31.12.2013

EA, E 5 und ich

Das, liebe Bloggemeinde, sind die Fehlermeldungen meiner Heizung, die mich seit dem 19.12. begleiten. Der Installateuer war seither 6 x hier, und die Techniker von der Herstellerfirma der Therme gaben sich an drei Tagen die Klinke in die Hand. Jedesmal ein anderer Mensch, und jedesmal eine andere Diagnose. Dazu besuchten uns die Herren vom Gaswerk, die den Gasdruck maßen und keinerlei Abweichungen feststellen konnten. Gestern verbrachte einer der Techniker von 17.00 Uhr bis 22.45 Uhr seinen Abend bei uns. Übrigens der Erste dieser Firma, der sich ernsthaft um das Auffinden des Fehlers bemüht hat. Die zwei davor gaben Schnellschüsse ab, die nicht wirklich halfen und nur Kosten verursachten. Der von gestern bestellt jetzt ein (anderes) Teil und kommt Anfang Januar wieder. Bis dahin heißt es EA, denn diese Fehlermeldung kommt, nachdem ein gefühlter D-Zug durch meine Küche gerast ist (die Heizung steht mangels Keller dort in einem Wandschrank), seit drei Tagen alle 20 Minuten. Und dann schaltet sich das Gerät ab. Örks.

In meinem Kalender steht für diese Woche eine chinesische Weisheit: "Die Gelassenheit schärft den Blick für das Wesentliche". Ich arbeite an der Gelassenheit - vielleicht habe ich sie am Ende des nächsten Jahres erreicht und hoffe, bis dahin eine funktionierende (oder eine Ersatz-) Heizung zu haben. Keine Vorsätze sonst. Nur Gelassenheit.

Guten Rutsch Euch allen in Kleinbloggersdorf. Habt viel Spaß. Bleibt sauber. Und gelassen. Bis nächstes Jahr, Eure Frau Noir

24.12.2013

Frohe Weihnachten!

Allen Lesern wünsche ich frohe Weihnachten, schöne Stunden mit oder ohne Familie, große oder kleine Geschenke die viel Freude bereiten und Festtage ohne Bauchweh!

Alles Liebe für Euch/Sie und vielen Dank für die vielen mitfühlenden Worte zu meinem letzten Post, die mir sehr gut getan haben.

Bis die Tage, Eure/Ihre Frau Noir


22.12.2013

Der alte Mann

In meinem Leben werde ich genau dreimal Weihnachten ohne den alten Mann gefeiert haben.

Beim ersten Mal war N. (w) 14 Monate alt, und der Chef und ich wollten nicht mit dem kleinen Kind durch Deutschland reisen, um ein paar Tage bei meinen und seinen Eltern zu verbringen. Wir waren im Jahr zuvor mit dem Baby schon zu Hause geblieben und hatten dabei angekündigt, dass wir das auch zukünftig so halten werden. Meine Eltern waren daraufhin im ersten Jahr zu uns gekommen, wir lebten damals im Ruhrgebiet. Sie wollten (meine Mutter wollte) ihr Enkelkind sehen und bei uns sein. Im Jahr darauf jedoch war der alte Mann bockig und meine Mutter am Heiligabend tottraurig, weil sie allein mit dem alten Mann daheim saß. Das hat mir am Meisten leid getan. Danach sind sie jedes Jahr zu uns nach Hause gekommen, egal, wo wir unsere Zelte aufgeschlagen hatten.

Beim zweiten Mal besuchten der Chef und ich N. (w), den L. und das kleine L-chen in Amerika. Wir wollten nämlich auch unser Enkelkind sehen und bei der kleinen Familie sein. Das war vor zwei Jahren, der alte Mann lebte schon im Altersheim und war somit auch nicht allein.

In diesem Jahr können wir den alten Mann nicht mehr zu uns holen. Er liegt abgemagert in seinem Bett im Altersheim, er hängt immer wieder am Tropf und bekommt ständig Sauerstoff durch die Nase. Die Gitter am Bett sind hochgezogen, weil er aufstehen will, es aber nicht mehr kann. Er ist geistig ganz verwirrt, gestern hat er mich und N. (w) nicht erkannt. Er hielt uns für den Fahrdienst des Heimes, der ihn nach Hause bringen sollte, und wollte wissen, wohin er soll, und warum ihn niemand in den Sonnigen Winkel bringt, in dem er zu Hause ist. Er ruft laut "Hallo, hallo", weil er fahren will, und als wir kamen, lag er ganz verkrümmt im Bett und seine Beine hingen fast draußen. Wir mussten in zu dritt wieder richtig ins Bett legen. Er will in diesem Moment zur Arbeit, im nächsten Moment wird er verhaftet von dem Skispringer, den er gerade im Fernsehen sieht (der hat mich auch schon eingebuchtet!) und dann ruft er plötzlich, nachdem er ein wenig gedöst hat, "Auf zu den nächsten Kriegsverbrechen!". Ich schaue ihn an, nehme seine Hand in meine, streichle sein Gesicht, und er starrt mich ausdruckslos an. Ich glaube, ich möchte den alten Muffelkopf zurück, aber ich befürchte, dass es nie wieder so sein und er im nächsten Jahr zu Weihnachten nicht mehr da sein wird. Nach einer Stunde gehen N. (w) und ich wieder nach unten zum Chef und L-chen, die im Restaurant gewartet haben, und die Tränen laufen uns über das Gesicht.

21.12.2013

Oh du Fröhliche

Seit zwei Tagen ist die Heizung kaputt. Die, die wir im Dezember 2012 neu einbauen ließen. Man findet seitens des Fachmanns den Fehler nicht. Dafür gibt es seit heute kein warmes Wasser mehr. Wir werden dick eingepackt und leise vor uns hin stinkend um den Weihnachtsbaum sitzen und die Fliegen verscheuchen, die um uns wegen des Duftes herumschwirren. Örks.

Nachtrag 22.12.13:
Gestern rief uns, kurz nachdem unser Installateur gegangen war, der Kundendienst der Herstellerfirma des Brennofens an und teilte uns mit, dass uns ein Mitarbeiter am 24.12. vormittags besuchen werde. Schön, wenigstens das. Man ist ja schon dankbar, wenn es noch klappt vor Heiligabend 18 Uhr. Der Installateur hat für uns dort angerufen. Nach dem Telefonat sind wir zum alten Mann gefahren, anschließend waren wir einkaufen und danach noch etwas essen. Als wir gegen 20.30 Uhr wieder nach Hause kamen, hatten wir einen Zettel vom Kundendienst des Herstellers der Heizung im Briefkasten. Er wäre von unserem Installateuer angefordert worden, dieser hätte uns telefonisch nicht erreichen können und wir wären auch nicht vor Ort gewesen. Wir möchten jetzt einen neuen Termin mit der Fa. machen. Örks. Tja. Leider hatte uns niemand darüber informiert, dass noch jemand vorbei kommen wollte.
Heute morgen habe ich dann die Hotline des Kundendienstes angerufen. Dort wußte man von dem Termin vom 24.12. nichts, auch von dem Besuch ihres Außendienstmitarbeiters gestern war nichts bekannt. Man telefonierte erst mit unserem Installateur, dann mit mir und kündigte für heute den Besuch des Außendienstmitarbeiters an. Das war um 8.30 Uhr. Bis 18.00 Uhr war niemand hier. Der Installateur hat sich daraufhin für uns mit dem Kundendienst angelegt, und für morgen einen Termin zwischen 12 und 17.30 Uhr ausgehandelt. Jetzt bin ich ja gespannt. Die Heizung läuft wenigstens, und lauwarmes Wasser kommt auch wieder. Was uns nicht unbringt, macht uns nur härter oder so. Örksörksörks!

20.12.2013

Für Paterfelis

So, mein Lieber, 
jetzt bin ich endlich dazu gekommen, Deine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, Du bist nicht böse mit mir, weil es so lange gedauert hat. Aber die Umstände... 
Und ich hoffe trotzdem, Du bist mit mir zufrieden! (Die Hoffnung stirbt zuletzt)
Frage 1: Wie sieht dein idealer Fernsehabend aus?
Einen spannenden Film gucken, Rotwein trinken, z.Zt. den Kaminofen bullern lassen und auf dem Sofa mit dem Chef kuscheln.

Frage 2: Hat dein Auto / Motorrad / Moped / Fahrrad einen Namen? Warum?
Unser Auto ist die "Kutsche". Warum? Weil mein Prinz für ein weißes Pferd zu alt ist und ich nicht mit auf den Gaul passe.

Frage 3: James T. Kirk oder doch lieber Cliff A. McLane?
Lieber Cliff Allister McLane. Ich fand damals Tamara Jagellovsk so "toll", sie konnte BETA-X und hatte ein privates Visiophon (Nr. RQ152D). Und ich wollte unbedingt, dass sie und Cliff ein Paar werden. *hachz*

Frage 4: Wie oft hast du den Herrn der Ringe gelesen?
Gar nicht. Muss ich das?

Frage 5: Kennst du das befreiende Gefühl, bei einem Wutausbruch Gegenstände zu zertrümmern?
Ja, das kenne ich. Leider ist so etwas kindisch, darum habe ich es mir abgewöhnt. Aber Trockenfutter für Katzen fliegt sehr gut...

Frage 6: Kommt die originale und weltbeste Currywurst auch für dich aus dem Ruhrgebiet? Oder glaubst du das Märchen der Berliner, nach dem die Currywurst dort erfunden wurde?
Ich liebe Märchen, und ich liebe Berlin. Die besten Currywürste mit Pommes Schranke gab es mal in Spandau in der Klosterstr. bei Krasselt's. Leider gibt es den Imbiss in der Form nicht mehr, den Nachfolger kann ich nicht beurteilen.

Frage 7: Lieber ein Wiener Schnitzel oder eher ein Schnitzel Wiener Art?
Am liebsten Rumpsteak, und wenn es schon Schnitzel sein muss, dann ein Wiener (Kalbfleisch, ganz dünn).

Frage 8: Kein Weihnachtsmarkt ohne...?
Gebrannte Mandeln, möglichst noch warm.

Frage 9: Hast du schon mal einen eigenen Blogeintrag bereut?
Nein. Denn ich denke (meistens), bevor ich etwas veröffentliche. Und wer sich trotzdem "auf den Schlips" getreten fühlt, ist selber schuld.

Frage 10: Kannst du mir eine zehnte Frage vorschlagen? Welche?
Versöhnst Du Dich mit Deinem Partner nach einem Streit, bevor Ihr schlafen geht oder grummelst Du noch Tage vor Dich hin?

Neue Fragen gibt es keine, und ich werfe auch nicht mit dem kostbaren Holz. Das kann ich besser für den Kaminofen brauchen!

Liebe Grüße von Frau Noir

19.12.2013

Kindermund

Adventskaffee bei Frau chat noir. Teile der großen Familie sitzen um den Esstisch bei Kerzenschein und Kuchen. Dem kleinen Sohn (2 1/2) der Nichte des Chefs ist langweilig. Der Bruder des Chefs zeigt ihm ein Buch, in dem Motorräder abgebildet sind. "Oh, ein Motorrad!" "Richtig, mein Junge. Und schau mal hier!" Der Bruder weist das Kind auf ein Foto hin, auf dem mehrere der schweren Zweiräder zu sehen sind. Das Kind schaut lange auf das Bild. Dann strahlt er alle an und ruft "Oh, viele Motorratten!".

06.12.2013

Notizen

Der Chef und ich hatten wunderbare Tage in Braunschweig. Leider gibt es davon keine Fotos, weil ich den Fotoknips zwar dabei, aber im Hotel vergessen hatte. Örks.

