. Sie schauen sich eigentlich nur unsere Möbel und Bilder an und geben dazu unerwünschte Kommentare ab. Nein, wir sind kein Möbelhaus, und nein, wir verkaufen nichts. Schon gar nicht Katzen. Nein, die Kücheneinrichtung gehört nicht zum Haus. Und nein, ich lasse sie nicht umsonst drin, mir gefällt sie nämlich noch. Und ja, die meisten Interessenten sind dem Mörchen und mir nicht sehr sympathisch. Sie sind einfach nur ärgerlich. Aber nicht mehr lange, dann bekommt Frau Maklerin den Schlüssel und kann mit ihren Kunden durch das leere Haus gehen. Nur, wenn ich jetzt nicht weiter räume, reichen die 8,5 Wochen nicht. Also bin ich wieder weg. Schönen Tag noch!

23.03.2011

Echo

Es hallt im Haus. Zwei Zimmer sind ganz leer, auf dem oberen Flur steht nur noch Mörchens Toilette, im unteren Flur steht noch ein Schrank, sonst ist alles kahl und kalt. Im Kellerbüro sind die Möbel auf eine Zimmerhälfte reduziert. Man möchte einfach nur flüstern, weil man ein Echo zu hören meint, wenn man lauter spricht. Und überall Baustellen. Hier muss noch sortiert werden, dort muss man einpacken, und nebenbei muss der Schreibkram für den alten Mann gemacht werden. Vielleicht sollte man sich auch bald überlegen, wie die Umzugsmitteilung an Freunde und Bekannte aussehen soll. Doch erst muss im neuen Domizil der Fußboden abgeschliffen werden, weil der alte Teppichboden so verklebt war, dass er nicht ganz raus ging. Baustellen überall? Ganze Häuser und Straßenzüge müssen gebaut werden. Aber es wird schon. Irgendwann. Und dann ist alles gut. Hoffe ich. Ich gehe dann mal weiter packen.

19.03.2011

Neues aus dem Altersheim

"HIER BLEIBE ICH NICHT!!!" Mehrmals nacheinander brüllt er es ins Telefon, ist allen Argumenten gegenüber uneinsichtig. Ich sehe ihn vor meinem geistigen Auge, wie er in seinem Lehnstuhl sitzt und sich aufregt. Es ist ihm langweilig. Das Essen schmeckt nicht. Die Wärter sind doof. Er bekommt nie Besuch ("Und weißt Du, wer gestern hier war?). Keiner ruft an (dafür rufen sie mich an fragen, wo er geblieben ist). Zurück geht nicht, alles ab- und umgemeldet, um Geld zu sparen. Die Show gibt es nicht gratis - im Gegenteil. Und in seinem Haus die Treppe, die Duschwanne 40cm hoch - wie soll er das alles noch alleine schaffen? Mal wieder läßt er mich mit meinen sich überschlagenden Gedanken zurück. Der Sorgenmodus läuft ständig und ist schon heiß gelaufen.
In der letzten Woche ist er im Heim aus dem Bett gefallen, und man hatte befürchtet, dass er einen Herzinfarkt hatte und ihn ins Krankenhaus gebracht. Nach ein paar Stunden war er zurück, aber man hat dort gesagt, er soll sich lieber nicht an der Hüfte operieren lassen. Zum Glück hat er darauf gehört. Mal sehen, wie lange.
Mein bester Freund Alex hat schon Recht, sie hatten uns lieb, als wir so waren wie sie jetzt wieder sind. Es bleibt schwierig!

18.03.2011

Pflegende Tücher

Frau chat noir ist faul. Darum benutzt sie allabendlich für die Reinigung des Gesichts Pflegetücher. Sie liegen an einem festem Platz in Reichweite am Waschbecken. Bis vorgestern. Sie waren weg. Nicht mehr zu finden. Den besten Ehemann von allen konnte ich nicht befragen, da er schon sanft und friedlich in seinem Bettchen schlief. Gestern fand ich die Verpackung der Tücher im Mülleimer. Und die Tücher selbst im Plastikkasten für das feuchte Toilettenpapier. Also, auf der Umverpackung der Reinigungstücher für das Gesicht ist eine Frau abgebildet, die ihr Gesicht reinigt. Als mir dann gestern Abend die Sache wieder einfiel und ich meinen lieben Ehemann dazu befragte, bekam ich postwendend zu hören, dass er eben für eine bestimmte Stelle seines Körpers nur das Beste verwende. Ok. Ich gehe dann mal in den Drogeriemarkt. Neue Pflegetücher für mein Gesicht kaufen. Männer!!

