25.12.2015

Frohe Weihnachten!

Hallo Ihr da draußen, ich wünsche allen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit Kerzenglanz und Kekskrümeln auf dem Teppich!


Das ist unser Baum in diesem Jahr. Wie jedes Jahr der Schönste, den wir je hatten :-)

13.10.2015

Ich könnte...

- hier mal wieder was Schreiben,
- meine Kreuzsticharbeit zu Ende bringen,
- Fenster putzen,
- den Garten winterfest machen,
- Kartons aus dem Keller ausmisten,
- die Fotos auf dem PC sortieren,
- Blogs lesen und kommentieren,
- mit Freunden telefonieren,
- 6 Wochen alte Geburtstagspost beantworten,
- die Winterreifen vom letzten Auto verkaufen.

Ich habe...

- keine Lust.

23.08.2015

Geht doch!

Andere Stadt, andere Hotelkette. Wie sich trotzdem die Bilder gleichen... 


Aber diesmal hat die Anzahl der Decken, Kissen und Handtücher gestimmt ;-)


10.08.2015

Finde den Fehler

Der Chef und ich waren mal wieder "streunern" (dieser Begriff ist bei einem Nachbarn aus Kleinbloggersdorf geklaut). Im Vorfeld buchte ich ein Zimmer in einem uns schon bekannten Hotel über dessen Website. Der Zimmerpreis wurde umgehend vom Kreditkartenkonto abgebucht. Als wir das Zimmer später bezogen, bot sich uns folgendes Bild:


Mein erster Gedanke war positiv, nettes Zimmer. Wir richteten uns ein und zogen zu unserer Verabredung los.

Als wir spät in der Nacht zurück kamen und das Bett aufdeckten, fiel uns auf, warum es so schmal war. Es gab nämlich nur eine Decke und ein Kopfkissen - man hatte uns ein Einzelzimmer gegeben. Ein Blick in die Buchungsunterlagen verriet mir, dass der Fehler nicht bei mir lag. Ich hatte ein Doppelzimmer gebucht und auch bezahlt. Der schnuckelige junge Mann von der Rezeption half uns aus der Klemme und lieferte Decke, Kissen und Handtücher (ich hatte noch gar nicht bemerkt, dass auch die nur für eine Person vorhanden waren) nach. 

Aber das Frühstück war perfekt - und weil in Buffettform, auch genug für zwei Personen. Ja, ja, wenn einer eine Reise macht...

29.07.2015

Minibar

Der Chef und ich sind unterwegs. Zwei Nächte im Hotel. Es ist warm, sehr warm. Vor dem Balkon plätschert im Garten angenehm ein Brunnen. Das Geräusch macht irgendwie Lust auf kaltes Wasser, schwimmen und trinken, das wäre gut. Der Chef meint, wir könnten unser mitgebrachtes Wasser in der Minibar kühlen, dazu müssten wir nur ein paar der dort vorhandene Flaschen aus dem Kühlschrank nehmen. Ich schaue mir auftragsgemäß den Schrank unter dem Schreibtisch an, den er für die kleine Bar hält, und schaue nach dem Öffnen der Tür auf eine weitere schwarze Tür, die wie ein Safe aussieht. Ich bekomme die Tür nicht auf. "Hier ist kein Kühlschrank." Der Mann liegt auf dem Bett und liest. Ohne den Blick vom Buch zu nehmen weiß er, dass dort der Kühlschrank sein muss. Ich versuche wieder, die schwarze Tür zu öffnen. "Hier ist aber kein Kühlschrank!" Er schaut über das Buch hinweg auf das Schränkchen und beharrt darauf, dass dort die Minibar sei. Die blöde Tür will einfach nicht aufgehen. "Wenn ich sage, hier ist kein Kühlschrank, dann ist hier auch kein Kühlschrank!!" Plopp. Die Tür geht auf, vor mir der Kühlschrank voller Flaschen und Snacks. Der Chef lässt das Buch sinken und schaut mich wortlos an.   Ich räume ein Fach leer. "Wenn ich sage, hier ist ein Kühlschrank, dann ist hier auch ein Kühlschrank! Habe ich ja gleich gesagt!" Ich frage mich, warum der Chef so grinst. Muss wohl ein lustiges Buch sein.