Der Sturm wütet durch den Garten, aber er findet nichts, was er durch die Gegend werfen kann. Sogar das Vogelhäuschen läßt sich nicht umpusten. Dafür ist der Vogel-Fly-In kaum besucht, da der Anflug mit Schwierigkeiten verbunden ist.

Ich habe noch eine "Stöckchenschuld", die ich demnächst in Angriff nehmen muss. Geduld, lieber Paterfelis!

Die Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr habe ich alle gekauft. Hoffentlich habe ich sie nicht wieder so gut versteckt, dass ich noch Ostern welche finde. Alles schon mal da gewesen... Nun muss ich sie noch verpacken.

Weihnachtspost - ich sollte mich mal aufraffen. Und dringend die Empfängerliste überarbeiten. Weniger ist mehr.

Ich habe noch Brief - und Mailschulden.

Der Chef wartet auf gebügelte Hemden.

Einen Termin beim Zahnarzt sollte ich auch mal wieder machen. Warum schiebt man genau diesen Termin immer so vor sich her?

Gerade beginnt es zu schneien. Weihnachtsstimmung? Nikolausfreude? Mal sehen.

Schönes Wochenende!!!

24.11.2013

Totensonntag

Schon wieder so ein trüber Tag im dunklen November. Aber für die Floristen - wie bei anderen "Gedenktagen" auch - ein gutes Geschäft. Überall, sogar in den Supermärkten, sieht man Grabgestecke. Persönlich kann ich die nicht leiden, darum habe ich auch nie eines für ein Grab erworben. Auch nicht, als das Familiengrab auf dem hiesigen Friedhof noch existierte.

Meine Mutter ist vor 21 Jahren viel zu früh gestorben. Damals wurde ihre Urne in dem eben erwähnten Familiengrab beigesetzt. Nach Ablauf der Grabnutzungsrechte wollte der alte Mann die Grabstelle absolut nicht verlängern. Ihm war der "Kaufbetrag", wie er so schön formulierte, zu hoch und egal, was mit meiner Mutter geschah. Und mit ihm, denn er war sich schon immer sicher, das er unsterblich ist.

Der Platz des Familiengrabes gefiel mir nicht, aber ich wollte auch nicht, dass die Stelle eingeebnet wurde und ich nicht mehr zu meiner Mutter hätte gehen können. Gerade zu dieser Zeit wurde auf dem alten Friedhof ein "Friedpark" eingerichtet. Dort werden die Urnen innerhalb eines bestimmten Areals in einer Wiese bestattet, nur die Namen der Toten findet man auf kleinen Emailleschildern an einer Holzstele wieder. Ich ließ also meine Mutter umbetten und das "große Grab" einebnen. Sogar auf den alten Stein verzichtete ich. Den wird die Friedhofsverwaltung an einen Steinmetz verkauft haben. (Ein Wunder, das ich dafür keine Gebühren zahlen musste.)

Seither gehe ich immer wieder zum Friedpark und besuche meine Mutter. Die Anlage liegt unter wunderschönen Bäumen. Man hat Bänke aufgestellt, es ist ein Platz der Ruhe und der Erinnerungen. Man kann dort nur an dem Fuß der Stele Blumen oder andere Dinge niederlegen, viel Platz ist dafür jedoch nicht. Zum Glück auch nicht für Grabgestecke. Aber andere Menschen haben Bänder, Windspiele oder Laternen in die umstehenden Bäume gehängt. Es wirkt heiter und fröhlich, auch wenn nicht die Sonne scheint. Ich weiß, das hätte meiner Mutter viel besser gefallen. Sie konnte den November nicht leiden. Diesen dunklen Monat, in dem man an trüben Tagen düstere Gestecke auf den Friedhof schleppt.



23.11.2013

Der nervige Busfahrer oder "Jetzt hauen Sie schon ab!"

Der Chef und ich hatten vor ein paar Wochen einen Termin im Altersheim mit dem Gutachter des Medizinischen Dienstes. Er sollte entscheiden, ob der alte Mann die Pflegestufe 3 bekommen würde. Einen entsprechenden Antrag hatte ich einige Wochen zuvor bei der Krankenkasse gestellt, weil der Pflegeaufwand an dem alten Mann viel größer geworden ist. Er liegt fast nur noch im Bett, hat körperlich sehr abgebaut und ist, auch wenn er hin- und wieder klare Momente hat, geistig verwirrt. Er kann sich nicht mehr allein anziehen oder sich waschen und rasieren. Er kann nicht mehr ohne Hilfe in und aus dem Rollstuhl und kann nicht mehr ohne Unterstützung essen. Er liest nicht mehr, er liegt im Bett und starrt auf den Fernseher oder er schläft.

21.11.2013

Randbemerkung 4

Auf Wunsch einer einzelnen Dame hat der Chef gestern ein Bild aufgehängt. Bei den Noirs läuft das so ab, dass der Hausherr die Bohrmaschine bedient und die Hausfrau den Staubsauger, mit dem sie den Bohrstaub auffängt. So auch heute. Brav habe ich das Rohr des Satubsaugers unter den laufenden Bohrer gehalten. Als der Chef fertig war, habe ich mich über die Menge an Bohrstaub auf dem Fußboden gewundert. Und dabei festgestellt, dass so ein Staubsauger nur funktioniert, wenn man ihn auch einschaltet. ÖRKS!

17.11.2013

Volkstrauertag


Nebel zieht über die gegenüberliegenden Häuser, als ich aus dem Fenster blicke. Leise rieseln die letzten Blätter von den Bäumen. Novemberwetter. Es ist kalt, und ein wärmendes Feuer im Ofen wäre jetzt nicht schlecht. Es würde zudem Licht in die Finsternis bringen, die sich an Tagen wie diesen in mir breit macht. Schon wieder so ein Gedenktag, der zwar in die Jahreszeit passt, aber mich darüber nachdenken läßt, ob man für das Erinnern an Soldaten wirklich einen besonderen Tag braucht. Für mich unbekannte Männer, die selbst im Tod noch in Reih' und Glied angetreten sind. Die, die auf dem hiesigen Soldatenfriedhof liegen, werden kaum noch Angehörige haben, die sie besuchen kommen. Nur ab und zu ist ein Grab in den langen Reihen geschmückt. Wer erinnert sich an sie?

Sie waren jung, viele gerade Anfang 20. Alle hatten das Leben noch vor sich, vielleicht waren sie gerade verliebt, oder eben Vater geworden, als sie in den Krieg ziehen mussten. Ihre Mütter und ihre Frauen hatten Angst um sie, waren glücklich über jedes Lebenszeichen in Form eines Briefes, den sie in den Händen halten und immer und immer wieder lesen konnten. Sie mussten tage- ja wochenlang auf Post warten, bis sie von ihren Sorgen vorrübergehend erlöst waren. Und mancher Brief kam an, da war der Sohn schon tot. "Gefallen für das Vaterland" stand in den Benachrichtigungen, die, auf dünnem Papier geschrieben, mit der Post kamen. Die Angehörigen, die zurück blieben, fragten sich nach dem Sinn dieses Opfers, das lebenslange Trauer bewirkte. Um den Sohn, den Mann, den Vater.

Heute müssen die Mütter und Frauen der Soldaten im Auslandseinsatz nicht mehr wochenlang auf ein Lebenszeichen warten. Trotzdem ist ihre Angst genauso groß, und sie verfolgen jede Nachricht im Fernsehen und im Radio, falls der Soldat sich nicht jeden Tag telefonisch oder mit einer E-Mail bei ihnen melden kann. 54 Soldaten sind bisher in Afghanistan für Deutschland gestorben. Auch um sie wird lebenslang getrauert werden, auch hier fragen sich die Angehörigen nach dem Sinn ihrer Opfer. Aber diese Toten rücken für mich den Sinn des Tages wieder in den Mittelpunkt, der sich "Volkstrauertag" nennt. Die Gesellschaft darf sie nicht vergessen, nicht die Toten aus dem 1. und 2. Weltkrieg, und nicht die gefallenen Soldaten der Bundeswehr. Sie alle verdienen, dass man sich an sie erinnert. Wenigstens einmal im Jahr.

16.11.2013

Randbemerkung 3

Wenn man eine neue Waage sein Eigen nennt, könnte man sich über das angezeigte Ergebnis freuen, wenn man auf ihr steht. Oder auch nicht. Je nach dem eben. Ich habe mich heute nur gewundert. Wog ich doch gänzlich unbekleidet 244,4 kg. Ein Blick in den gegenüberhängenden Spiegel genügte, um dem Wiegegerät lauthals zu widersprechen. Merke: Man wirft die alte, etwas ungenau gewordene Waage nicht sofort weg, wenn man eine neue erworben hat. Sonst hat man plötzlich mehr auf den Hüften, als einem lieb ist. Grummel.

24.10.2013

Kabeljau

Frau chat noir und der Chef nahmen nach einem späten Einkauf im Supermarkt ihres Vertrauens einen ungesunden Imbiss im dortigen Schnellrestaurant ein. Manchmal muss es etwas Herzhaftes aus einer gewerblichen Fritteuse sein. Am Nebentisch saßen vier Männer, die sich laut anschwiegen und die vorbeiziehenden Menschen im Supermarkt beobachteten.

Plötzlich sprach einer: "Kaffee?" Dreistimmige Antwort: "Jau!"

Der Mann stand auf, besorgte vier Kaffee, und kehrte zurück.

"Gut?"  "Jau!"  "Zucker?"  "Jau!"  "Milch?"  "Jau!"

Stille. Plötzlich sagt der Kaffeeholer: "Wißt Ihr, wie der Kabeljau zu seinem Namen gekommen ist?" Die drei Männer schauen ihn fragend an, und ich höre auf zu kauen, damit ich mich besser auf die Antwort konzentrieren kann. "Es schwammen zwei Fische im Meer. Der eine sagte zum anderen: "Pass auf, da liegt ein Kabel!" Der andere antwortete: "Jau!". Und daher kommt der Name Kabeljau!".

Keine Reaktion. Stummes Kaffeenippen. Ich grinse den Chef an, der schüttelt den Kopf und verdreht die Augen. Und dann kommt von nebenan die schlagfertige, dreistimmige Antwort der Männer: "Jau!".

Es geht doch nichts über das unnütze Wissen ^^. Von nun an grinsen wir alle, wenn von Kabeljau die Rede ist.

16.10.2013

Fundstück

Immer noch denke ich darüber nach, ob ich hier alles, was mich bewegt, veröffentlichen kann oder nicht. Ein "Geheimblog" mit Zutrittsberechtigung möchte ich nicht nebenher führen. Natürlich weiß ich, dass hier auch Menschen mitlesen, die anonym bleiben wollen ("Die im Dunkeln sieht man nicht"), und die mir z.T. auch nicht gut gewogen sind oder sich von dem Inhalt meiner Einträge angegriffen fühlen. Aber deshalb aufhören? Niemals. Ich bin also noch immer nicht wirklich weiter gekommen. Und werde es wohl so lassen, wie es ist. Man muss ja auch nicht über alles bloggen, oder?

In einem anderen Blog habe ich einen wunderbaren "Vorspann" gefunden, der die Problematik im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt bringt: http://toujours-moi.typepad.com/toujours-moi/  Der Text könnte auch vom großen Zauberer sein ^^

Märlin Bär bei der Hausarbeit ^^
In den nächsten Tagen wird es hier noch stiller als sonst. Ich besuche nämlich mit dem Chef das Geburtstagskind N. (w) und wir bleiben ein paar Tage. Gehabt Euch wohl, liebe Leute, bis demnächst in diesem Theater!

15.10.2013

Warum es hier so still ist.

Der Chef und ich haben die wöchentlichen Besuche im Altersheim von einem auf drei Tage "hochgeschraubt".

09.10.2013

Herzlichen Glückwunsch!

