24.11.2014

Werbung 2.0

Aha! DAS Angebot kann ich mir nicht entgehen lassen!

21.11.2014

Werbung

Ich schaue mir ausnahmsweise mal die Werbung im Fernsehen an, anstatt in der Zeit die Spülmaschine oder den Trockner auszuräumen oder zur Toilette zu gehen oder den Getränkenachschub zu organisieren. Diesmal fiel mir nichts Sinnvolles ein, also blieb ich sitzen und hängen. Nämlich an einer Werbung für ein Medikament, mit dem man Grippe bekämpfen kann. Und zwar Grippe bei Pinguinen. Leider gehöre ich nicht zu der Zielgruppe, für die dieser Spot gedreht wurde, denn ich halte keinen Pinguin im Haus, weil ich denke, dass die Badewanne zu klein ist, und dann immer dieser Fischgeruch in den Räumen! Und für mich wäre es auch zu kalt, schließlich verträgt so ein Tier keine Wärme, und ohne Heizung im Winter komme ich bestimmt nicht aus. Der Garten wäre auch für das Tier nicht geeignet, ich habe nämlich keinen Pool dort. Also: Kein Pinguin im Hause chat noir, auch keiner mit einem roten Schal. Nachher denken die Nachbarn noch, dass das Tier eine hier nicht näher bezeichnete Partei wählt! Und überhaupt, wäre ein Pinguin allein glücklich? 

Es könnte natürlich sein, dass die Medizin auch von Menschen genommen werden kann, davon hat aber im Fernsehen keiner was gesagt...

11.11.2014

Zur Ruhe kommen

Der Chef ist nach drei Monaten beruflichen Aufenthalts in der Hauptstadt wieder zu Hause. Wenngleich er auch seit Montag noch mal eine Woche arbeitet, er kommt aber ganz normal am Abend heim und ist präsent. Das ist schon mal viel besser als allein sein. 

Am Sonntag haben wir den gemeinsamen Abend sehr genossen - der Chef stieg nicht ins Auto und fuhr für eine oder auch zwei Wochen weg. Wir gingen statt dessen um 17.00 Uhr in eine alte Klosterkirche zur Hubertusmesse. Die Kirche war mit Büschen, Tannengrün und Laub ausgeschmückt, auf dem Weg zum Eingang stand auf jeder Stufe eine Laterne mit brennender Kerze. Jeder Besucher erhielt an der Kirchentür eine eigene Kerze, die später am Licht der Altarkerze entzündet wurde, das Licht wurde Reihe für Reihe weitergegeben. Es war eine wunderbare, heimelige Atmosphäre. Man konnte zur Ruhe kommen und innehalten. Und man konnte sich dafür bedanken, dass alles gut gegangen ist in den letzten Monaten. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Jagdhornbläserchor begleitet.  Beim Carillon (wird von Jagd- und Parforcehörnern unterschiedlichster Tonlagen gespielt und klingt wie Glockenläuten) erinnerte ich mich gerne an die Hubertusmesse im vergangenen Jahr, die wir zusammen mit meiner Freundin und ihrem Mann bei schönstem Herbstwetter im Hof einer alten Burg feierten. 

Etwas lauter ging es dann bei einem Konzert an einem anderen Ort zu, wir genossen eine Country Band und bewunderten den spontanen Auftritt von Line Dancern. Der Wilde Westen scheint nicht weit weg zu sein - und es war die richtige Einstimmung fürs Square Dance. Ab nächsten Montag geht es wieder los, ich bin gespannt, was ich vergessen habe, wahrscheinlich muss ich mit allen Schritten neu beginnen *seufz*. Aber dann hat uns unser gemeinsames Leben hier wieder. 

08.11.2014

Wehmut

Es muss 1971 oder 1972 gewesen sein, als mein Vater beschloss, mir einen Mann zu suchen. Er hatte bald einen geeigneten Kandidaten gefunden, einen seiner Arbeitskollegen. Dieser spielte Handball (wie mein Vater in jungen Jahren), und er war ein Arbeiter (für meinen Vater ganz wichtig: "Kind, du darfst nie vergessen, woher du kommst!!"). Hinzu kamen seine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft, sie zeichnete ihn als meinen zukünftigen Ehemann geradezu aus, und der Altersunterschied von sieben Jahren. Er war halt "schon erwachsen".

Ich hingegen hatte einen jungen Mann ins Auge gefasst, der nach meiner Vorstellung schon rein äußerlich und natürlich altersmäßig besser zu mir passte. Ich schwärmte zu Hause so vor mich hin, und durfte prompt nicht ausgehen. Drei Wochen keine Disco am Samstag (andere Tage waren ohnehin tabu, und "um 22 Uhr biste wieder zu Hause!!"), danach war mein Schwarm auf und davon, zumal er nichts von meinen geplanten Annäherungsversuchen ahnte (er hatte lange schwarze Haare und trug eine weiße (!) Schlaghose. Eine.weiße.Schlaghose.).

Dafür durfte ich mit dem Handballer für drei Tage nach Berlin zu einem Turnier. Die ganze Mannschaft flog dorthin, und ich ließ mich schon am Flughafen allein bei mir völlig unbekannten Menschen unterbringen, um nicht mit meinem Begleiter in einem Zimmer (vielleicht auch noch in einem Bett?) schlafen zu müssen. An die Zeit in Berlin kann ich mich kaum noch erinnern, wir müssen aber viele Stunden in einer Turnhalle in der Nähe des Funkturms verbracht haben (Sie wissen schon - Handballturnier. So was kann dauern.). Nach unserer Rückkehr aus Berlin gab ich jedoch allen Beteiligten klar zu verstehen, dass dieser Mann niemals mein Ehemann werden würde. Die gemeinsam verbrachte Zeit reichte völlig aus, um zu erkennen, dass der Altersunterschied viel zu groß war. Sieben Jahre! Ich habe den Mann nie wieder gesehen. 

Als der Chef und ich vor drei Jahren hierher zogen, fiel mir, als wir durch das Dorf fuhren, in dem der Handballer damals wohnte, die Geschichte wieder ein. Da wir immer mal wieder dort lang fuhren, dachte ich jedesmal an ihn und überlegte, was wohl aus ihm wurde?

Vor ein paar Tagen las ich in der Zeitung, dass er gestorben ist. Er hinterließ eine Frau und zwei Söhne. Er ging viel zu früh, schließlich war er nur sieben Jahre älter als ich...

07.11.2014

Stille

Nächtliche Ruhe. Es rollen viel weniger Züge im Tal. Von mir aus kann das so bleiben. Wer braucht schon nachts diesen Lärm?