09.09.2014

Notiz an mich

Nie wieder nachts ohne Licht ins Badezimmer gehen! Warum? Deshalb! Örks!

05.09.2014

Wer war das?

Schon vor einiger Zeit stellte ich hier fest, dass es Herbst wird. Ermuntert durch die Aussage dieser Nachbarin, dass langsam Dauerherbst angesagt ist, suchte ich meine Herbstdeko hervor. In liebevoller Kleinarbeit passte ich die Wohnaccessoires der kommenden Jahreszeit an. Ich habe die Kramerei sehr genossen (ich darf das, ich bin eine Frau!), hatte aber einen sehr schönen, großen Pilz aus Keramik übrig. Irgendwie passte das Teil nirgends mehr hin, und so beschloss ich, ihn draußen aufzustellen.

Den vermeintlich guten Gedanken setzte ich in die Tat um und wählte einen Platz unter Tannen, den ich vom Küchenfenster aus einsehen konnte. Noch beim Aufstellen dachte ich, vielleicht sollte ich den Pilz mit einem Stock sichern, denn er war hohl und das Gelände ein wenig abschüssig. Da aber eigentlich niemand an die Stelle kommt, habe ich es gelassen.

Heute morgen war er weg. Der ganze Pilz, beim Blick aus dem Küchenfenster verschwunden. Ich ging der Sache nach und marschierte in den Garten. Auf dem Weg unter dem Aufstellungsort lag er, in 100 Teile zerbrochen. Und daneben - kleine Häufchen. Die Losung konnte ich noch nicht identifizieren, dazu muss der Chef einen Jägerblick darauf werfen. Ich tippe auf Waschbär. Na, der wird sich ordentlich erschrocken haben, als er das offenbar leckere Pilzmahl zu sich nehmen wollte und das Ding den Hang herunterkullerte und mit Radau zerbrach. Offensichtlich schlug ihm der Schreck so richtig auf den Darm...

Und die Moral von der Geschicht': Begehre fremde Pilze nicht!

02.09.2014

Schön wars!


Das war eine Geburtstagsfeier von der Sorte, an die man gern zurück denkt. Alles hat gestimmt, das Restaurant, das Essen, die Musik, die Gäste. Es wurde gegessen, gequatscht, getrunken, getanzt, gelacht, gesungen. So soll es sein!

Der Chef hat - wie bei fast allen Familienfeiern - eine Rede gehalten. Diesmal für mich, und weil sie so schön war, möchte ich sie meinen Lesern nicht vorenthalten:

Rede zu chat noirs Geburtstag.

Man hat mich - wie meistens - gebeten, eine Rede zu halten. Diesmal für chat noir.

Nun, was kann man über eine Frau an ihrem 30.+ Geburtstag, denn bekanntlich werden Frauen nicht älter, sagen?

Daher habe ich mich entschlossen, keine Rede zu halten, sondern ein Märchen zu erzählen.

Es war einmal vor langer, langer Zeit ein kleines Mädchen in der großen Stadt. Es hieß eigentlich chat noir, wurde aber immer "die Gänsemagd"* genannt.

Anmerkung der Redaktion: Aus Urheberrechtsgründen wurde der Name verfälscht.

Es wohnte bei seinen Eltern vor den Toren der großen Stadt in der Großen Landstr., hatte eine Wasserstelle, genannt Swimmingpool, im Garten und lebte zumeist... glücklich und in Freuden.

Liebe Gäste, wenn Ihr hört: Lebte zumeist... könnt Ihr alle ergänzen ... glücklich und in Freuden. Wir üben das jetzt mal: Lebte zumeist... glücklich und in Freuden  ...prima gemacht!

Als das kleine Mädchen älter wurde, sagten ihre Eltern, es solle nicht mehr Gänse hüten, sondern neue Gänsehüter suchen und vermitteln. Daher ging es zu ihrer Lehr- und späteren Arbeitsstelle und arbeitete dort zumeist... glücklich und in Freuden.

Eines Tages trat ein junger Mann in ihr Leben. Er hütete zwar keine Gänse, sondern junge Männer, aber er gefiel ihr trotzdem. Sie sagte zu ihrer Mutter am ersten Tag, als sie ihn kennenlernte: "Den heirate ich - obwohl er dies nocht nicht weiß.". So geschah es und sie lebten zumeist... glücklich und in Freuden.

Bald sollten die beiden an ein neues Gewässer ziehen - Gänse und die Gänsemagd tun so etwas - und sie zogen nach Hannover an den Maschsee, um dort zu leben. Sie taten das in ihrer ersten Wohnung und lebten dort zumeist... glücklich und in Freuden.

Dann jedoch entschied der Obergänsehirte der Firma, bei der der junge Mann arbeitete, dass es wieder Zeit für einen Ortswechsel sei und schickte die Beiden an den Rand des Reinhardswaldes zwischen Fulda, Weser und Diemel. Dort - im Märchenland der Gebrüder Grimm- fühlten sich die Beiden wohl und lebten dort zumeist... glücklich und in Freuden.
Schon ein Jahr später ging es an den Baldeneysee, um dort die Gänse zu hüten. Sie zogen deshalb nach Essen. Dort begann chat noir, die Gänsemagd, zu brüten und N. (w), das erste Gänschen, wurde geboren. Sie lebten also zu dritt in Essen zumeist... glücklich und in Freuden.