Mein lieber kleiner Schatzemann,

heute wirst Du drei Jahre alt. Unglaublich! Du gehst schon lange in den Kindergarten, kannst Dich mit mir unterhalten und wir können zusammen spielen. Du bist inzwischen auch ein großer Bruder und passt auf Deine kleine Schwester auf.

Wo ist die Zeit geblieben? Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als Dein Papa mit Dir und Deiner Mama in unsere alte 100m²-Welt kam, mir ein kleines Baby überreichte und sagte: "Darf ich vorstellen, das ist der Schatzemann!"

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Geburtstag mit vielen Geschenken und netten Gästen. Im neuen Lebensjahr wünsche ich Dir Gesundheit, nette Spielkameraden im neuen Kindergarten und viele schöne Tage mit Deiner Familie.

Liebe Grüße, Deine Oma chat noir

November 2010

01.10.2013

Von vertonten Dichtern, Glasböden und einem Einhorn.

Das Konzert gestern war sehr außergewöhnlich und sehr gut. Außergewöhnlich, weil Achim Reichel (@ Juliane: Er ist sehr lebendig! Und er wird im Januar 70 Jahre alt, kaum zu glauben) allein mit seiner Gitarre auf der Bühne saß und über seine musikalische Karriere, unterlegt mit einer "Dia-Show" und natürlich Musik, als "Storyteller" berichtete. Von seiner ersten Gitarre über die Gründung der und den Erfolg mit den Rattles (sie spielten in England zusammen mit den noch unbekannten Stones, den Everly Brothers und Little Richard), der Gründung einer neuen Band "Wonderland" (in der auch Les Humphries Mitglied war, man höre und staune), dem Star Club in Hamburg, der Freundschaft mit den Beatles, seiner Kraut-Rock-Phase bis zu den neu vertonten Shantys. Nach der Pause kamen noch zwei Musiker (Geige und Akkordeon) hinzu und es ging weiter zu der Zeit der vertonten Balladen und Gedichte. Immer im Wechsel von Musik und Erzählungen dauerte das Konzert mit 30 Minuten Pause 3 1/2 Stunden. Es war kurzweilig und angenehm, die Zeit war im Nu vorüber. Ein wunderbarer Abend!

Auf dem Weg nach Hause berichtete ich dem Chef von einem Telefonat, das ich am Nachmittag geführt hatte und in dem es u.a. um eine Seilbahn ging, deren Kabinen zum Teil mit Glasböden ausgestattet sind. Bevor ich mich über meine Bedenken bzw. Überlegungen  hinsichtlich des Mitfahrens in so einer Kabine äußern konnte, kam von links: "Prima, da kann man den Frauen unter den Rock gucken!". Gut, dass wir drüber gesprochen haben (@ Muhge: Streiche Prima!, setze Knorke! Wir werden es sehen...)

Und weil ich neugierig bin und lieb gefragt habe, bekam ich auch eine Antwort und der nette Paterfelis hat für mich das Einhorn in seinen Blog gestellt. Vielen Dank dafür, ich finde es sehr gut gelungen, es schaut aus, als wollte es sich mit dem Betrachter unterhalten. Wirklich ein Zaubertier, schade, es lebt versteckt bei seinem Besitzer...  ;-)

Weil es dem alten Mann wieder besser geht, und ich nicht jeden Tag mehr zu ihm muss, verabschiede ich mich hier und heute für ein paar Tage Urlaub aus Kleinbloggersdorf. Wir werden bei guten Freunden schöne Tage verbringen, die, das weiß ich schon jetzt, wieder viel zu schnell vorbei gehen. Aber erst mal freue ich mich darauf. Der verehrten Leserschaft wünsche ich ein wunderbares Wochenende mit schönem Herbstwetter und viel guter Laune. Bis die Tage!

30.09.2013

28.09.2013

Randbemerkung (2)

Wenn man beim Kuchenbacken den Handmixer mit laufendem Motor aus der Schüssel nimmt, hat der Teig eine ungeheure Streuwirkung. Dies ist ein Hinweis aus der Rubrik "Wissen für kluge Hausfrauen." Ich gehe jetzt den Teig von den Fliesen kratzen. ÖRKS!

22.09.2013

Wählen gehen!

Staatsbürgerpflicht. Demokratie. Höchstes Gut. Und die Gewissheit, egal, wo man das Kreuz macht, es nicht so wird, wie man es erhofft. Vergebliche Liebesmüh? Lassen wir uns überraschen. Um 18 Uhr ploppt die Kiste auf. Mal sehen, welche Figur heraushüpft. Es bleibt schwierig!

21.09.2013

Randbemerkung

Ich empfehle, eine Nacht im eigenen Gästebett zu verbringen. Man merkt sofort, wie schlecht die Matratze ist.

Live aus dem Höllenbett. 

20.09.2013

Unruhige Zeiten

Zur Info: Der alte Mann ist zurück im Altersheim, aber er ist sehr schwach, bekommt noch Sauerstoff und kann nur liegen. So eine doppelseitige Lungenentzündung steckt man im hohen Alter von 93 nicht einfach weg. Er ist außerdem noch sehr verwirrt, erkennt Besucher nicht, will nach Hause und erzählt von seinen ehemaligen Arbeitskollegen, der Militärzeit (vor 70 Jahren!) und spricht mit meiner Mutter, die vor 21 Jahren verstorben ist. Ich bin jeden Tag mit dem Chef bei ihm, und meine Zeit plätschert so dahin. Daher ist hier - leider - Funkstille. Aber es wird sich wieder ändern. Irgendwann.

16.09.2013

Sie und er - Yin und Yang

Der Chef und Frau Noir fahren auf den Parkplatz des Krankenhauses zu. Erst bei der Einfahrt bemerken wir den geöffneten Ticketautomaten, an dem ein Mann arbeitet.

Frau Noir denkt: *Oh schön, da müssen wir heute mal keine Parkgebühren zahlen!*

09.09.2013

Trost

Der Chef geht in dieser Woche wieder arbeiten. Als ich erwachte, war er schon weg. Aber dieser Zettel lag auf seinem Kopfkissen. Er ist so lieb, dieser Mann!

07.09.2013

Der Lauf des Goldes 5.0

Vor ca. drei Wochen drückte mir der alte Mann seinen Ring in die Hand. Ich sollte ihn noch einmal zum Juwelier bringen, er könne ihn so nicht tragen. Bei genauerer Betrachtung wußte ich auch warum:


"Was hast du denn damit gemacht?"
"Narf, narf, ich bin mit dem Rollstuhl drüber gefahren, narf"
"Ich glaube, der ist hin, den wird man nicht mehr reparieren können"
"Siehste! Ich habe ja gleich gesagt, dass der Juwelier mich damals besch...en hat!"

Ich werde das gute Stück aufbewahren und zu meiner Exotensammlung hinzufügen. Niemand wird später einmal glauben, was das "Schmuckstück" für eine Geschichte hat.

05.09.2013

Tränen

Sie haben mich angerufen und mir mitgeteilt, dass man dich ins Krankenhaus bringen wird. Das Krankenhaus rief später an und fragte, ob eine Patientenverfügung existiert und ob ich die vorbei bringen kann. Außerdem soll ich, bevor ich in das Krankenzimmer gehe, Kontakt mit dem Arzt aufnehmen.

Du hast mir in der letzten Woche am Donnerstag schon nicht gefallen. Du sahst irgendwie so blass aus und brachtest vieles durcheinander, weintest, weil du kein Geld finden konntest. Du hast abenteuerliche Geschichten über eine Geburtstagsfeier mit dicken Kellnerinnen und den Fußpfleger, der pro Fuß 150 DM genommen und alles blutig geschnitten hat, erzählt. Wir haben dein Geld in deinem Zimmer im falschen Schrank gefunden und du hast dich auf die nächste Tasse Cappuchino gefreut, die du nun bezahlen kannst. Jetzt sitze ich im Auto und mache mir auf dem Weg zu Dir ernsthaft Sorgen.

Der Arzt bedankt sich für die Patientenverfügung, erzählt mir etwas von einer Lungenentzündung, Nierenversagen, Wassereinlagerungen und Herzproblemen. Erklärt die Vorerkrankungen und betont das hohe Alter. Bevor ich das Krankenzimmer betreten darf, muss ich mir einen grünen Kittel und Gummihandschuhe anziehen sowie einen Mundschutz benutzen. Du liegst allein und isoliert, das Piepen und Blubbern der Geräte empfängt mich im halbdunklen Raum.

Du liegst auf dem Rücken, den Oberkörper etwas erhöht, und schläfst. Klein und grau und zusammengefallen, die Haut wie Papier, im Krankenhaushemdchen und nur mit einem Bettbezug zugedeckt, kämpfst du um jeden Atemzug aus der Sauerstoffmaske. Ich berühre dich an der Schulter, du öffnest die Augen und schaust mich mit leerem Blick an. Du musst dich erst zurechtfinden, weißt nicht, wo du bist und erkennst mich nicht. Ich nehme den doofen Atemschutz ab und lächle dich an. "Hallo, Papa!" Du willst trinken und reden, aber die Sauerstoffmaske ist dir im Weg. Ich nehme sie kurzerhand ab, du trinkst Wasser aus der Schnabeltasse und nennst mich Simone. Du schaut mir lange in die Augen, und ich sehe deine Angst. Ich streichle deine Hände, weine ein bißchen und gehe wieder, als du erneut eingeschlafen bist.

Ich hoffe, der alte Mann gewinnt auch diesmal wieder den Kampf um sein Leben.

15.08.2013

Fäkalienphobie

Habe heute in der zweiten 2. Woche in Folge während des Kaffeetrinkens dem ausführlichen Bericht des alten Mannes über Konsistens, Farbe und Geruch seines anhaltenden Durchfalls lauschen müssen. Empörte Zwischenrufe meinerseits wurden wegen des fehlenden Hörgerätes nicht wahr genommen. Im Gegenteil, Art und Spuren der "Flitzekacke" in seiner Unterhose und späteren Windel wurden ganz genau beschrieben. Als ich dann an seiner, die Kuchengabel schwingenden rechten Hand deutlich Spuren entdeckte, war es mit meiner Selbstbeherrschung leider vorbei. Ich war dann etwas lauter, er hat mich ohne Hörgerät verstanden.
Den Chef hatte es schon am Montag und Dienstag erwischt, er schien sich angesteckt zu haben und ging freiwillig mit einem Eimer zum Sterbesofa.
Seit wir heute wieder zu Hause sind, ist mir übel. Der Kater benutzte dann auch noch unter Gasalarm seine Katzentoilette, und nun liege ich aus psychologischen Gründen mit Bauchkneifen und Schüttelfrost im Bett. Er hat mich zum Abschied auch noch geküßt! Ich werde nie wieder aufstehen können!
Dies habe ich im Liegen auf meinem iPod geschrieben. Bitte entschuldigen Sie eventuelle Fehler. Ich versuche jetzt mit einer Riechflasche unter der Nase zu schlafen. Örks.


13.08.2013

Gedanken über Bretter und Tomaten

Sie hat mich herausgefordert. Leider habe ich es erst gestern Nacht gesehen. Da bin ich einmal nicht mit dem Blog beschäftigt, (Ich hatte wichtigeres viel zu tun, ich musste mich um die Steuer kümmern. Örks.) schon steht da ein Brett in meinem Vorgarten. Zugegeben, ein sehr schönes Brett. Ok., Alex, ein Deal ist ein Deal, hier sind meine Balkontomaten im Wäschekorb vom Sperrmüll. Man beachte die Kreativität!


Diese Dame möchte unbedingt meinen Papagei sehen. Darum kann man ihn hier auch gleich bewundern. Er ist das Werk eines meiner Kinder aus längst vergangenen Zeiten, und er macht gute Laune beim Wäsche aufhängen. Denn der Balkon ist 7 Meter lang und zwischen den Tomaten und meiner Kuschelecke steht der Wäscheständer, den ich aus Gründen nicht zeige. Moritz Kontrolletti mußte natürlich schauen, was ich draußen treibe. Könnte ja sein, dass es ungesetzlich und ein unerhörter Vorgang ist, den er melden muss.