16.07.2015

Traurig

Heute ist Dein Geburtstag. 95 Jahre alt würdest Du. Wir hätten bestimmt bei Deinem Lieblings-Griechen gefeiert und am Ende hättest Du wie immer ein bisschen gemeckert, weil irgendetwas nicht so war, wie Du es gern gehabt hättest. Der Chef und ich haben im Seniorenheim Dir zu Ehren Kaffee getrunken und Erdbeerkuchen gegessen, wir saßen an Deinem Lieblingstisch. Danach haben wir Dich besucht. Herzlichen Glückwunsch, alter Brummbär!

Wir lieben und vermissen Dich!

04.07.2015

Moderne Zeiten

Sehr geehrtes Tageszeitung,

stellen Sie sich vor, Sie wechseln aus Gründen Ihre Bank. Sie bekommen im neuen Bankhaus Ihres Vertrauens naturgemäß eine andere Kontonummer, die man für Sie freundlicherweise auch gleich zur IBAN hinfummelt. Damit ausgerüstet machen Sie sich fröhlich ans Werk und teilen den Menschen, die Ihr Bestes, nämlich Ihr Geld, haben möchten, den DE-Zahlenwurm mit.

Wenn Sie Glück haben, können Sie diese Mitteilung über das Internet erledigen. Nämlich dann, wenn Ihr Geschäftspartner eine Website hat. Das funktioniert eigentlich problemlos. Eigentlich. Es sei denn, Sie geraten, so wie ich, an eine, nennen wir es mal nett, verbraucherunfreundliche Internetseite. Sie suchen und suchen nach der Möglichkeit, Ihre vorhandenen persönlichen Daten hinsichtlich der Kontoverbindung zu ändern. Sie finden dazu nichts und müssen sich obendrein bei jedem Seitenwechsel mit Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort wieder neu anmelden. 

Nach gefühlten fünf Stunden und leichten Erschöpfungserscheinungen füllen Sie letztendlich das Kontaktformular aus und teilen lapidar mit, dass Sie eine neue Bankverbindung haben. Sie möchten aber den DE-Zahlenwurm aus Sicherheitsgründen nicht einfach so in die www-Welt schicken und fragen deshalb an, ob Sie die Änderung schriftlich mitteilen sollen/können.

Nach kurzer Zeit erhalten Sie eine E-Mail, in der man Ihnen mitteilt, Sie möchten die neue Kontonummer bitte schriftlich per Post oder telefonisch mitteilen. Aus eben genannten Sicherheitsgründen entscheiden Sie sich gegen ein Telefonat und für einen altmodischen Brief, der in dieser streikbelasteten Zeit sogar befördert wurde. Denn etwas später bekommen Sie wieder eine E-Mail, die in der Anlage ein Formblatt enthält, mit dem Sie Ihre neue Bankverbindung per SEPA-Lastschriftmandat mitteilen möchten. Natürlich bittet man Sie, das ausgefüllte Original mit der Post zu schicken.

Früher - ja früher hätten Sie eine Postkarte mit der neuen Kontonummer und der dazu passenden Bankleitzahl abgeschickt und die Information wäre völlig ausreichend gewesen.  Aber da gab es ja auch noch keinen PC, keine IBAN, keine BIC und kein SEPA-Lastschriftmandat. Heute, in den modernen Zeiten, suchen Sie erst in einer Website, schreiben dann eine E-Mail über ein Kontaktformular und anschließend zwei Briefe. Ganz kurz blitzte in meinem Hinterkopf auf, warum man das Formular nicht einfach auf der Website zum herunterladen anbietet, um es dann ausgefüllt per Post abzuschicken - aber das ist wohl zu einfach.

Sie bekommen dann in den nächsten Tagen einen Brief von mir. Wenn die Post nicht streikt.