17.03.2011

Ecktisch

Also, vor 10 Jahren sind der beste Ehemann und ich in die 100m²-Welt gezogen. Nun sind wir "nur noch" etwa 10 Wochen da, und dann ist das alles hier Geschichte. Aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen. Sondern es geht um einen Tisch, der es mir damals vor dem Einzug beim Möbelschweden angetan hatte. Er ist weiß und hat drei Ecken. Es gab ihn auch in anderen Farben, und die Elchmöbelkenner wissen, was ich meine. Nun dieser Tisch sprang mir quasi ins Auge und passte genau in die Gästetoilette, genauer in den Raum, in dem die Toilette steht, und zwar in die Ecke unter das Waschbecken und konnte u.a. zur Gemütlichkeit dieses Raumes beitragen. Was mir bei der Dauer des Aufenthaltes mancher Menschen in diesem Zimmerchen zweckmäßig erschien. Aber das wollte ich eigentlich auch nicht sagen. Also ich musste kämpfen um den Tisch, der als total überflüssig und überhaupt abgelehnt wurde. Er zog trotzdem bei uns ein und wurde seiner von mir zugedachten Aufgabe sehr gerecht. Heute habe ich ihn herausgeholt aus seiner Ecke und stellte fest, er ist kaputt. Im Halbdunkel unter dem Waschbecken ist mir nicht aufgefallen, dass er Wasser durch eine kleine offene Stelle aufgesogen hat und aufgequollen ist. Als ich ihm zu den Sachen für den Sperrmüll stellte, wurde ich verwundert gefragt, warum ich denn den schönen kleinen Tisch weggeben will? Hä? Erst musste ich mich mit guten Argumenten für ihn durchsetzen, und nun muss ich erklären, warum er gehen soll? Hallo? Aber das ist ja alles gar nicht so schlimm. Schlimmer ist, dass mir bei der Durchsicht des Kataloges des eben erwähnten Möbelhauses auffiel, dass es diese Tische wohl nicht mehr gibt. Oder doch? Muss ich hin und selber gucken? Darf ich? Gut. Wir gehen dann mal nächste Woche Hackfleischbällchen essen, der beste Ehemann und ich. Hoch leben die Farben Blau und Gelb!

15.03.2011

Ohne Atomstrom

Klar. Schalten wir sie ab, die Dinger. Damit sind sie auch nicht mehr gefährlich. Knips - sofort sind sie aus, die ollen Brennstäbe. Und man kann sie zur Volksbelustigung des Wendlands in einen Castorbehälter packen und durch die Republik fahren. Oder sie in die ganz sichere Asse stecken. Kostet kein Geld. Ist auch nicht gefährlich. Derweil genießen die Bürger fernsehfreie Abende, weil der Strom rationiert wurde. Und die radioaktiven Wolken, die bei einem eventuellen Schreckensereignis in unseren Nachbarländern aus deren Kraftwerken entweichen, machen genau an unserer Staatsgrenze kehrt. Friede. Freude. Eierkuchen. Und bitte keine langhaarigen Experten mehr im TV. Danke.