Weil Alex es mir so schön vorgemacht hat, habe ich auch ein wenig gedacht. Nämlich daran, dass hier schon lange nichts mehr vom alten Mann berichtet wurde. Nicht, dass er nicht mehr da wäre. Ganz im Gegenteil, seine "Kopfschüttelgeschichten" halten die ganze Familie auf Trab, besonders den Chef und mich. Allerdings unterhält er sich bei unseren Besuchen fast ausschließlich mit dem Chef. Eine wunderbare Story werde ich demnächst posten, aber man kann schon jetzt darüber schmunzeln, dass er meinen (!) Standventilator im Heim verschenkt hat, weil es in den letzten Wochen nicht warm genug dafür war (!!) und das Ding "immer nur rumstand". Örks.

An meine Freundin habe ich auch gedacht, der ich versprach, mich nach dem intensiven Studium meines Kalenders bei ihr zu melden. Tut mir leid, meine Süße, ich habs verpennt. Leider ist die Woche mit Deinem Geburtstag und dem runden Hochzeitstag schon vom Chef verplant. Vielleicht danach? Federweißer? Ich liebe Kryptik!

Gedacht habe ich auch an N. (m) und seine Familie, die umgezogen sind. Leider waren sie mal wieder enttäuscht von uns. Aber wie sagt N. (m) immer so schön: "Dann ist das eben so." Ich kann an der Situation nichts ändern. Das waren traurige Gedanken, die es aber auch mal geben muss. Sagte ich schon, dass ich Kryptik liebe?

Zum Schluß denke ich an das wunderbare Konzert, dass wir am Sonntag unter freiem Himmel auf einer Wiese in Klappstühlen sitzend in netter Gesellschaft genossen haben. Diese vier Herren waren so freundlich,  unser provinzielles Dorf aus Berlin zu besuchen und uns musikalisch nach Irland zu versetzen. Der Chef war mehr als begeistert! Wer Irish Folk mag und die Gelegenheit hat, sollte sich die Band unbedingt anhören. Slàinte!

08.08.2013

Weltkatzentag

Und an so einem Tag sollte man auch mal an die Felinen denken, die nicht mehr unter uns weilen.

07.08.2013

Homestory

Meiner Meinung nach ist es ja so, dass es überhaupt niemanden interessiert, aber ich öffne trotzdem meine Balkontür für die geneigte Leserschaft. Warum? Weil ich ihn schön finde und mich darüber freue, dass er so geworden ist. Und weil ich mein Bad nicht zeigen kann. Das ist nämlich nicht shabby im eigentlichen Sinn, sondern mehr so retro, oder doch mehr curry...

Hier der Balkon:


Auf der anderen Seite stehen Tomaten und es hängt ein Bild von einem Papagei. Kein Foto, sondern ein gemalter Papagei. Im roten Rahmen. Sehr schön. Falls es jemand sehen möchte, ich liefere es gerne nach.

28.07.2013

Knäckebrotdesign

Wir verabschiedeten uns auf dem Parkplatz der Waldgaststätte von unseren Freunden und Bekannten. Wir hatten einen wunderbaren Tag mit gutem Essen und Trinken zusammen verbracht, nun wollten wir die 100 km zurück nach Hause fahren.

27.07.2013

Das lila Ding

Irgendetwas hat mich geweckt. Mit geschlossenen Augen versuche ich herauszufinden, was es gewesen sein könnte. Ich höre nichts ungewöhnliches, nur die Vögel beginnen ihr morgendliches Konzert. Es wird so um vier Uhr herum sein. Es ist warm, und obwohl die Balkontür und das Fenster weit geöffnet sind, weht kein Lüftchen herein. Probeweise öffne ich mal ein Auge. Ich drehe den Kopf und schaue nach rechts.

23.07.2013

Wieder daheim.


Aber eigentlich wäre ich viel lieber noch dort. *Seufz* Immer diese "schnellen" Tage, die so rasch vorbei sind. Dafür ziehen sich andere Tage wieder wie Kaugummi.....

12.07.2013

Betriebsferien

vom 13. bis 20. Juli 2013

11.07.2013

Bommelzimmer

Bommelzimmer

Hier ist es nun, das Foto von meinem Bommelzimmer. Leider ist dieser fabelhafte Begriff nicht von mir, sondern von diesem Herrn . Herr Hans hat aber keine Ähnlichkeit mit Herrn Bommel, der über meine Tür wacht. Und falls doch, dann eher zufällig. Die Bommel an der Tür des Bommelzimmers von Herrn Hans sieht auch ein klein wenig anders aus als meine. Aber irgendwas ist ja immer. Hauptsache, Herr Hans und ich wissen, was bebommelt werden soll. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke, wer weiß das schon so genau? Schließlich sind die Türen geschlossen...


Meiner Hand geht es übrigens noch nicht so gut, ich leide still vor mich hin. Der Chef ist die ganze Woche nicht da, N. (w) und Little L. sind abgereist und ich bin hier sooo allein. Gut das wenigstens der Kater noch hier ist. *heul*

02.07.2013

Kleine Pause

Guten Tag meine Damen und Herren,

bitte setzen Sie hier Ihre gesamte Vorstellungskraft ein und schauen Sie auf eine gefallene Katze.

29.06.2013

Neues aus der Nachbarschaft

Wenn man sich die Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung so anschaut, könnte man Romane schreiben. Und man könnte sich stets und jederzeit so richtig zoffen. Weil ich mich nicht streiten mag, schreibe ich lieber. Zwischenzeitlich sind mir noch mehr Mackeninhaber aufgefallen, und ich denke manchmal, die denken vielleicht auch so über mich?

28.06.2013

Toilettenakrobatik

Die liebe Alex hat mich inspiriert. Sie hat das hier geschrieben, und sofort fiel mir eine Begebenheit ein, die schon vor vielen Jahren geschah und die ich jetzt aufschreiben muss.

Der Chef und ich waren zu einer etwas rustikaleren Veranstaltung mit Tanz eingeladen. Leider wußte Frau Noir davon nichts. Also von der Veranstaltung schon, aber nichts vom Ambiente. Mein Ehegatte weilte schon Tage vorher beruflich am Ort des Geschehens. Mit ihm waren dort noch viele andere Männer, und die dazu passenden Damen sollten mit einem Bus in die norddeutsche Pampa gekarrt werden.

26.06.2013

Aha! 2.0

Der Chef und ich sitzen im Auto und warten an einer roten Ampel. Ich schaue aus dem Fenster und sehe ein Haus, das von oben bis unten mit grünen Blättern bewachsen ist. Es ist kein Efeu und es hat unten am Haus einen richtig dicken Stamm.

"Schau mal, das sieht gut aus. Ob das Ahorn ist?"

"Ne. Sind ja keine Nadeln dran."

"Nadeln? Seit wann hat Ahorn Nadeln?"

"Sag ich doch, sind keine dran."

Die Ampel springt auf grün, und wir fahren los. Der Chef kann das rote Fragezeichen über meinem Kopf nicht mehr sehen, weil er geradeaus guckt. Ok, keine Nadeln. Vielen Dank für das Gespräch!


25.06.2013

Stoffmarkt


Das erste Mal in unserer Stadt. Unglaubliche, dicht belagerte 90 Stände. Näherinnen im Glück, schreiende Kinder, gelangweilte Ehemänner und nur eine Kaffeebude für die armen Kerle. Aber die Stoffe waren viel preiswerter als z.B. im Kaufhaus. Leider nähe ich nicht. War trotzdem sehr interessant und schön bunt.

20.06.2013

Der australische Bottich (nur kein Neid!)

Liebe chat noir,

denke, dass Du - plus einige im Blog-Post erwaehnte Freunde -  eher an diese Groessenordnung  von 'Schuessel'  gedacht hattet, als Ihr den kleinen Mann neidvoll kommentiertet.

Soooo laesst sich 'Sommer-Hitze'  zwar gut ueberstehen, ABER: Arbeit erledigt sich leider auch nicht von selbst dabei - seufz!

Btw.,  don't worry: ist  nur Johannisbeer-Saft mit Sprudel-Mineralwasser zum 'Sekt'  erklaert und 'schoen serviert (auch wenn ich wohl teilweise 'blauer Schlumpf' bin; d.h.,  groessenmaessig bin ich denen zumindest nicht sehr viel voraus ;-)  )

LG, G.

Das Foto wurde mir von G. zur Verfügung gestellt.

19.06.2013

Neid!


Dummerweise passe ich nicht mehr in die Wanne. Auch nicht, wenn ich das Kind heraus nehme. Mist! Aber die Temperatur in unserem Garten wird ohnehin vollkommen überbewertet. Alles eine Frage der Zeit. In 188 Tagen ist Heiligabend. Oh du fröhliche *sing*

16.06.2013

Esther

Es ist Sonntag. Eigentlich nicht der Tag, an dem der alte Mann besucht wird. Er war jedoch in der letzten Woche vom WC gefallen und hatte sich die bereits vor einigen Jahren erneuerten Knie heftig geprellt. Natürlich wurde mir vom Heim telefonisch mitgeteilt, dass er ins Krankenhaus gefahren wird. Natürlich wurde mir vom Heim telefonisch nicht mitgeteilt, dass er am selben Abend ins Heim zurückkehrte. Da ich den Verein die Prozedur schon kenne, rief ich am nächsten Morgen an. Er sei wieder da, und man habe ihn im Krankenhaus auch nicht geröngt, man hätte sehen können, dass es sich "nur" um eine Verstauchung handele. Zu dem Arzt möchte ich auch, wenn ich mal vom Klo auf die Knie fallen sollte. Der hat nämlich einen angeborenen Röntgenblick.

11.06.2013

Keine Zeit



Dieser junge Mann beansprucht zur Zeit meine vollste Aufmerksamkeit. Und ich lasse mich gerne von ihm von allen anderen unwichtigen Sachen abhalten. Schließlich ist er nicht jeden Tag in der 100m²-Welt, dass muss die Oma ausnutzen, wenn Sie verstehen, was ich meine...

30.05.2013

Nostalgie

Gestern nachmittag fuhren der Chef und ich unter einer Eisenbahnunterführung durch. Das fatale an einem "Rückzug" in die Heimatstadt nach mehreren Jahrzehnten ist, dass die Erinnerungen in der Stadt an jeder Ecke zu liegen scheinen. So lag natürlich auch eine unter dieser Brücke. Ich wußte sogleich, worauf er hinaus wollte, als er grinsend "Weißt Du noch?" fragte. Ja, ja, ich weiß es noch. Und er hätte mich auch nicht daran erinnern müssen.

25.05.2013

Happy Birthday Prinzessin! ♥

Jetzt ist es schon wieder ein Jahr her, dass der Opa und ich bei Dir zu Hause waren, um mit Deinem Bruder und Deinen Eltern auf Deine Ankunft zu warten. Es waren wunderbare, warme Tage, fast hochsommerlich. Es schien Dir zu gefallen, denn genau am errechneten Geburtstermin erblicktest Du das Licht der Welt. Du warst das erste Enkelkind, dass wir unmittelbar nach der Geburt sehen durften, und wir waren so stolz auf Deine Mami und auf Dich! Schön, dass es Dich gibt!


Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag, kleine Prinzessin !! ♥♥

24.05.2013

Hot Wheels und "Brrr!"

