29.06.2012

Abwehr. Abwehr?

Frau chat noir saß gestern abend vor dem Fernseher. Und ich fand diese Farben furchtbar. Grüner Hintergrund, darauf ein blauweißer Punkt mit einem kleineren weißen Punkt, der plötzlich an einem orangenen Punkt vorbei ins Netz flog. Das durfte ich mir mehrfach anschauen. Und noch einmal mit Erfolg. Abwehr wurde gestern völlig überbewertet. Was ist schon Abwehr?

Und wer nach einem eigenen lethargischen Einsatz einmal versucht hat, dass Ruder in den letzten verbleibenden 10 Minuten für sich herumzudrehen, der weiß, dass das in den meisten Fällen nicht klappt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ihr habt gestern beschissen gespielt, Jungs. Angst vor dem Gegner ist ein mieser 12. Mann.

Aber das Oberhaupt aller Trainer kann beruhigt sein. Es wird ihm nichts passieren. Nur wenn er einen Teppich auf Staatskosten einfliegen lassen würde, das, ja das könnte eventuell unangenehme Konsequenzen haben. Für sein Konto. Und nur für sein Konto. Was dachten Sie denn?

Ich sage ja: Es bleibt schwierig!

28.06.2012

Schiff fahren

Frau chat noir ist mit dem bEva nach ein paar Wochen Reisen in Sachen innerfamiliärer Unterstützung für ein Wochenende in eigener Sache unterwegs gewesen. Man kann auch "Städtetour" dazu sagen. Tolles Hotel, leckeres Essen und fertiges Programm. Basta. Ab und zu tut so etwas der Seele gut. Diesesmal hatten wir ein Städtchen an einem Fluß ausgesucht. Auf dem Fluß kann man auch Böötchen fahren, natürlich einer der Programmpunkte. Ich liiiiebe Böötchen fahren! Das Highlight der Schiffstour habe ich für die werte Leserschaft im Bild festgehalten:


Es war einfach toll. Sogar der bEva hat mal kurz von seiner Lektüre aufgeschaut. Nun sind wir wieder daheim und die Wundertüte, die man Leben nennt, hat uns voll im Griff. Dazu später einmal mehr, ich warte, bis ich auch das Ende der Geschichte bloggen kann.Es bleibt schwierig!

19.06.2012

Schon 20 Jahre - der Schmerz bleibt

Du bist schon lange nicht mehr dort, wo Du einst warst,
aber Du bist auch jetzt noch überall, wo ich bin.
Ich begegne Dir immer wieder und sehe Dich lächeln,
die Spuren Deines Lebens erinnern mich stets an Dich.
Dein Stern leuchtet heller als zuvor und weist mir den Weg.
Wo immer Du auch bist, mögest Du glücklich sein!
Für mich warst und bist Du etwas ganz Besonderes,
Danke, dass es Dich gab.

Erinnerung an Schummel, die morgen vor 20 Jahren für immer von mir ging. Sie war die beste Mama der Welt und verließ diese viel zu früh.

13.06.2012

Nur ein Sparbuch

Frau chat noir kann sich noch genau daran erinnern. Frueher ging man zur Bank/Sparkasse seines Vertrauens, wurde an einem Schalter von einem netten Banker begruesst, teilte die eigenen Wuensche mit und bekam diese in der Regel sofort erfuellt. Natuerlich nicht, wenn man einen groesseren Kredit brauchte, auch das dauerte frueher schon laenger, aber so Kleinigkeiten eben. Wie z.B. das Anlegen eines Sparbuchs. Heute benoetigt man fuer sowas einen Termin beim Kundenbetreuer. Den kann man natuerlich nicht mehr selbst anrufen, sondern muss ueber einen heissen Draht (oder wie uebersetzt man Hotline?) einen Termin machen oder persoenlich in der Zweigstelle zwecks Terminabsprache vorbeischauen. Da ich Call Center nicht leiden kann und der Meinung bin, dass es die Tante oder den Onkel da am Telefon nichts angeht, ob mein Grossvater vaeterlicherseits einen deutschen Schaeferhund hatte und er diesem auch regelmaessig die Zaehne geputzt hat, begab ich mich also selbst in die Filiale.

Hinter dem Tresen Counter stand ein sehr junger Mann in einem sehr schwarzen Anzug und einer sehr gedeckten Krawatte und tat sehr wichtig. Wahrscheinlich hielt er sich fuer den zukuenftigen Leiter dieser Nebenstelle. Er musterte mich von oben bis unten (Ich hatte morgens vergessen, mich diesem wichtigen Anlass gemaess zu kleiden und trug statt grauem Kostuem Jeans und T-Shirt. So ein Frevel.) und fragte ohne Begruessung nach meinem Begehr. Froehlich schmetterte ich ihm ein "Guten Morgen" entgegen und bat um einen Termin bei meinem mir sogar namentlich bekannten Kundenbetreuer. In dem maskenhaften Gesicht mir gegenueber hob sich eine Augenbraue. "Warum?"

Also tat ich Kund, dass ich ein Sparbuch eroeffnen moechte. "Wozu?" Innerlich wuenschte ich mir den nie vorhandenen deutschen Schaeferhund meines Grossvaters herbei, der jetzt fuer mich schoen knurren koennte und seine vorgestern nicht geputzten Zaehne fletschen wuerde. "Weil ich Geld einzahlen moechte, um es zu sparen." Wie ich mir denn die Anlageform vorstellen wuerde? Und wie hoch denn der Betrag sein soll, der angelegt wird? Oder ob ich monatlich sparen will und wie hoch da die Raten sein sollen? Der Bankdirektor vor mir schaute mich spoettisch an. "Ich moechte das mit Herrn XY besprechen, deshalb benoetige ich ja den Termin".

Ich solle bedenken, dass ein Sparbuch eine ganz antiquierte Art der Geldanlage sei. Der Wolf neben mir stellte seine dicken Pfoten bedrohlich knurrend auf den netten Verkaufstisch und blies dem Bundesbankpraesidenten dahinter eine Wolke schlechten Atem ins Gesicht. Alle Freundlichkeit hinter mich lassend fauchte ich den dringenden Wunsch nach einem Termin gegen den schwarzen Anzug. Der Traeger des Zwirns liess sich daraufhin herab, in den PC zu schauen, um mir ein Datum mit Uhrzeit anzubieten. Ich nahm den Vorschlag an. "Ich notiere das dann mal vorsichtshalber fuer Sie." Ich konnte den Wolf gerade noch an der Leine zurueckhalten. Dankend nahm ich den Zettel an und schaute pruefend darauf. Leider hatte er sich im Monat geirrt, der aufgeschriebene Termin waere schon zwei Wochen zuvor gewesen. Sueffisant laechelnd reichte ich das Briefchen zurueck. "An diesem Tag haette ich ohnehin keine Zeit gehabt". Er wurde beim aendern der Zeile tatsaechlich rot. Der Schaeferhund und ich gingen pfeifend nach Hause.

07.06.2012

Jetzt ist es genug!

ICH.WILL.SOMMER. Aber sofort!