01.03.2011

Altersheim

Vor vier Wochen rief mich der alte Mann eines späten Sonntagabends an, um mir mitzuteilen, dass er am nächsten Morgen ins Altersheim gehe. Zur Probe. Für vier Wochen. Ich war total geplättet und konnte nur sprachlos seinen üblichen Krankengeschichten lauschen und keine konkrete Frage zu diesem Entschluss stellen. Die Fragen kamen später, als ich schlaflos im Bett lag und über seine Entscheidung nachdachte.
Am nächsten Morgen telefonierte ich als erstes mit dem Altersheim, das sich Senioren-Park nennt. Natürlich gibt es die vier Wochen Probewohnen, zu denen er tatsächlich eingezogen war, nicht umsonst. Und natürlich hatte er sich um nichts gekümmert. Mir kamen da solche Gedanken...
Also ich klärte mit der Krankenkasse die Kostenübernahme der Kurzzeitpflege, meldete ihn bei seinem Pflegedienst, bei seiner Putzfrau, bei seinem Hausnotruf, bei seiner Fußpflege und bei seinen Nachbarn ab. Er hatte sich um nichts gekümmert, war einfach verschwunden.
14 Tage hielt ich es aus, dann versuchte ich ihn telefonisch zu erreichen. Man teilte mir mit, er habe ein Telefon auf dem Zimmer und sagte mir die Nummer. Nichts passierte, ich versuchte es immer wieder und ließ es klingeln, klingeln, klingeln. Auch an sein Handy ging er nicht. Ich ließ mich mit der Station verbinden, und gemeinsam mit der Schwester bekam ich heraus, dass der Apparat in seinem Zimmer funktioniert. Auf sein bärbeißiges "Was willst Du?", als ich ihn endlich erreichte, war ich nicht gefasst. Er maulte rum, das Zimmer sei zu klein, abends gäbe es immer die gleiche Wurst, und er wäre auch hier immer alleine. Allerdings ging er zu den Mahlzeiten (vier täglich) in den Wohnbereich und aß dort mit den anderen Heimbewohnern. Ich denke, er hat dort mehr Gesellschaft als allein zu Hause, wo er max. eine halbe Stunde vom Pflegedienst betreut wurde.
Ihm täte die Hüfte so weh von der harten Matratze, und die kleinen schwarzen Tiere, die immer auf den Rücken fielen und ihre weiße Unterseite zeigten, wären nicht so angenehm. Außerdem wäre jemand im Zimmer, der stets Weihnachtslieder und Schlager pfeife. Daraufhin sprach ich am Telefon mit seiner Ärztin, die erschrocken feststellte, dass die Morphiumgabe zu hoch eingestellt sei und überwies ihn ins Krankenhaus.
Er ist wieder zurück, die Tiere und der Pfeifer in seinem Zimmer sind jetzt weg. Am Sonntag und gestern war ich bei ihm, er nöckelte vor sich hin, verlangte seinen Lehnstuhl und teilte mit, er wolle dort bleiben. Ich sollte sein Handy aufladen, Schokolade kaufen, Salbe mitbringen. Hausschuhe besorgen und Bilder holen. Er weinte, weil er da bleiben will, und er mag noch immer die Wurst zum Abendessen nicht. Er kann selbst mit dem Rollator nicht mehr laufen, Treppen steigen geht fast gar nicht mehr. Er ist inkontinent und hat Schmerzen in der Hüfte. Er ist ein Bild des Jammers, und er tut mir so leid. Bis er mich anschnauzt und mich mit kleinen, verschlagenen Augen zornig anfunkelt und über den wirklich netten Pfleger ("der Wärter hier") schimpft.
Ich habe mit dem Altersheim den Vertrag zur dauerhaften stationären Pflege abgeschlossen. Wir werden ihm am kommenden Wochenende seine Möbel bringen, die er gerne haben möchte. Am 18.3. wird seine Hüfte operiert. Er ist fast 91 Jahre alt, und ich mache mir schon wieder solche Gedanken...

24.02.2011

Irrungen und Wirrungen

Heute morgen lag nicht nur in der Tageszeitung ein Werbeprospekt des schwedischen Möbelkaufhauses für Gartenmöbel, sondern im Garten auch Schnee. Gestern haben sich nette Menschen die 100m²-Welt angeschaut, weil sie das Haus kaufen möchten. Ein Zimmer ist schon leer, was Mörchen sehr verunsichert. Er geht nicht weiter als bis zur Türschwelle, man könnte sonst durchs Laminat fallen. Und ich widme mich wieder meinen Umzugskisten, damit das nächste Zimmer leer geräumt wird. Irgendwann ist es geschafft - mein PC wird dann an einem anderen Ort in einem Zimmer im Obergeschoss (kein Kellerkind mehr) mit Blick in den Garten stehen und hoffentlich noch funktionieren. Aber das kommt später. Viel später. Dann ist dieser Schnee heute Schnee von gestern.