Frau chat noir fiel in ihrer Eigenschaft als Großmutter vor ein paar Tagen ein, dass auf einem Schrank noch ein Karton mit Spielzeugautos steht, die einmal N. (m) gehörten. Der Chef hat den Karton herunter geholt und dem kleinen L. gezeigt, seither hört man von ihm fast nur noch ein "Brrrrr, brrrrr, brrrrr". Diese Kiste ist z.Zt. der Renner:


Aaaber in der Kiste war unter anderen Schätzchen noch ein Auto, dass selbst jetzt, nach fast 25 Jahren, ein voller Erfolg ist. Der Schneemann wird sich erinnern können, und einige der anderen Besucher vielleicht auch. Ich sah sogar noch die damalige Fernsehwerbung vor mir, als ich das Auto vor die Nase gehalten bekam, weil es plötzlich kaputt war. War es aber gar nicht, und schon fing der Spaß an. Hier das Superauto:


Hot Wheels hießen diese kleinen Wunderdinger, die nach einem Crash mit anderen Kleinstfahrzeugen zerbeulte Türen, Stoßstangen oder Kofferraumdeckel aufwiesen. Und selbst heute noch Faszination beim Kind auslösen. Wie gut, dass die Oma sich erinnert hat!

23.05.2013

Hochzeitstag


Ich kann mich noch genau an das Standesamt erinnern. Wir waren bei strömenden Regen in das Gebäude gegangen. Der Mann, den ich heiraten wollte, saß am Tisch des Standesbeamten und unterschrieb die Urkunde. Er legte den Füller zurück und schaute den Beamten an. Der sagte: "Nun machen Sie Ihrer Frau mal ein bißchen Platz, damit sie auch unterschreiben kann." Und der Chef antwortete: "Welcher Frau?" Kurz, nur ganz kurz habe ich damals überlegt, ob ich wirklich unterschreiben soll. Zum Glück hat der Chef rechtzeitig "Ups!" gemacht, und ich habe das erste Mal mit meinem neuen Namen unterschrieben. Als wir das Gebäude verließen, schien die Sonne.

22.05.2013

Die Qual der Wahl

In regelmäßigen Abständen besucht ein mobiler Krämer in Sachen Schuhe und Garderobe das Altersheim. Dann wird ein Nebenraum mit Kleiderstangen voller altersgerechter Oberbekleidung in den Trendfarben grau und beige vollgestopft. Die ausschließlich weiße Unterwäsche liegt schamhaft versteckt hinten im Regal, wunderbare Nachtwäsche aus Baumwolle in rosa, hellblau oder lindgrün mit Spitzenkrägelchen hängt im Flur, und die Schnellläuferschuhe ohne erkennbaren Absatz sowie Theraphieschuhe im sommerlichen hellbeige zieren ein Regal der Nachtwäsche gegenüber. Ein Augenschmaus schlechthin, begeisterte Omis wühlen sich samt Rollator durch die Wäsche.

17.05.2013

Post vom Finanzamt

Morgens um halb zehn in der 100m²-Welt. Frau chat noir öffnet den Briefkasten. Sofort fällt mein Blick auf den Absender des Briefes, der in einem graugrünblauchanchierenden Recyclingumschlag steckt. Warum müssen amtliche Schreiben immer in diesen häßlichen Umschlägen stecken?

14.05.2013

An der Zapfsäule

Unsere Familienkutsche muss mit Diesel gefüttert werden. Seit sich die Literpreise für Diesel fast stündlich ändern, hat der Chef ein neues Hobby: Sobald wir durch die Gegend rollen und an einer Tankstelle vorbei kommen, wird auf die große Anzeigentafel geschaut. Bei hohen Preisen regt er sich furchtbar auf, bei niedrigen Preisen wird sofort getankt, egal, wieviel das Auto schlucken kann. Zwischenzeitlich hat er sogar potenzielle "Dumpingpreisanbieter", die Marke ist ihm dabei völlig egal. ("Ist doch überall die selbe Brühe drin!") Parole: So günstig wie möglich!

13.05.2013

Achtung, Achtung! Wichtige Nachricht!

Seniorenpark Carpe Diem

13. Mai 2013  11.07 Uhr

Aus dem Seniorenpark wurde gestern berichtet, dass der "Alte Mann" (93) zu einer wichtigen Erkenntnis gelangte: Er wird alt! Er schloß diesen Umstand aus seiner aktuellen Vergeßlichkeit und hofft, dass dieses Phänomen zum Stillstand kommt. Schließlich sind die Beziehungen zu Tanja, der blonden Pflegerin, und Yvette, der brünetten Ergotherapeutin ausbaufähig. Wenn er sie genug angebaggert hat, ziehen sie bestimmt zu ihm und bügeln seine Unterhosen. Das Bloggerblatt wird die Berichterstattung zu gegebener Zeit fortsetzen.                              ch.n.

12.05.2013

Muttertag

Der Chef und ich mussten fünf Jahre warten, bis endlich ein Baby unterwegs war. Es wollte einfach nicht klappen, und man hatte uns ärztlicherseits schon gesagt, dass wir uns keine Hoffnung machen sollten, jemals Eltern zu werden. Das Schicksal meinte es jedoch gut mit uns, und als ich endlich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt, rief ich überglücklich zu Hause an.

03.05.2013

Ich freue mich!

Ich freue mich darüber, dass ich spontan jemanden eine Freude gemacht habe! Alles hat wunderbar geklappt, die Überraschung ist gelungen und wurde sogar dokumentiert. Manchmal ist so ein persönlicher Gruß einfach nötig:


Schönes Wochenende Euch/Ihnen allen da draußen!

30.04.2013

Und wieder ein Balkon

Wie oft in meinem Leben habe ich schon vor dem Fernseher gesessen und auf einen wie auch immer geschmückten Balkon geschaut und darauf gewartet, dass sich die Türen öffnen. Heute also wieder, aber diesmal musste ich unbedingt vor dem TV sitzen, weil "meine Konigin" abgedankt hat. Darum aus gegebenen Anlass:

Liebe Beatrix,

als Du das Amt von Deiner Mutter übernahmst, saß ich auch schon vor dem Fernseher. Du hast damals nicht viel anders ausgesehen als heute, es sind "nur" ein paar Fältchen hinzugekommen. Deine Frisur hat sich in den 33 Jahren Amtszeit niemals geändert und immer perfekt gesessen. Das muss man erst mal hinbekommen!

Kurz nach Deinem Amtsantritt bin ich mit meiner Familie in die Niederlande gezogen. Ich lernte dort nicht nur den "Koniginnentag" und die Bedeutung von "Oranje boven" kennen, sondern war auch erstaunt über die fast unbedingte Treue der Niederländer zu ihrem Königshaus. In den Jahren unseres Aufenthaltes dort wurdest Du auch "meine" Königin, und ich habe Dein Leben in Holland und später von Deutschland aus stets mit Interesse verfolgt.

Ich bin der Meinung, dass eine Mutter ihrem Sohn in Deiner Situation kein schöneres Geschenk machen kann, als rechtzeitig die Amtsgeschäfte zu übergeben. Was daraus werden kann, wenn eine Frau auf ihrem Thron kleben bleibt, sieht man ja an Lisbeth und Karlchen. Du warst sehr weise, ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor Dir!

Ich wünsche Dir, dass Dein Leben als Prinzessin - und vor allem als Oma - auch ohne die Diktatur des Amtes ausgefüllt sein wird, Du zufrieden bist und Deinen heutigen Schritt nicht bereust.

Herzliche Grüße

Deine Frau chat noir

Und gleich geht es in Amsterdam weiter. Ich setze mich jetzt wieder vor das Fernsehen und hänge mein Schild "bitte nicht stören" von außen an die Klinke der Wohnzimmertür. Ich wünsche einen schönen 1. Mai, man sieht sich!

27.04.2013

Aktfoto

Capt'n K. hat damit angefangen. Ich will mich nicht ausschließen und mache mit. Hier ist also das älteste Aktfoto von Frau chat noir. Eventuell vorhandene neuere Auflagen werden hier nicht veröffentlicht, weil sie so aussehen würden wie das dritte Foto. Und wer will sowas schon sehen?

Schönes Wochenende!


26.04.2013

"Vatertag"

"Kann ich Sie mal sprechen?" Laut und fordernd schallt der Ruf der Oberschwesterfeldwebel M. hinter mir her. "Meinen Sie mich?" Blöde Frage, außer mir ist auf dem Flur weit und breit niemand zu sehen, aber der Ton der Frau veranlaßt meine Stacheln, sich sogleich aufzustellen. Bepackt mit einem Korb voller Einkäufe in der einen und T-Shirts und einer Strickjacke in der Originalverpackung in der anderen Hand, drehe ich mich um. Ich versuche ein Lächeln, aber Frau Oberfeldwebel M. guckt mich streng an. Also gehe ich ein paar Schritte auf sie zu. "Ja, bitte?"

24.04.2013

Kam ein Wurfholz geflogen, ließ sich nieder in meinem Blog *sing*

Der ehrenwerte Herr Andi hat mir aus Berlin ein Stöckchen vor die Füße geworfen. Eigentlich ist es kein Stöckchen mehr, sondern eher eine Diplomarbeit, die ganze Aufmerksamkeit sowie Selbstreflektion erfordert. Eigentlich nicht meine Welt, aber dem Herrn Andi zuliebe mache ich mal eine Ausnahme. (Bitte tu das nie wieder, lieber Andi. Danke!)

22.04.2013

Eine neue Nachbarschaftsgeschichte.

Als der Chef und ich die neue 100m²-Welt besichtigten, war es uns nicht möglich, einen Blick in die Garage zu werfen, weil ein VW-Bus mit bunten Gardinen und allerlei Krimskrams an den Scheiben direkt davor stand. Auch bei unseren späteren Besuchen zwecks Renovierung des Hauses und Beförderung von Umzugsgut stand stets dieser blöde Bus davor. Wir konnten auch nicht herausbekommen, wem das Gefährt gehört.

19.04.2013

Der Dauerlutscher

Mal wieder mußte unsere Familienkutsche in die Werkstatt. Sie wollte gerne eine neue Lichtmaschine haben. Wir haben sie gestreichelt und ihr den Wunsch erfüllt. Der Chef und ich fuhren also heute morgen zur Autoreparaturanstalt, und wurden von dort freundlicherweise ins Städtchen gefahren - in einem neuen Auto, dass noch wie neues Auto roch und genau dem Typ entsprach, den der Chef so gerne hätte. Also als Auto meine ich.

17.04.2013

Geträumt

Es klingelt an der Haustür. Ich gehe hin und öffne. Vor mir steht eine größere Menschenmenge: "Überraschung!". Bevor ich etwas sagen kann, gehen sie einer nach dem anderen an mir vorbei, klopfen mir auf die Schulter oder geben mir Wangenküsse. Sämtliche Angehörige der "Sippe" sind dabei, Freunde und Menschen, die ich noch nie gesehen habe. Einer stellt noch schnell sein Fahrrad ab und läuft zu mir: "Das letzte Stück ist ganz schön steil!" Ich schaue ihm verwundert nach und schließe die Tür.

14.04.2013

Grenzüberschreitung

Immer da, wo Menschen miteinander auskommen müssen, gibt es Regeln und Grenzen. Z.B. im Verein, im Beruf, in der Familie, in der Ehe, im Straßenverkehr. Entweder gibt es sie als Gesetz, oder "man" macht das so, weil es aus dem Bauch heraus kommt oder traditionell festgeschrieben ist. Wenn jemand über die Regeln hinausschießt, ist der Ärger meistens vorprogrammiert. So geschehen in der "Sippe", was ich niemals für möglich gehalten hätte. Das macht mich nicht nur traurig, sondern auch sehr betroffen. Ich bin zwar nicht unmittelbar betroffen, aber involviert. Deshalb bin ich auf den Ausgang des Desasters sehr gespannt. Ich hoffe, das Ganze war eine einmalige Grenzüberschreitung. Als ob ich mit dem alten Mann nicht schon genug um die Ohren hätte! Muss das denn jetzt sein?

