27.05.2014

Kaum zu glauben...

... aber es ist 40 Jahre her!

10.05.2014

Keine Zeit

Gestern morgen hatte ich einen Arzttermin. Da der Chef gerade mal wieder arbeitet, musste ich mit dem Bus in die große Stadt fahren. Dummerweise halten sich öffentliche Verkehrsmittel (meistens) an einen Fahrplan. Ein Blick auf die Uhr ließ mich in meinen Bemühungen hinsichtlich meines Aussehens schneller werden. Muss ja nicht gleich jeder sehen, dass ich auf dem Dorf wohne. Ich versuchte also, meine Haare hinzutüddeln. Der Versuch scheiterte an einem Haargummi, dass sich so mit den Haaren verknüpperte, dass ich es herausschneiden musste. Zum Glück krümmte ich dabei den Haaren kein Haar, nur das Gummi war danach ziemlich tot. Ich glaube, ich muss mal ein bisschen von meinen Haaren abschneiden lassen. So ca. 20 cm. Aber dazu habe ich gerade keine Zeit. Wie zum bloggen. Irgendwie sind die Tage gerade mal wieder breiter als lang. Es wird aber wieder besser, keine Frage. Man liest sich. 

03.05.2014

Behördenkram - und kein Ende in Sicht



Einwurfeinschreiben

XXX -Krankenkasse
Servicezentrum
12345 X - Stadt



Ihr Schreiben vom 14.11.2013 / 73200-3 - 533036197;
XXX-Service-Karte – Befreiung von Zuzahlungen für das Jahr 2014 für den alten Mann, geb. 16.7.1920

Hier: Antrag auf Erstattung der zuviel geleisteten Zuzahlungen nach § 61 i. V. m. § 62 SGB V für das Jahr 2014


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater ist am 18.2.2014 in X - Stadt verstorben. In meiner Eigenschaft als Betreuerin habe ich Ihnen gegenüber meinen Vater in den letzten Jahren in allen persönlichen Angelegenheiten vertreten. Mir wurde am 21.6.2007 von ihm eine Vorsorge/Generalvollmacht erteilt, die über seinen Tod hinaus gilt, und die Ihnen auch in Kopie überlassen wurde.

Nach Eingang der Zahlung von 188,80€ übersandten Sie mir mit o.a. Schreiben für meinen Vater Ihre Service-Karte zur Befreiung von Zuzahlungen für das Kalenderjahr 2014. Diese Karte hat mein Vater 1 ½  Monate lang allein genutzt.

Am 4. April 2014 habe ich bei Ihnen telefonisch angefragt, ob die ab März bis zum Jahresende nicht verbrauchte Vorauszahlung erstattet werden kann. Man sagte mir die Übersendung des Formulars „Erklärung zum Antrag auf Erstattung der zuviel geleisteten Zuzahlungen nach § 61 i. V. m. § 62 SGB V für das Jahr 2014“ zu und versicherte mir, dass meine Anschrift vorliege, da mir ja bisher als Betreuerin Ihre Briefe zugestellt wurden.

Am 14.4.2014 rief ich erneut in Ihrer Geschäftsstelle an, um mich nach dem Verbleib des Formulars zu erkundigen. Eine Überprüfung ergab, dass ein Schreiben an mich am 4.4.2014 abgesandt worden war. Da  es mich nicht erreichte, sagte man mir noch einmal die  Übersendung des Vordrucks zu und verglich sogar mit mir am Telefon meine Adresse.

Am 28.4.2014 habe ich persönlich in Ihrer Geschäftsstelle vorgesprochen, da bis dahin noch immer kein Brief von Ihnen bei mir eingegangen war. Dort stellte sich heraus, dass Sie meinen Vater (!) angeschrieben hatten, weil Ihnen meine Anschrift nicht bekannt sei und er diese mitteilen möge.

Der versprochene Vordruck wurde mir ausgehändigt. Gleichzeitig teilte man mir mit, dass meine Vollmacht in Ihrem System gelöscht wurde, da mein Vater verstorben sei. Die  Suche nach seinen Unterlagen in der Geschäftsstelle blieb erfolglos. Ich durfte das vor Ort von mir ausgefüllte Formular nicht sofort abgeben, da ich die Vollmacht noch einmal in Kopie vorlegen soll. Man gab mir den Vordruck „Erklärung...“ zurück. Weil ich nicht noch einmal den Weg von der 100m²-Welt nach X - Stadt zurücklegen möchte, um die Vorsorgevollmacht (6 Blätter DIN A 4) bei Ihnen kopieren zu lassen, wurde mir ein Antwortfreiumschlag in Größe DIN C 6 mitgegeben.

Ich bin nach dem sehr frustierenden Besuch in Ihrem Hause zum Seniorenpark  Carpe Diem gefahren, in dem mein Vater bis zu seinem Tod gelebt hat. Ich konnte nicht glauben, dass Sie im April einen Brief an ein im Februar verstorbenes Mitglied versenden und wollte dem nachgehen. Man bestätigte mir, dass ein Brief der XXX zwar eingegangen, aber mit dem Vermerk „Empfänger verstorben“ zurückgesandt worden war. (Vielleicht klären Sie Ihren Mitarbeiter auch darüber auf, dass das „Carpe Diem“ nicht die Firma meines Vaters war.)

Ich kann auch nicht glauben, dass ich Ihnen noch einmal die Vollmacht meines Vaters vorlegen muss. Denn den Antrag auf Erstattung der zuviel geleisteten Zuzahlungen stellt ja nicht mein verstorbener Vater, sondern ich stelle ihn als alleinige Erbin. So lege ich auch den Satz: „In diesem Zusammenhang wurde mir erläutert, dass nach derzeitiger Rechtsauffassung nur der Erbe im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) die Auszahlung der genannten Zuzahlungsbeträge beantragen kann.“ in Ihrem Vordruck aus. Ich habe mich deshalb entschlossen, Ihnen keine Kopie der Vollmacht zu übersenden. Sollten Sie diese jedoch tatsächlich benötigen, geht Sie Ihnen auf Anforderung selbstverständlich zu. Meine Anschrift haben Sie ja nun wieder.

Mit diesem Schreiben (und gleichzeitigem Antrag auf Erstattung, der hoffentlich formlos gestellt werden kann) übersende ich Ihnen die geforderte „Erklärung...“. In der Hoffnung, dass ich mein Anliegen endlich auf diese Weise mit Ihnen klären konnte, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Frau chat noir