Mit freundlichen Grüßen
 Ihre Frau chat noir

15.06.2015

Aufgeschnappt

Wir bummeln durchs Städtchen und landen in einer Buchhandlung. Ich schaue  mir in der Nähe des Eingangs die Neuerscheinungen an, als ein Mann mit einem etwa 11jährigen Mädchen das Geschäft betritt. Sie gehen direkt an den Kassentresen.
"Was kann ich für Sie tun?"
"Wir möchten ein Buch kaufen!" 
Warum wundert mich dieser Wunsch in einer Buchhandlung jetzt nicht? 
"Welches Buch soll es denn sein?" 
"Das wissen wir nicht..."
 Na, Bücher gibt es hier genug. Wird sich wohl eins finden lassen!
"Da kann ich Ihnen auch nicht helfen. Zu welchem Zweck benötigen Sie denn das Buch?"
"Ja, meine Nichte hier, die ist zu Besuch. Und ich denke, lesen kann ja nicht schaden. Also brauchen wir jetzt ein Buch."
Man entschwindet zu Dritt in die Kinderbuchabteilung. Ich treffe meine Auswahl bei den "Herz-Schmerz-Taschenbüchern", weil mir gerade danach ist und gehe zur Kasse. Ich komme dazu, als der Mann mit dem Mädchen den Laden verläßt und höre noch:
"So, jetzt lieste das mal schön und dann kannste mir erzählen, was drinsteht in dem Buch!"
Ah ja. Lesen bildet bekanntlich, ob das auch aus zweiter Hand funktioniert?

05.06.2015

Die Traubengeschichte

Unser Kühlschrank war leer. Der Chef und ich beschlossen also, einkaufen zu gehen. Vorher wollten wir aber dem Supermarkt unseres Vertrauens angeschlossenen Bäcker einen Besuch abstatten und frühstücken gehen.

Der Chef belegte schon mal unsere Stammplätze und ich bestellte an der Theke das "Bäckerglückfrühstück" für uns. Es wurde frisch als Tellergericht angerichtet. Als gesunde Beilage lag auf jedem Teller eine Handvoll dicke blaue Trauben. Leider sahen sie nicht so appetitlich aus, wie ich es es erwarte. Sie waren zwar knackig, aber irgendwie nicht frisch. So ungewaschen mit einem Grauschleier halt. Das veranlasste mich zu der Frage, ob die Trauben gewaschen seien.

Die junge Bäckereifachverkäuferin sah mich lange an. Dann klärte sie mich darüber auf, dass sie die Trauben so geliefert bekämen. Zweiter Anlauf meinerseits: "Und haben Sie die Trauben gewaschen?" "Die bekommen wir so geliefert." "Von wem?" "Von der Fa. Fruchtglück. Sie sind im Schlauch verpackt." "Aha. Den machen Sie dann auf und nehmen Trauben heraus." "Ja." "Und waschen Sie die Trauben dann?" "Die bekommen wir so geliefert." Eine weitere Diskussion erschien mir zwecklos. Ich drehte mich um und ging mit meinen Tellern zum Tisch. Und ich konnte nicht daran glauben, dass irgendjemand in der Kette von der Rebe bis zu meinem Teller die Trauben gewaschen hat.

Der Chef guckte auf die Trauben. "Ach, guck mal, heute haben sie aber mal schönes Obst als Beilage!" Ich schaute ihn an. Er lächelte erfreut und begann seine Trauben zu essen. Wortlos schob ich ihm meine auf den Teller. "Magst Du die nicht?" "Nein, Ich glaube, die sind nicht gewaschen." "Na und? Schmecken aber sehr gut." "Ja, sie bekommen sie hier so geliefert."

30.05.2015

Kryptisches


Für "Antönnchen"

06.05.2015

Hurra! Sie streiken wieder!