09.02.2011

In der Post

Frau chat noir benötigt Briefmarken. Und weil die Schlange am Schalter der Post so ellenlang ist, stellt sie sich an den Schalter für Markensammler. Leider ist der Mensch hinter dem Schalter seeeehr laaangsaaam. Aber Frau chat noir übt sich ausnahmsweise mal in Geduld. Und als sie nach gefühlten fünf Stunden endlich an die Reihe kam, entspann sich folgender Dialog:

Guten Tag! Ich möchte einen Bogen 45iger Briefmarken.
{Ein Blick auf mich über den Rand der Lesebrille hinweg} Richtige Marken oder selbstklebende?
{sind selbstklebende nicht auch richtige Briefmarken?} Selbstklebende bitte.
Dinosaurier oder Andrea Doria?
Andrea Doria {Udo, von Dir habe ich zu Hause auch lange nichts mehr gehört}
Darf es sonst noch etwas sein?
Ja, bitte einen Bogen selbstklebende 55iger, die mit dem Regenbogen.
Mit guten Wünschen?
{Ja, denn da ist ein Regenbogen drauf!} Bitte. Und Sie haben da 75iger liegen. Wofür sind die denn?
Wenn man sie nicht sammelt, klebt man sie auf die Post. {Wieder der Blick über die Brille}
{Ich schreibe hier jetzt nicht, was ich wirklich von Dir gedacht habe, Du Honk} Und auf welche?
Auf Postkarten. Ins Ausland.
{Sei bloß nicht so informativ, Du Heini} Also muss ich auf Postkarten in die USA jetzt 75 Cent kleben?
Ja.
Dann möchte ich auch davon einen Bogen, bitte.
War das jetzt alles?
Ja, vielen Dank.
Sie sammeln wohl keine Briefmarken? Macht ja nicht, man kann sie ja, wie gesagt, auch auf die Post kleben!

Ok., ich Böse klebe sie ausschließlich auf meine Post. Aber in Zukunft werde ich Marken stets an diesem Schalter käuflich erwerben. Und dumme Fragen stellen. So.

06.02.2011

Kikeriki

An den Wochenenden ist es in unserer Straße morgens ganz still. Eigentlich. Im Halbschlaf nahm ich gestern morgen so gegen halb fünf ein Geräusch wahr. Ich habe überlegt, warum der Kater so kräht. Aber er lag am Fussende meines Bettes und starrte mich an. Fast ungläubig, obwohl ich denke, dass er noch niemals einen Hahn gehört hat. Einen Hahn? Hier in unserer Straße?

Ein Blick zur Seite bestätigte mir, dass der beste Ehemann von allen die Augen geöffnet hatte und offensichtlich lauschte. "Hörst Du das auch?" "Ja. Da kräht ein Hahn. Und wenn ich ihn finde, drehe ich ihm den Hals um." Ok, besser frau sagt jetzt nichts mehr. Aber so ein sich stets wiederholender Hahnenschrei hat auch etwas meditatives, und ich bin wieder eingeschlafen.

Das blöde Vieh krähte gestern den ganzen Tag munter vor sich hin. Nach einer alten Bauernregel soll ja das Wetter so bleiben wie es ist, wenn der Hahn kräht auf dem Mist. Hoffentlich schaffen die Hahnenbesitzer nicht auch noch Mist ran. Aber Landluft soll ja gesund sein.

Heute morgen begann das Hähnchen schon um vier Uhr den neuen Tag auszurufen. Allerdings schweigt er seit 12 Uhr. Entweder schwimmt er jetzt in irgendeiner Suppe, oder ihm ist das Gekrächze vergangen.

Sollte er sich wieder melden, bin ich gespannt, wann sich die ersten Nachbarn beschweren. Es bleibt schwierig!