12.04.2013

Die Zauberschuhe

Auf dem Heimweg von der grandiosen 60iger Jahre Party* fuhren wir mitsamt Sohn bei dem alten Mann vorbei. Dieser freute sich sichtlich über den Besuch des Enkels, die anderen Besucher nahm er gar nicht wahr. Fürs Restaurant war es schon zu spät, wir saßen also zu viert in seinem kleinen Zimmer und er beklagte sich bitterlich über - na was wohl? - sein Geld. Aaarg! Der Enkel hörte zwar geduldig zu, ging aber nicht darauf ein. Er brachte das Gespräch auf die Schuhe des alten Mannes.

06.04.2013

Fast überall Murks.

Frau chat noir quält sich seit Tagen mit einer doofen Erkältung herum. So eine von der Sorte "Kommtnichtrichtig-gehtnichtrichtig". Deshalb bin ich schlapp und müde und habe ich zu nichts so wirklich Lust. Mpff. Aber schon zwei Bücher durch... Sollte der Frühling in der nächsten Woche explosionsartig ausbrechen, ist wohl mit dem vermehrten Flug von Pollen zu rechnen. Das heißt, meine  "normale" Rüsselpest geht dann gleich in Heuschnupfen über. Örks. Das sind ja nette Aussichten.

Ostern war schön. Der Besuch war schön. Die Ostereier hätte man zwar viel besser im Garten suchen können als im Wohnzimmer, dafür wurde im Garten als Ersatz ein Schneemann gebaut (!). Aber ein suchendes Mäuschen mit glücklichem Lächeln über den Päckchenfund hinter dem Sofakissen hatten der Chef und ich auch schon lange nicht mehr.

Der "Kaffeeklatsch" mit der ganzen Familie im Altersheim war nicht nur für die anderen Gäste ein Ereignis... Es kommt dort nicht oft von, dass sich 20 Personen treffen. Und diese Familie ist laut, unruhig und einmalig! Es war super, mal wieder mit fast allen an einem Tisch zu sitzen. Nur der alte Mann konnte sich nicht richtig freuen. Zunächst wußte er nicht mehr so genau, wer die handelnden Personen sind und wer zu wem gehört. Dann saß er schweigend dazwischen, auch, wenn sich jemand zu ihm setzte, um sich mit ihm zu unterhalten.

Gegen Ende ging ich zu ihm, um ihm für April das Taschengeld in bar zu geben. Er riss mir förmlich die Scheine aus der Hand (ich hatte die 100 € extra in 20iger gestückelt, damit er besser damit klar kommt), zählte das Geld und beschwerte sich lauthals darüber, dass es "nur" so wenig sei. Er wollte 150 €, und das wäre auch mit dem Chef so abgesprochen! Ich rief den Chef, und der gutmütige Mensch wurde angesicht der falschen Behauptung so böse, dass ich mich leise verkrümelte. Plötzlich drehte der alte Mann seinen Rollstuhl um und rollte hinaus. Ich lief hinter ihm her, um ihm die Ostergeschenke nachzutragen, die er mir wütend aus der Hand riss. Keine Verabschiedung von niemanden. Ende der Veranstaltung. Sein Enkel fuhr ihn dann im Fahrstuhl nach oben und blieb noch fast eine Stunde bei ihm. Es ging wohl auch dort ums Geld, und ich weiß, dass der alte Mann von ihm noch etwas bekommen hat.

In der Wartezeit erzählte mir eine Kellnerin, dass der alte Mann im Restaurant einen Lieblingstisch hat, an dem er täglich sitzt. Er jagt sogar andere Gäste weg, sollten sie dort Platz genommen haben. Nicht etwa höflich, was ja auch unverschämt wäre, nein, er donnert sie gleich an. Tatsächlich räumen die meisten Gäste das Feld. Er begründet es damit, dass die Angestellte, die von ihrem Büro aus in das Restaurant schauen kann, ihn nicht sieht, wenn er an "seinem" Platz sitzt, und somit seiner Frau (er meint mich) nicht erzählen kann, was er verzehrt. Und auch hier wurde mir erzählt, dass die blonde Frau öfter bei ihm sitzt. Vielleicht sollte ich meine Besuche nicht auf den Donnerstag festlegen, dann läuft mir die ominöse Dame eventuell über den Weg.

Zum Abendessen trafen sich fast alle "Kaffeetrinker" bei meinem Schwager, und wir hatten noch einen lustigen und unbeschwerten Abend. Das hat richtig gut getan. Ich glaube, die Familie sollte sich nicht wieder im Altersheim treffen. Es gibt bestimmt Orte, die, wie soll ich es ausdrücken, nicht so bedrückend sind. Zumal die Rechnung zum Schluß nicht gestimmt hat und obwohl alle schon bezahlt hatten, man von uns fast 30 Euro mehr für Kaffee und Kuchen verlangte.

Am Dienstag rief mich eine Pflegerin an und wollte wissen, ob ich etwas dagegen hätte, wenn der alte Mann in die Stadt gefahren würde. Er wolle sich ein paar Schuhe kaufen, seine jetzigen seien zu eng. Ich wies sie darauf hin, dass der alte Mann teure Therapieschuhe für Rollstuhlfahrer im Schrank stehen hat, die er nicht anzieht. Die wolle er nicht, er wolle Lederschuhe, und er hätte 1000€, davon könne er sich welche kaufen. Er würde gebracht und es würde ihn jemand begleiten und er würde wieder zurück gefahren. Ich habe der Aktion zugestimmt, mich aber wieder furchtbar aufgeregt. Ich weiß genau, dass er keine 1000€ im Heim hat, aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen mit der Pflegetante. Nachher werde ich einen Kontoauszug holen, um zu sehen, was wieder schief gegangen ist. Auf dem Konto war genau die Summe, die das Altersheim abbucht für diesen Monat. Ich denke, der alte Mann wird wirklich dement, und mit den Auswirkungen muss ich klar kommen. Ich habe ihn bis auf Ostersonntag nicht wieder besucht, ich mag einfach nicht. Ich bin dieses ewige Gejammere und Gezanke um Geld so leid.

Im Schlafzimmer ist die Jalousie kaputt, man kann sie nicht wieder heraufkurbeln. Es machte "Plopp" und dann laut "Ratsch" - und hin war sie. Jetzt wird wohl ein Rollo her müssen, denn die Außenjalousien sind nicht nur aus Metall, sondern auch noch sauteuer. Es war schon jemand hier, der Maß genommen hat, und ich warte auf den Kostenvoranschlag.

Das liebenswerte Puschelkätzchen olle Katertier hat in den Korb mit dem Brennholz für den Kaminofen gepinkelt. Natürlich ist die Flüssigkeit durchgesickert, zum Glück auf die Glasplatte vor dem Ofen. Mistvieh! Wahrscheinlich riecht das Holz nach fremder Katze, weil es draußen gelagert wird. Na ja, die Katze ist auch nur ein Mann, der sein Revier markiert. Wie sie halt so sind, die Männer.

Jetzt freue ich mich auf einen schönen Abend, wir sind zu einer Mottoparty eingeladen und ich habe schon eifrig im Kostümfundus gekramt. Das wird bestimmt lustig. Am Sonntag haben wir einen Schlafgast. Der Chef arbeitet in der nächsten Woche, und ich habe freie Bahn zu Hause. Mir wird bestimmt einfallen, welche Bücher ich noch dringend lesen was noch gemacht werden muss, und am Freitag bekommen wir lieben Wochenendbesuch. Und irgendwann dazwischen besuche ich vielleicht den alten Mann.

Sollte man übrigens beim Lesen dieser Zeilen eine Sonnenbrille benötigen, weil es so glänzt und hell schimmert, liegt das daran, dass ich aus versehen meine Haare heute morgen mit Duschgel gewaschen habe und richtig schrubben musste, bis das Zeug wieder raus war. Dafür sitzt jetzt die Frisur locker, flockig, aufsteckfähig. Mpff. Schönes Wochenende!

31.03.2013

Aha!

Der Chef und ich "lustwandeln" durch ein großes Kaufhaus. Getreu meiner weiblichen Aufgabe weise ich ihn auf dies und das hin, ohne ein wirkliches Interesse seinerseits zu bemerken.
Ich halte ihm ein Objekt meiner Begierde unter die Nase:

"Ich glaube, ich werde mir das jetzt kaufen!".

Keine Reaktion. Er übersieht mich und läuft weiter zielstrebig dem Ausgang zu.

"Hallo?"

Nichts. Ich laufe hinter ihm her.

"Hast du nicht gehört?" Er dreht sich um.

"Was?"

"Ich habe dir etwas zeigen wollen, was ich mir kaufen möchte!"

"Warum tust du es dann nicht?"

"Weil ich dich dazu befragen wollte? Aber du rennst hier rum und nimmst mich gar nicht wahr!!"

"Stimmt. Aber ich liebe dich, auch wenn ich dich nicht wahrnehme!"

In diesem Sinne: Frohe Ostern allen da draußen, auch wenn ich Euch "nur" virtuell wahrnehmen kann!

26.03.2013

Ostermarkt im Altersheim

Punkt 14.00 Uhr waren der Chef und ich dort. Im Restaurant erwartete uns schon der mal wieder sehr grummelige, alte Mann. Wir stellten unsere Taschen mit den Einkäufen ab, alles brav nach seiner Liste besorgt. Wir begrüßten ihn freundlich - keine Reaktion. In dem Moment setzte die vom Heim angagierte Sängerin mit übersteuerten Bässen ein: "Zigeunerjunge, Zigeunerjunge, wo bist Du, wo sind Deine Pferdchen...". Leider war an eine Begrüßung/Unterhaltung nicht mehr zu denken. Wir warteten den künstlerisch wertvollen Beitrag und die Beschwerden der anderen Tische hinsichtlich der Lautstärke ab, wandten uns erst der Kellnerin wegen der Bestellung, und dann dem alten Mann zu. Er müsse uns etwas erzählen, dass würden wir nicht glauben! Er hätte von seinem Taschengeldkonto nur 4 Cent ausgezahlt bekommen! 4 Cent! Und er hätte kein Geld mehr! Nur 2 Cent in der Geldbörse! 2 Cent!

Ich schaue ihn an, und ich frage mich, wo wohl die 40 Euro geblieben sind, die er in der vorangegangenen Woche vom Taschengeldkonto abgehoben hat. Ich frage ihn danach, und werde sofort angefaucht. Er habe kein Geld geholt, er habe nur noch 4 Cent! Aber am Mittwoch hatte er plötzlich 35 Euro in seinem Portemonnaie! Er weiß auch genau, wer ihm das da rein getan hat, aber das sagt er uns nicht! Er will mehr Geld! So geht das nicht weiter! Die Serviererin bringt die Waffeln und den Kuchen, und die singende Tante im Dirndl fängt wieder an. Zwar etwas leiser, aber genauso scheußlich. "Wenn der weiße Flieder, wieder blüht...".

Nach drei Liedern ist wieder eine Pause, und wir können die Unterhaltung fortsetzen, zumal wir mit den Waffeln und dem Kuchen fertig sind. Ich sage dem alten Mann, dass die 35 Euro wahrscheinlich noch über waren vom letzten Mal Geld abheben, und dass er mit seinem monatlichen Taschengeld hinkommen muss. Er will nicht mehr, dass das Taschengeld ans Heim überwiesen wird! Die sagen immer, er hat nichts mehr! Er will, dass der Geldbriefträger kommt! Ich schaue ihn schon wieder sprachlos an und überlege, ob es heute überhaupt noch einen Geldbriefträger gibt, und wenn ja, was das wohl an Gebühren kosten würde? Der Chef ist schneller. Einen Geldbriefträger gäbe es heute nicht mehr, und es mache doch keinen Unterschied, wenn Frau chat noir das Geld am Anfang des Monats bar mitbringt. Nein! Er will ein Girokonto bei der Post und der Briefträger soll das Geld bringen! Tatatata! Tusch! Die Elli singt wieder. Ich stehe auf und gehe an die Stände, um Fotos zu machen.