Es ist fast unheimlich still da draußen. Kein Güterzug rollt vorbei, sonst fahren sie nachts im 15-Minuten-Takt. Je nach Wetterlage hört man das Geratter fast gar nicht oder sehr laut. Und nun diese Stille. Der Wind steht so, dass man aus dem Bett heraus die Waggons zählen könnte. Nur heute Nacht hört man lediglich den Wind. Von mir aus können sie noch lange streiken. Ich fürchte nur, wenn sie wieder arbeiten, wird es noch lauter. Weil man sich an die Ruhe gewöhnt hat. Und so sieht jeder einen Streik aus einer anderen, seiner ganz persönlichen Sicht. 

02.05.2015

Für Hans

Bitte, das Beweisfoto:

01.05.2015

Der Blumenspezialist

Freitags ist Wochenmarkt in unserem Dorf. Der Chef und ich besuchen den Markt regelmäßig. 

In der letzten Woche erwarben wir bei unserem Lieblingsgärtner Tomatenpflanzen für den Balkon. Sie werden auch in diesem Jahr in einem Kübel stehen, theoretisch die Mücken fernhalten und praktisch Früchte tragen. So ist der Plan. Der Gärtner hatte außerdem rosa Ranunkeln im Angebot, Schnittblumen fürs gemütliche Heim. Da diese Blumen zu meinen Lieblingsblumen zählen, nahm ich einen Strauß mit. 

Zu Hause angekommen, legte ich diesen in die Küche, um eine Vase zu holen. Auf dem Weg dorthin klingelte das Telefon. Ich nahm das Gespräch an und quatschte ein bisschen länger. Mein lieber Gatte rief mir nach dem Gespräch aus der Küche zu, ich müsse jetzt aber dringend meine Furunkel ins Wasser stellen. Ok., er denkt wenigstens mit. Übrigens steht der Strauß noch immer und sieht aus wie frisch aus dem Garten. 

11.04.2015

Menschen im Hotel

Der Roman von Vicky Baum stand im Bücherregal meines Großvaters. Gelesen habe ich ihn bisher nicht, aber immer wenn ich in einem Hotel übernachte, fällt mir der Titel ein.
Heute morgen saß ich allein am Frühstückstisch. Der Chef mußte schon um sieben Uhr los, dazu hatte ich keine Lust. Schließlich bin ich "nur" die Begleitung... Ich ging also später und wählte einen strategisch günstigen Tisch, von dem aus ich den gesamten Speisesaal übersehen konnte und ging einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach - Menschen beobachten. Das Hotel hat 327 Zimmer, es bot sich also reichlich Gelegenheit dazu.
Am Nachbartisch saßen zwei ältere Ehepaare, die sich während des Frühstücks unterhielten. Die Tische stehen so nah beieinander, dass man die Gespräche um einen herum mitbekommt, ob man will oder nicht. Wahrscheinlich fällt das sonst nicht auf, weil man zu zweit ist und sich selbst unterhält. Jedenfalls weiß ich jetzt alles über die Vorzüge kleiner Hörgeräte, kenne die gesundheitlichen Probleme von einem der Männer und lernte die Namen der Enkel der beiden Paare kennen, die alle einen Ausbildungsplatz haben.
Länger als geplant blieb ich sitzen, irgendwie stellten die vier eine besondere Art von gemütlicher Atmosphäre her. Und sie waren in ihrer Art spannend, nicht nur ihre Unterhaltung. Menschen im Hotel eben.

10.04.2015

Lieber da als hier?



Der Chef und ich fahren in der schwarzen Kutsche auf der A 7 Richtung Süden, ich begleite den Mann zu einer Tagung. Als ich den Verkehr in der Gegenrichtung betrachte, denke ich darüber nach, ob vielleicht gerade jetzt in diesem Moment Merlin( http://zaubermann.blogspot.de/2015/04/albers-calling.html?m=1 ) in seiner Bessy vorbeifährt. Gerne würde ich auch in die andere Richtung fahren. Ich tröste mich, ich bin dafür ohnehin zu wenig blond, zu alt und vor allen Dingen zu - fett (ja, ja, würde nie jemand sagen. Ist aber so.) Also freue ich mich auf das Ziel im Süden. Schönes Wochenende Euch allen! Egal, was Ihr macht, bleibt sauber!

