24.10.2013

Kabeljau

Frau chat noir und der Chef nahmen nach einem späten Einkauf im Supermarkt ihres Vertrauens einen ungesunden Imbiss im dortigen Schnellrestaurant ein. Manchmal muss es etwas Herzhaftes aus einer gewerblichen Fritteuse sein. Am Nebentisch saßen vier Männer, die sich laut anschwiegen und die vorbeiziehenden Menschen im Supermarkt beobachteten.

Plötzlich sprach einer: "Kaffee?" Dreistimmige Antwort: "Jau!"

Der Mann stand auf, besorgte vier Kaffee, und kehrte zurück.

"Gut?"  "Jau!"  "Zucker?"  "Jau!"  "Milch?"  "Jau!"

Stille. Plötzlich sagt der Kaffeeholer: "Wißt Ihr, wie der Kabeljau zu seinem Namen gekommen ist?" Die drei Männer schauen ihn fragend an, und ich höre auf zu kauen, damit ich mich besser auf die Antwort konzentrieren kann. "Es schwammen zwei Fische im Meer. Der eine sagte zum anderen: "Pass auf, da liegt ein Kabel!" Der andere antwortete: "Jau!". Und daher kommt der Name Kabeljau!".

Keine Reaktion. Stummes Kaffeenippen. Ich grinse den Chef an, der schüttelt den Kopf und verdreht die Augen. Und dann kommt von nebenan die schlagfertige, dreistimmige Antwort der Männer: "Jau!".

Es geht doch nichts über das unnütze Wissen ^^. Von nun an grinsen wir alle, wenn von Kabeljau die Rede ist.

16.10.2013

Fundstück

Immer noch denke ich darüber nach, ob ich hier alles, was mich bewegt, veröffentlichen kann oder nicht. Ein "Geheimblog" mit Zutrittsberechtigung möchte ich nicht nebenher führen. Natürlich weiß ich, dass hier auch Menschen mitlesen, die anonym bleiben wollen ("Die im Dunkeln sieht man nicht"), und die mir z.T. auch nicht gut gewogen sind oder sich von dem Inhalt meiner Einträge angegriffen fühlen. Aber deshalb aufhören? Niemals. Ich bin also noch immer nicht wirklich weiter gekommen. Und werde es wohl so lassen, wie es ist. Man muss ja auch nicht über alles bloggen, oder?

In einem anderen Blog habe ich einen wunderbaren "Vorspann" gefunden, der die Problematik im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt bringt: http://toujours-moi.typepad.com/toujours-moi/  Der Text könnte auch vom großen Zauberer sein ^^

Märlin Bär bei der Hausarbeit ^^
In den nächsten Tagen wird es hier noch stiller als sonst. Ich besuche nämlich mit dem Chef das Geburtstagskind N. (w) und wir bleiben ein paar Tage. Gehabt Euch wohl, liebe Leute, bis demnächst in diesem Theater!

15.10.2013

Warum es hier so still ist.

Der Chef und ich haben die wöchentlichen Besuche im Altersheim von einem auf drei Tage "hochgeschraubt".

09.10.2013

Herzlichen Glückwunsch!

Mein lieber kleiner Schatzemann,

heute wirst Du drei Jahre alt. Unglaublich! Du gehst schon lange in den Kindergarten, kannst Dich mit mir unterhalten und wir können zusammen spielen. Du bist inzwischen auch ein großer Bruder und passt auf Deine kleine Schwester auf.

Wo ist die Zeit geblieben? Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als Dein Papa mit Dir und Deiner Mama in unsere alte 100m²-Welt kam, mir ein kleines Baby überreichte und sagte: "Darf ich vorstellen, das ist der Schatzemann!"

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Geburtstag mit vielen Geschenken und netten Gästen. Im neuen Lebensjahr wünsche ich Dir Gesundheit, nette Spielkameraden im neuen Kindergarten und viele schöne Tage mit Deiner Familie.

Liebe Grüße, Deine Oma chat noir

November 2010

01.10.2013

Von vertonten Dichtern, Glasböden und einem Einhorn.

Das Konzert gestern war sehr außergewöhnlich und sehr gut. Außergewöhnlich, weil Achim Reichel (@ Juliane: Er ist sehr lebendig! Und er wird im Januar 70 Jahre alt, kaum zu glauben) allein mit seiner Gitarre auf der Bühne saß und über seine musikalische Karriere, unterlegt mit einer "Dia-Show" und natürlich Musik, als "Storyteller" berichtete. Von seiner ersten Gitarre über die Gründung der und den Erfolg mit den Rattles (sie spielten in England zusammen mit den noch unbekannten Stones, den Everly Brothers und Little Richard), der Gründung einer neuen Band "Wonderland" (in der auch Les Humphries Mitglied war, man höre und staune), dem Star Club in Hamburg, der Freundschaft mit den Beatles, seiner Kraut-Rock-Phase bis zu den neu vertonten Shantys. Nach der Pause kamen noch zwei Musiker (Geige und Akkordeon) hinzu und es ging weiter zu der Zeit der vertonten Balladen und Gedichte. Immer im Wechsel von Musik und Erzählungen dauerte das Konzert mit 30 Minuten Pause 3 1/2 Stunden. Es war kurzweilig und angenehm, die Zeit war im Nu vorüber. Ein wunderbarer Abend!

Auf dem Weg nach Hause berichtete ich dem Chef von einem Telefonat, das ich am Nachmittag geführt hatte und in dem es u.a. um eine Seilbahn ging, deren Kabinen zum Teil mit Glasböden ausgestattet sind. Bevor ich mich über meine Bedenken bzw. Überlegungen  hinsichtlich des Mitfahrens in so einer Kabine äußern konnte, kam von links: "Prima, da kann man den Frauen unter den Rock gucken!". Gut, dass wir drüber gesprochen haben (@ Muhge: Streiche Prima!, setze Knorke! Wir werden es sehen...)

Und weil ich neugierig bin und lieb gefragt habe, bekam ich auch eine Antwort und der nette Paterfelis hat für mich das Einhorn in seinen Blog gestellt. Vielen Dank dafür, ich finde es sehr gut gelungen, es schaut aus, als wollte es sich mit dem Betrachter unterhalten. Wirklich ein Zaubertier, schade, es lebt versteckt bei seinem Besitzer...  ;-)

Weil es dem alten Mann wieder besser geht, und ich nicht jeden Tag mehr zu ihm muss, verabschiede ich mich hier und heute für ein paar Tage Urlaub aus Kleinbloggersdorf. Wir werden bei guten Freunden schöne Tage verbringen, die, das weiß ich schon jetzt, wieder viel zu schnell vorbei gehen. Aber erst mal freue ich mich darauf. Der verehrten Leserschaft wünsche ich ein wunderbares Wochenende mit schönem Herbstwetter und viel guter Laune. Bis die Tage!