Währenddessen ist der Gesang wieder beendet, und der alte Mann meckert den Chef an, warum er nicht mehr Geld bekommt und wieso ich weggelaufen sei. Wir hätten doch gemeinsam die Stände anschauen können und die Fotos würden ohnehin nichts, man könne sie noch nicht einmal in ein Album kleben. Der Chef kommt zu mir und bittet mich, einen Auszug vom Taschengeldkonto machen zu lassen. Ich gehe zur Verwaltung und muss dort zum wiederholten Male hören, dass der alte Mann sich nicht gut benimmt und alle bösartig angrummelt. In der Ecke stehen und nicht auf den Schulhof dürfen haben anscheinend nichts gebracht. Böser Junge!  Ich kaufe mir ein gefilztes rosa Schweinchen und ein Armband mit glitzernden Blüten, mache weiter Fotos und gehe dann in aller Seelenruhe zurück zum Tisch.

Ich komme mit dem Auszug zurück und zeige dem alten Mann, dass er am 12.3. vierzig Euro abgehoben hat, und am 21.3. die restlichen 12 Euro. Nun sind noch 34 Cent drauf. DAS STIMMT NICHT! DIE BETRÜGEN IHN! UND ER WILL SEIN SPARBUCH! Ich versuche noch einmal ihm zu erklären, dass mehr als 100 Euro im Monat nur für ihn allein - ohne die zahlreichen wöchentlichen Wünsche - zur Zeit nicht möglich sind. Und dass das Geld auf dem Sparbuch für wichtigere Dinge als Kaffee und Cappuchino aufgehoben werden soll. Was denn wäre, wenn z.B sein Fernseher kaputt ginge? Und ich sage, dass ich nicht jedesmal, wenn ich ihn besuchen komme, mit ihm über Geld diskutieren möchte. Dann brauche ich auch nicht mehr zu kommen. Er fährt im Rollstuhl hoch, funkelt mich böse an, fuchtelt mit seinem Zeigefinger vor meiner Nase herum und schreit: "DAS BRAUCHST DU AUCH NICHT MEHR!":

Ich hole tief Luft. Ich packe meine Sachen zusammen. Ich stehe auf und sage, dass ich dann ja auch sofort gehen kann. Ich bitte meinen Mann, die Einkäufe aufs Zimmer zu bringen, sehe aus den Augenwinkeln, dass der gutmütige Chef dem alten Mann 20 Euro zuschiebt, und gehe zur Theke, um unseren und seinen Verzehr zu bezahlen. Die Kellnerin hat den Schluss mitbekommen und schaut mich traurig an. Sie erzählt mir, dass der alte Mann öfter Besuch von einer blonden Frau bekommt, die er von früher kennt. Beim letzten Besuch dieser Frau bekam die Kellnerin mit, wie der alte Mann erzählte, dass er nie Besuch bekäme und keiner Besorgungen für ihn mache. Er wäre so einsam. Die Kellnerin ist dann später zu der Frau gegangen und hat ihr erzählt, dass die Tochter des alten Mannes wenigstens einmal in der Woche käme und stets seine Wünsche erfülle. Ich bedanke mich bei ihr, nehme die Kellnerin in den Arm und gehe.

Um 15.07 Uhr sitzen der Chef und ich wieder im Auto. Ich weine bitterlich.

Happy Birthday!

Alles Gute zum 16. Geburtstag, lieber Kater!


18.03.2013

Fünfzig!

Herzlich willkommen liebe Anna Pantoffelschnecke - Du bist die Nr. 50 bei den "Followern". Ich freue mich, dass es "schon" so viele Nachbarn aus Kleinbloggersdorf sind, die hier sichtbar mitlesen. Die Unsichtbaren kann man ja nicht zählen... Aber auch die Sichtbaren sind manchmal unsichtbar, sie haben zwar einen "Namen", aber keinen oder keinen für mich zugänglichen Blog. Das finde ich schade, ich wüßte schon gern, wer sich hinter so manchem Avatar verbirgt...

Heute war ich mit Mörchen zum Tierarzt. Er sah nach meiner längeren Abwesenheit gar nicht so gut aus, und er schien Schmerzen zu haben. Leider bekommt er von dem Katzensitter keine Medikamente, nicht weil der Katzensitter nicht mag, sondern weil der Kater nicht will. Und er frißt offenbar zu wenig, wenn ich nicht da bin. Medikamente und eine volle Schale Futter nach der anderen konnte ich "liefern", aber die Schmerzen schienen erheblich zu sein. Und mal wieder hatte ich recht, und mal wieder waren es die Zähne. Nun wurden drei der Übeltäter gezogen, der Zahnstein entfernt und auch gleich die Krallen geschnitten. Er ist ein alter Kater, der sich nicht mehr viel mit seiner Körperpflege und dem Kratzbaum beschäftigt und sich von mir die Krallen nicht schneiden läßt. Das hat zur Folge, dass er an vielen Dingen mit den Pfötchen hängen bleibt, Panik bekommt und die ganze Wolldecke hinter sich herzieht. Nun schlummert er in seinem Lieblingssessel, es scheint ihm besser zu gehen.

Damit habe ich mich übrigens beschäftigt, als ich nicht zu Hause war:

Der kleine Mann weiß genau, wohin die Figur muss. Jawoll!

Dies ist eine kleine Dame. Sie wählt gerade die Farbe ihrer Sommergarderobe aus.
Leider wohnen die Zwerge so weit weg, dass ich sie nicht öfter sehen kann.

Jetzt schaue ich mal nach dem Katertier und dann verschwinde ich in mein Schlafgemach. Gleich haben wir schon Morgen...

15.03.2013

Unglaubliche Geschichten

Frau chat noir ist wieder im heimischen Gefilde angekommen. Und weil sie eine brave Tochter ist, besuchte sie auch gestern (Sie wissen schon - Donnerstag) gleich den alten Mann.

Dieser konnte sich nicht so recht über den Besuch freuen, weil ich min-des-tens sechs Wochen nicht bei ihm war (A.M.: "Wo warste denn die ganze Zeit?"  ch.n.: "Auf den Bahamas. Ich hatte tolles Wetter, tolles Essen und super Sex." Was das Unterbewußtsein so mit einem anstellt und wie er mich angestarrt hat *gg). Wir suchten zunächst die "geklaute" Strickjacke in seinem Schrank, die sich verbotenerweise bei den Jogginghosen aufhielt, sortierten Unterhosen aus, die vom dauernden hochziehen bis unter die Arme voller Löcher am Bündchen waren, kramten die leeren Batterien, die in den "sechs Wochen" angefallen waren, aus den Schubladen und diskutierten mal wieder übers Geld. Er hat wie immer nicht genug, und diese Litanei geht mir langsam aber sicher auf die Schnürsenkel. Ich mag nicht in jeder Woche neu erklären, warum und wieso es ist, wie es ist. Örks.

Also fuhren der Chef und ich ihn zur Ablenkung in das Restaurant zum Kaffee trinken. Dort erzählte er uns fantastische Geschichten von den schönen Kellnerinnen, die hier von ihm zuviel Geld nehmen, ganz schlimm sei die "Alte", - Anm. der Red.: die Frau ist mindestens 10 Jahre jünger als ich - und von seiner ganz sicher abgeschlossenen Zimmertür, die bei seiner Rückkehr vom Essen ebenso weit aufstand wie die Türen des zuvor geschlossenen Kleiderschranks. "Einer" war wieder da. Der muss mit ihm eingezogen, aber unsichtbar sein. Ich konnte ihn bei meinen Besuchen jedenfalls noch nie entdecken.

Um ihn auf andere Gedanken zu bringen, kramte ich einen Stift und einen Zettel hervor und fragte nach seinen Wünschen für das nächste Mal. Jaaa, erst musste er überlegen, aber dann gab es doch einige kleine Wünsche:

- Kabelbinder
- Klebeband
- Küchenrolle
- Schmerztabletten
- Süßstoff
- Schokolade
- Kaffee
- Haarspray
- Zahnbürste
- 1 Flaschenträger
- 1 Sonnenbrille
- 1 Duschtuch.

Ganz wichtig sei die Zahnbürste, diese jetzt hätte er ja schon zwei (!) Jahre (Die letzte habe ich vor vier Monaten mitgebracht...), und nun bekomme er sie nicht mehr richtig sauber.  Ich sah ihn an, richtig sauber? Ja, er nehme seine Haarbürste, und damit mache er die Zahnbürste jeden Tag schön sauber, dann wäre nichts mehr drin von der Zahnpasta! Der Chef und ich sahen uns nur kurz an, dann mußte ich mich dringend nach meiner Serviette bücken, die plötzlich von meinem Schoß gerutscht war...

Zum Abschied sagte ich ihm, dass wir ihn in der nächsten Woche am Freitag besuchen werden, weil an dem Tag Ostermarkt im Seniorenheim ist (war nicht gerade eben Weihnachtsmarkt?). Ich kann nicht sagen, ob er das verstanden hat, wahrscheinlich wird er mich bei der Ankunft wieder fragen, wo wir so lange gewesen sind.

12.03.2013

Nächtliche Begegnung

Wenn sich nachts die Wege von Vater, mit einer Taschenlampe ausgerüstet, und Sohn, mit eigenem Sohn auf dem Arm, im Flur kreuzen, dann ist dass fast wie ein Sechser im Lotto. Aber nur fast.

Live zwischendurch aus dem verschneiten, derzeitigen Aufenthaltsort.

04.03.2013

Walking Cat
Melde mich für ein paar Tage aus dem Funkkreis ab.

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Grafik von Millan.net





28.02.2013

Ein sinnliches Vergnügen


Was muss das für ein Gefühl sein, wenn man sich zum ersten Mal Fingerfarbe* auf den nackten Bauch tupft? Lernen mit allen Sinnen - wie schön, wenn man das kann! Niemand sagt das böse Wort "Nein", und er durfte so lange "malen", bis er genug hatte. Danach musste der kleine Mann zwar in die Wanne gesteckt werden, aber das hat ihm auch Spaß gemacht. Ein für ihn sehr erfolgreicher Nachmittag!

*Vielleicht sollte ich dem Chef vom Einkaufen.... - ähhh - ok, war nur so ein Gedanke....

24.02.2013

Singen auf dem Teppich

Das menschliche Gehirn ist schon sehr faszinierend. Es speichert Daten irgendwo in einem Ordner, der noch nicht einmal einen Namen hat und oeffnet diesen sofort bei Bedarf. Dabei hat man selbst den Ordnerinhalt laengst vergessen, ja man ahnt nicht einmal, das diese Datei existiert.

Ich sitze mit meinem kleinen Enkel L. bei ihm zu Hause auf dem Fussboden. Saemtliche L.e.g.o-Steine liegen zwischen uns und wir bauen vor uns hin. Dazu laeuft seine "Tata", also eine CD mit Kindermucke.* Und da passiert es: Es macht sozusagen "klick" und mir fallen zu den Liedern die Texte wieder ein. Warum? Weil meine Kinder diese Musik selbst auf einer Kassette hatten, die auch bei uns vor ungefaehr 5 Jahren, oder sind es gar 10? staendig rauf und runter lief. 

Der kleine Mann sah seine Oma bewundernd an, als sie ploetzlich laut mitsingen konnte. Ueber die Schnecke Schnirkelschnick, Radau im Treppenhaus, den Wigwam-Salat oder die sieben Loeffel, die in den Kakao geruehrt werden. Danke, lieber "Kopf-PC", das hast du gut gemacht. Mal sehen, welche Ueberraschungen du noch fuer mich bereit haelst. Schliesslich ist das nicht die einzige CD hier. Aber bitte denke daran, den Ordner auch wieder zu schliessen - wenigstens nachts!