05.04.2015

Vom Leben lernen

Der Chef und ich besuchten heute im Nachbardorf erstmalig ein Restaurant, um beim Osterbrunch zu testen, ob es uns gefällt. Wenn man die örtliche Gegebenheit berücksichtigt, war das Ambiente in Ordnung. Das Essen war der Gegend angepaßte Hausmannskost, geschmacklich sehr gut und genug für einen Saal voller Menschen. Und die waren ja mal wieder so was von spannend...
Aber das wollte ich gar nicht schreiben, es geht hier heute um ein Hemd. Nicht um das hellblaue des Chefs, sondern um ein weinrotes 80iger-Jahre Modell eines Gastes. Der hatte das Pech, genau in meiner Blickrichtung zu sitzen. Und so konnte ich in aller Ruhe beobachten, dass es für einen Gast, dessen Hemd die selbe Farbe wie die Westen und Kochjacken des Personals aufweist, ein - sagen wir mal interessanter Vormittag werden kann. Ich verstehe nicht, warum der Mann so früh aufgebrochen ist. Er hätte die Bestellungen nicht alle abweisen , sondern am Ende kassieren sollen. Ich fürchte nur, dass das Trinkgeld bei seinem Benehmen nicht sehr üppig ausgefallen wäre.
Ich denke, das Lokal besuchen wir wieder. Leckere Küche, dörfliches Interieur und angenehme Unterhaltung, was will man mehr, zumal die Preise ok sind. Ein ganz kleines bisschen hat mich nur gestört, dass der Wirtin, die von Tisch zu Tisch ging und sich erkundigte, ob alles zur Zufriedenheit sei, der vordere linke untere Schneidezahn fehlte. Fiel aber nur beim Lachen auf. Ehrlich!

Frohe Ostern!

01.04.2015

Er und ich

"Schau mal, jetzt gibt es die Rosinenbrötchen ohne Rosinen!". Der Chef wedelt mir mit einem Beutel unter der Nase herum. "Schön." "Aber du magst doch keine Rosinen!" "Nein, mag ich nicht." Pause. "Dann nehmen wir die Brötchen ohne Rosinen." "Ich mag die Brötchen aber auch nicht." Pause. "Es sind doch keine Rosinen drin!" Ich habe den Einkaufswagen dann mal weiter geschoben. Und wen es interessiert: an der Kasse lag ein Beutel Brötchen MIT Rosinen auf dem Laufband. Ich frage mich ja immer, wer mir die Waren in den Wagen legt, die gar nicht auf meiner Einkaufsliste stehen...

21.03.2015

Ohrgeräusche

Am Dienstag war in unserer Tageszeitung zu lesen, dass das menschliche Ohr otoakustische Emissionen aussendet (auch die Ohren von Vögeln und Echsen, nur der Vollständigkeit halber). Aus unbekannten Gründen tritt der vom Ohr abgehende Schall bei Frauen etwas häufiger auf als bei Männern. Für mich ist ganz klar warum das so ist: Frauen reden eben mehr als Männer, auch mit den Ohren. Und sie haben gerne das letzte Wort. Würde man die abgehenden Geräusche verstärken, klängen sie wie ein Pfeifen und wären bei manchen sogar mehrstimmig. Ich kann mir genau vorstellen wie sich das anhört, mein Tinnitus ist nicht anders, eben nur innen und nur für mich hörbar. Zum Glück. Aber die Aussage "du piepst wohl" bekommt nun eine ganz andere Bedeutung.

19.03.2015

Traum

Warum Frau Merkel ihre Weingläser unbedingt in meiner Küche spülen musste, weiß ich wirklich nicht. Aber sie scheint mir zu vertrauen, denn sie kam ohne Personenschützer. 