Der Obergänsehirte fand, dass mehr Wasser nötig sei. Er schickte die kleine Gänsefamilie an den Rhein nach Düsseldorf. Dort wohnten sie in Ratingen, bauten ein Nest und die Gänsemagd fing wieder an zu brüten. Das Ei hieß N. (m) und war ein echter "Dumeklemmer" - ein Ratinger Daumenklemmer. Es gefiel ihnen dort und sie lebten also zu viert zumeist... glücklich und in Freuden.

Gänse sind Zugvögel und ziehen am Ende des Sommers weiter. So auch unsere Gänsefamilie. Sie verflog sich aber - es ging nicht nach Süden, sondern nach Westen - und sie landeten in den Niederlanden. Dort gab es sehr viel Wasser. Es gab auch einen Teich in einem großen Gelände. In dessen Nähe bauten sie wieder ein Nest - das erste Mal alleine in einem Haus - und die Gänsemagd konnte sich bald mit      - Chude middag
                                      - Smaklig eten
                                      - Sinterklaas kapoentje
mit den einheimischen Gänsen unterhalten. Es gefiel ihnen - wie den meisten Gänsen - gut in den Niederlanden und sie lebten zumeist... glücklich und in Freuden.

Eines Tages war die schöne Zeit vorbei. Der Wind trieb die vier Gänse nach Norden. Am großen Wasser - genannt Nordsee - fanden sie eine neue Heimat. Die beiden kleinen Gänslein mussten in die Schule um schnattern und flattern zu lernen. Das konnten sie gut und lebten mit ihren Eltern zumeist... glücklich und in Freuden.

Dann wurde es mal wieder Sommer und die Gänsefamilie musste wieder nach Süden ziehen. Sie zogen wieder an den Rhein. Diesmal weiter nach Süden - an einen Nebenfluss, die Erft. Dort in Bergheim hatten sie sogar einen kleinen Teich unten im Haus - ich meine natürlich Nest - in dem sie immer plantschen konnten wann sie wollten, und sie lebten dort zumeist... glücklich und in Freuden.

Nach drei Jahren suchten sie ein neues Gewässer und landeten wieder am Maschsee in Hannover. Die Gänsemagd wurde wieder sehr aktiv und übernahm in einem Verein verschiedene Ämter. Ihr gefiel dies sehr gut und sie lebte dort zumeist... glücklich und in Freuden.

Da die Gänsefamilie noch nie im Osten war, zog sie weiter nach Berlin an den Wannsee. Dort konnten sie sogar mit einer Busfahrkarte Boot fahren. Sie hatten ein schönes Nest, und die Gänsemagd beschloss - nach längerem guten Zureden - wieder als Gänsemagd zu arbeiten. Sie hütete die schwarzen Gänse mit Beffchen, die oft in Kirchen schnattern. Sie fand dies sehr gut und lebte zumeist... glücklich und in Freuden.
Nach 4 1/2 Jahren rief der Obergänsehirte die Gänsefamilie an den Rhein zurück. Zuerst zu den Industriefackeln in Wesseling und dann in die schöne Stadt Bonn. Dort fanden die Gänslein ein neues Zuhause. Die schwarzen Gänse mit Beffchen - zuständig  für die Segnung der Fleckentarnenten - riefen die Gänsemagd in Bonn in das Haus des Kopekenscheichs der schwarzen Gänse. Es gefiel der Gänsemagd sehr gut und sie lebte dort 7 Jahre zumeist... glücklich und in Freuden.

Dann zogen der Kopekenscheich und die anderen schwarzen Gänse nach Berlin. Die Gänsemagd war sehr traurig und schmollte. Doch bald hörte auch ihr Ganter auf zu arbeiten. Sie beschlossen, in die große Stadt zurückzuziehen. Sie konnten dies, da ihre Gänslein, N. (w) und N. (m) schon flügge waren und das Nest verlassen hatten. Sie suchten eine neue Bleibe und fanden sie an einem rauschenden Wasser. 

Dort hütet die Gänsemagd nun ab und zu die Gössel ihrer Gänschen, möchte viele Ausflugsfahrten machen und will immer wieder an das große Wasser der Nord- oder Ostsee.

Was ist die Moral von diesem Märchen?

Chat noir, die Gänsemagd, hat bislang ein interessantes Leben gehabt und weiterhin interessantes Leben liegt noch vor ihr. Sie ist keine Gans, sondern ein besonders liebenswerter Mensch. Sie kann schnatterich sein, in sich versunken, und z.B. wenn sie stickt, furchtbar genau. Sie liebt alle Gössel, genannt Enkelkinder, und hätte sie gern öfter um sich. Sie ist heute etwas älter geworden - wenn man sie als Gänsebraten essen müsste, wäre sie wohl etwas zäh... Aber sie hat noch immer ein schönes Gefieder, schnattert munter und lebt in ihrem neuen Nest zumeist... glücklich und in Freuden.

Dir, liebe chat noir, noch einmal alles Gute zum Geburtstag, bleib so wie Du bist und lebe weiter... glücklich und in Freuden!

Damit ist das Märchen aus.