04.02.2011

Fuba

Gestern in der Straßenbahn. In meinem Sichtfeld zwei sich laut unterhaltende Teenager, m + w. Offenbar beenden sie in diesem Jahr mit dem Abitur ihre Schulzeit.
Sie: Nö, ne? Wenn man sein ganzes Leben in dieser Stadt verbracht hat, will man nicht auch noch hier studieren, oder?
Er: Näää, das ist ja fuba!
Sie: Meine Eltern wollen dann auch noch, dass ich sie besuche, oder womöglich weiter bei ihnen wohne!
Er: Näää, das ist ja fuba!
Sie: Ich muss sowieso viel zu viel zu Hause tun. Meine Mutter geht arbeiten, und ich soll immer helfen im Haus. Staubsaugen und so.
Er: Näää, das ist ja fuba!
Sie: Ja, sie kommt von der Arbeit und sagt, sie ist total fertig. Und was ist mit Schule? Macht dich auch fertig, Mann!
Er: Jaaa. Schule ist fuba!
Sie: Haste auch ne vier in Geschichte? Ich habe endlich mal nur ne vier. Und sonst ist es auch besser geworden, ey, zwischen drei und vier das alles.
Er: Nööö, wieder fünf. Ist nicht so fuba.
Sie: Müssen wohl jetzt raus. Machste auch sauber zu Hause?
Er: Näää, das wäre ja fuba!
Sie steigen aus, und ich frage mich, was im Leben der beiden noch zu furchtbares geschehen wird. Hoffentlich müssen sie nicht so viel arbeiten und bekommen für das Wenige noch viel Geld, um sich eine Putzfrau leisten zu können. Sonst wäre es einfach zu fuba in ihrer Zukunft.

02.02.2011

Gestickt

Hier war es still in den letzten Wochen. Das liegt u.a. daran:



Ich habe gestickt. Kreuzstisch. Für zwei liebe Menschen als Dankeschön für gemeinsame wundervolle Wochen und als Erinnerung an einen bestimmten Ort. Ich war doch sehr erstaunt, dass ich die Geduld dafür aufgebracht habe. Nun bin ich fertig damit und schicke es mit vielen guten Wünschen über den großen Teich. Könnte ich es doch gleich selbst vorbei bringen *seufz*

Ach ja: Es könnte sein, dass es weiterhin stiller bleibt hier. Ich sticke nämlich schon am nächsten Projekt...

16.01.2011

Kundenorientiertes Verkaufsgespräch

Frau chat noir kann ihre Zeit nicht ausschließlich am PC verbringen. Neuerdings muss sie sich die verbleibende Freizeit aufteilen, und auch das Lesen von Kriminalromanen wird zu Gunsten von Handarbeiten eingeschränkt. In den USA von einem bösen Stickvirus heimgesucht, kann sie damit nicht mehr aufhören. Gestern suchte sie in ihrem beschaulichen Städtchen zunächst in einem ihr bis dahin unbekannten Wollgeschäft nach einer Stickpackung, in der Motiv, Stoff, Fäden und Nadel vereint sind. Sie öffnete die Ladentür und wurde sofort laut angefahren:
"Wir haben schon geschlossen!"
"Ich möchte nur wissen, ob Sie Stickpackungen führen?"
"Wir haben schon geschlossen!"
"Und ich möchte nur wissen, ob Sie Stickpackungen führen!"
"Wir haben schon geschlossen!"
"Führen Sie nun Stickpackungen, oder nicht?"
"Wir haben schon geschlossen!"
"???"
"Ich putze hier, und wir haben schon geschlossen. Und Stickpackungen gibt es hier nicht. Wir haben nämlich schon geschlossen!"
Ok., da musste man sich auch nicht verabschieden, denn Frau chat noir wusste ja nun, dass der Laden schon geschlossen hatte. Gefunden hat sie die Stickpackungen dann in großer Auswahl bei der Fa. Kxxstadt. Und nun muss Mörchen sich wieder vor sein Frauchen setzen und darüber nachdenken, wo der Faden unter dem Stoff wohl bleiben mag und warum er immer kürzer wird. Vielleicht liest er lieber Kriminalromane?

03.01.2011

Verpackung

Bei meinem Lieblingssupermarkt an der Kasse. Vor mir ein junger Mann. Er hat bereits bezahlt und packt seine Einkäufe in seine Tasche, ist aber noch nicht ganz fertig damit. Die Kassiererin schaut ihm dabei zu, sieht dann mich an und sagt: "Wenn der junge Mann seine Eier verpackt hat geht's hier auch weiter!". Der junge Mann bekommt rote Ohren, die Frau an der Kasse sieht ihn und lacht laut los. Ich grinse vor
mich hin. "Na, ich sollte wohl denken, bevor ich was sage?", die Kassiererin lächelt den Mann an, der kopfschüttelnd zum Ausgang geht. Dann schaut sie wieder mich an und meint, dass Männer einfach keinen Humor haben.