*Michael Frielinghaus "Sechstes Programm", Edition Wunderwolke, www.wunderwolke.de

23.02.2013

Liebe ist....

...wenn die Gefuehle im Lauf der Zeit nicht abnehmen, sondern staerker werden, wenn Vertrautheit und Freundschaft hinzu kommen.

Du kamst zwar nicht auf einem weissen Pferd in mein Leben geritten, sondern fuhrst in einem Audi 100 in Silbermetallic vor. Du warst auch kein Prinz, sondern hattest statt Strumpfhosen zu unserer ersten Verabredung ein Hemd mit braunem Schlangenprint an (schrecklich, aber hochmodern zu der Zeit), und Deine giftgruenen Socken hatte Deine Mutter fuer Dich gestrickt. Wir gingen zusammen zum ersten Mal Pizza essen, jeder zahlte fuer sich und auf dem Weg zum Parkplatz zeigtest Du mir das Sternenbild des Orion mit seinen hellsten Sternen Mintaka, Alnilam und Alnitak. Du brachtest mich nach Hause, gabst mir die Hand zum Abschied und fuhrst ohne Kuss davon. Du wusstest es noch nicht, aber mir war sofort klar, dass ich mein Leben mit Dir verbringen wuerde.

Das ist heute genau 40 Jahre her. 40 wunderbare Jahre voller Liebe, Vertrautheit und Freundschaft. Dafuer danke ich Dir, und ich freue mich sehr auf die noch kommenden Jahre, die wir hoffentlich gesund und munter gemeinsam verbringen werden. Chef, ich liebe Dich sehr!!

08.02.2013

Eigentlich...

... wollte ich schreiben,

- dass ich mit dem Chef in der vorletzten Woche im Konzert war. Er hatte mir zu Weihnachten die Karten für "The Cavern Beatles" geschenkt. Zunächst war ich ein wenig irritiert, weil die vier Menschen auf der Bühne sichtbar Perücken trugen und ohne Ansagen einfach drauf los spielten. Um mich herum Menschen im "passenden" Alter, die noch sämtliche Texte drauf hatten. Insgesamt ein Konzert mit großem Spaßfaktor, zumal die Akteure sich in Kleidung und Frisuren im Lauf des Abends veränderten und sich der Entwicklung der Band anpassten. Mir fiel erstmal bewußt die musikalische Weiterentwicklung der Beatles von den Anfängen im Star-Club 1960 bis zur Auflösung 1970 auf. Für mich war der absolute Höhepunkt des Abends der Soloauftritt des George Harrison-Darstellers mit "While My Guitar Gently Weeps". Und die Jungs im Puplikum können "Ob-La-Di, Ob-La-Da" noch immer schön laut mitsingen...  Das gelbe Unterseeboot spülte dann zu später Stunde die Besucher aus dem Saal. Insgesamt ein sehr angenehmer Abend, zum Teil mit Erinnerungspotential ^^

- dass wir endlich - nach 21 Monaten - alle Umzugskartons ausgepackt, alle Bilder aufgehängt und das zweite Badezimmer, das bisher als Abstellraum herhalten musste, fertig eingerichtet haben. Auch die Fotowand über unserem Bett ist endlich fertig. Ich habe zwischen Schachteln auf dem Fußboden gesessen und Fotos angeschaut, sortiert, neu verpackt oder gerahmt und an die Wand gehängt oder in der 100m²-Welt irgendwo aufgestellt. Das alles hat viel Zeit in Anspruch genommen, aber es hat sich gelohnt.

- dass der alte Mann zur Zeit ganz friedlich ist. Seine Eigenarten wird er nicht mehr ablegen, und die Donnerstage sind nach wie vor für mich sehr anstrengend. Er fordert ständig, gibt aber nichts zurück. Er kann sich nicht freuen, meckert an allem herum und hat es sich mit fast allen Bewohnern auf seiner Station verdorben. Natürlich sind immer die anderen Schuld. Trotzdem ist es lustig anzusehen, wie er nach wie vor munter die Damen im Restaurant und die Pflegerinnen anbaggert, alle natürlich unter 50 und noch jünger. Dort ist er der charmante alte Herr, dem alle freundlich begegnen. Leider verwechselt er die professionelle Freundlichkeit mit einem Flirt oder mehr und macht sich immer wieder Hoffnungen. Inzwischen kennen die dort arbeitenden Frauen das Problem und verhalten sich dementsprechend. Der Chef ist nach wie vor der Meinung, dass das Verhalten des alten Mannes Mut macht. Es scheine auch mit fast 93 Jahren noch kein Gefühl - vor allem DAS Gefühl - tot zu sein.

- dass ich mich auf eine Reise vorbereite und ohne den Chef 14 Tage in der Lüneburger Heide verbringen werde. Daher ist hier erst mal für eine Weile nichts mehr los. Bleiben Sie mir gewogen!

Edit. 9.2.2013: Und eigentlich habe ich den Rest vom Post vergessen, denn er sollte damit enden, dass ich nicht zum Schreiben gekommen bin. Sonst macht das "eigentlich" in der Überschrift gar keinen Sinn, gelle? Aber ich habe schon gesehen, man hat mich auch so verstanden *gg

20.01.2013

Zuschauer im Film des eigenen Lebens

Vor einigen Tagen waren der Chef und ich in dessen Heimatdorf zu einem 80. Geburtstag eingeladen. Der Jubilar empfing seine Gäste gleich am Eingang des Festsaals, um Gratulationen und Geschenke (er hatte sich Geld für einen Wellness-Urlaub (!) gewünscht) in Empfang zu nehmen. Anschließend wurde man von ihm "platziert". Wir saßen natürlich beim Rest der Sippe eigenen Familie und waren sofort mittendrin in den Gesprächen. Ich saß neben meiner Schwägerin und wir tuschelten uns unsere Meinung über die anderen Gäste - vor allem über die Familie der Freundin des Geburtstagskindes - ins Ohr, ein sehr ergiebiges Material! Gestört wurden wir von der Frage nach unseren Getränkewünschen (Kaffe oder Tee?) und der Ankündigung, dass das Kuchenbuffet eröffnet sei, und wir versorgten uns mit Selbstgebackenem. Für Kuchenfreaks ist der dörfliche Wettkampf um die leckersten Torten ein himmlischer Genuss!

Die winterliche Jahreszeit sorgte dafür, dass ab 15.00 Uhr die Neonröhren im noch spärlich besetzten Saal eingeschaltet werden mussten und die Menschen etwas bleich aussahen (Notiz an mich: Das nächste Mal make up benutzen!). Die Herren waren schon bei den Hopfensäften angekommen, den Damen ging das Gesprächsthema aus, der Kuchen wurde (leider) abgeräumt, Kaffee war "aus". Die Damen lauschten den Gesprächen der Herren über Autos und Fussball und begannen dann eine Unterhaltung übers Kochen und Handarbeiten (zum Glück waren sie noch nicht in dem Alter, sich ausgiebig über ihre Krankheiten zu unterhalten...), für mich nicht unbedingt die Spitzengesprächsthemen (niemand außer mir hat eine Katze...). Die Zeit tröpfelte so dahin. Kurz bevor es langweilig wurde, ging mit Schwung die Saaltür auf und es erschienen Männer und Frauen in Uniformen, vorweg eine Fahne schwenkend.

Die "Festsau" ist schon viele Jahrzehnte in der örtlichen Feuerwehr (kein Wunder, wenn man 80 wird), früher als aktiver Feuerwehrmann, heute als zahlendes Mitglied. Und nun bauten sich links von der Tür der Musikzug und rechts der Ehrenzug auf, der aus ca. 20 Menschen bestand. Viele Gesichter kamen mir bekannt vor, schließlich ist der Chef in diesem Dorf aufgewachsen und wir waren immer wieder hier, auch, als wir nicht in der Nähe wohnten. Der Ortsbrandmeister ließ seine Mannschaft lautstark mit dreimal "Gut Wehr" gratulieren und trug seine folgende Rede etwas leise vor, was den vielen älteren Gästen weiter hinten im Saal ein lautes "Wat hatter secht?" in die Gegend rufen ließ.

Anschließend kam der Musikzug laut und lange zum Einsatz. Und plötzlich war es wieder da, dieses seltsame Gefühl. Ich saß zwischen meiner Familie und dem Chef und den Nachbarn und sah mir selbst zu. So, als sähe ich mir einen Film an und wäre gar nicht wirklich dabei. Es war, als würde ich auf eine Leinwand starren und mir einen Dokumentarfilm über das dörfliche Leben in Deutschland anschauen. Mit dem Ende des musikalischen Vortrages verschwand dieses Gefühl wieder und ich kehrte zurück in meine Wirklichkeit. Die Feuerwehr zog mit gespendeten Bierkisten und lärmender Unterhaltung von dannen.

Weil das Geburtstagskind auch schon viele Jahre Schütze ist, kam gleich darauf von diesem Verein eine uniformierte Abordnung, die vor dem Gebäude drei Schuss Salut knallte schoss. Dazu wurde die Festgesellschaft nach draußen gebeten. Nach diesem Spektakel musste sich die Familie umsetzen, um einen Tisch für die Schützen frei zu machen. Die Feier wurde mit einem warmen Abendessen fortgeführt, das ein ortsansässiges Cateringunternehmen lieferte. Auf dem ehemaligen Kuchentisch wurden Unmengen von Fleisch (Kassler und Rinderbraten), Kartoffeln (gekocht und als "Grateng"), Gemüse (Leipziger Allerlei) und Soße (leicht versalzen, eine für alles) sowie zum Nachtisch grüner Wackelpudding und Vanillepudding mit Sahne angerichtet und los gings! Junge, junge, die meisten Gäste müssen mindestens zwei Stunden zuvor nichts mehr zu essen bekommen haben, so schnell wurde das Buffet gestürmt... aber das Essen wurde nicht wirklich weniger. Es war so viel, dass der Gastgeber mit seiner Familie bestimmt noch drei Tage von den Resten leben konnte.

Zum Ende der Veranstaltung blieben die üblichen Verdächtigen (Familie und Nachbarn) sitzen, sahen zu, wie sich der Saal nach und nach leerte und kamen endlich so richtig in Fahrt. Kein Wunder, stand doch die Flasche Köm (Schnaps) der Einfachheit halber gleich auf dem Tisch. Als die zweite Flasche geöffnet wurde, war das für den Chef und mich das Zeichen zum Aufbruch. Es hatte den ganzen Tag über geschneit, und wir zuckelten langsam durch die nächtliche Zauberwelt nach Hause. Ein Tag im Film meines Lebens war zu Ende.

19.01.2013

Fundstück


Diesen armen beinamputierten Vogel fand ich heute unterm Sofa. (Die Füße hatte ich bereits beim Abschmücken im Weihnachtsbaum gefunden und mich gewundert.) Nun stellen sich zwei Fragen: a) Wie kommt er dahin und b) wer hat ihn oben aus dem Baum geholt? Die eindringliche Befragung des Verdächtigen, der auf frischer Tat bei der Sicherung der Beute ertappt wurde, weil er vor dem Sofa lag und mit langer Pfote versuchte, dass tote Weihnachtstier darunter herauszufischen, ergab trotz intensiver Nachfrage meinerseits lediglich ein unverständliches "Miiauuu". Die Wahrheit wird wohl nie ans Licht kommen. Der silberne Torso schaut nun spielerisch aus einem Blumengesteck hervor. Die kleine schwarzweiße Nase hat ihn schon gefunden. Ich bin gespannt, wohin er den Silberling das nächste Mal verschleppt.