01.03.2015

Der Anruf

Das Telefon klingelt, und der Chef nimmt den Anruf entgegen. Er hört konzentriert dem Anrufer zu, und an seiner Körpersprache kann ich sehen, dass es niemand ist, den er kennt. "Ich gebe Ihnen mal meine Frau, die hat das gemacht!". Aha, also wirklich niemand, den er kennt. Ich bekomme den Hörer in die Hand gedrückt und melde mich. "Guten Tag Frau chat noir, hier spricht die Telekom. Sie haben ja einen Festnetzanschluss bei uns und sie beziehen auch Entertain von uns. Nun ist es so, dass wir in Ihrer Gegend das Glasfasernetz erneuert haben und Sie in den Genuss von schnellerem Internet kommen können. Außerdem können Sie, was bisher ja nicht möglich war, HD-Fernsehen schauen UND gleichzeitig Sendungen in HD-Qualität aufnehmen. Diese verbesserte Leistung bieten wir Ihnen für 5,00€ mehr im Monat an. Möchten Sie Ihren Vertrag erweitern?"

Schnell denke ich darüber nach, ob ich wirklich ein schnelleres Internet benötige. Eigentlich nicht, ich lade weder Filme noch Musik herunter, und mir ist es auch egal, wie schnell oder langsam sich meine E-Mails öffnen. Aber das mit dem HD-Fernsehen klingt gut. Man kann nämlich wirklich nicht HD-Qualität gucken und gleichzeitig einen Film aufnehmen. Also stimme ich der Erweiterung zu.
Der nette junge Mann belehrt mich zu den AGB, nimmt darüber ein Tonbandprotokoll auf, sichert mir einen schriftlichen Bescheid zu und verabschiedet sich freundlich.

Am nächsten Tag klingelt das Telefon, und zufällig ist wieder der Chef schneller als ich. Er lauscht in den Hörer, verweist auf mich, reicht mir das Mobilteil und tippt sich vor den Kopf. "Guten Tag, hier spricht Frau chat noir." "Guten Tag, Sie sprechen mit Frau XYZ von der Telekom. Sie haben gestern einer Erweiterung Ihres Produktes zugestimmt. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass diese Erweiterung in Ihrer Gegend technisch noch nicht möglich ist. Der Vertrag kann von unserer Seite aus nicht erfüllt werden und ist daher hinfällig." Ich bin sprachlos - und das kommt wirklich nicht oft vor. Ich bedanke mich für die Information, lege auf und gucke den Chef an. Der tippt sich wieder vor den Kopf und geht in den Garten.

Am darauffolgenden Tag piepst mein Festnetztelefon. Ein merkwürdiges Geräusch, und ich schaue nach, was das war. Das Gerät teilte mir mit, dass eine sms eingegangen sei, und ich musste ein bisschen fummeln, weil die sms auf einer Anderen als der von mir benutzten Leitung lag. Als ich sie öffnete, staunte ich doch sehr:
"Sehr geehrte Kundin, Ihr Änderungsauftrag ist bei uns eingetroffen. Vielen Dank, dass Sie sich für unser Produkt entschieden haben! Eventuell bestellte bzw. erforderliche Hardware erhalten Sie rechtzeitig vor dem verabredeten Termin. Ihre Telekom D GmbH."
Es war für die Umstellung weder Hardware erforderlich, noch hatte ich welche bestellt, und außerdem hatte man den Auftrag doch gestern telefonisch storniert? Ich beschloss, einfach abzuwarten.

Am nächsten Tag brachte der Briefträger eine Überraschung. Die Telekom übersandte mir eine Auftragsbestätigung mit der Post und sie machte mich darauf aufmerksam, dass ich ab 10.3.15 VDSL 50 TV IP sowie DSL 16 TV für zusätzlich 5 Ocken im Monat beziehe und grüßte mich freundlich. Okay. Als ich das Schreiben dem Chef zeigte machte er was? Richtig - er tippte sich vor den Kopf. Da wir ohnehin in die Innenstadt mussten, nahm ich kurzerhand das Schreiben mit und suchte dort einen Telekom-Laden auf. Der Verkäufer hörte sich meine Story an, schaute auf den Brief, schaute ins Internet und machte mich darauf aufmerksam, dass man nur vorsorglich die Anwohner anriefe, um für das schnelle Internet zu werben, die technischen Voraussetzungen in unserer Straße jedoch nicht vorlägen und wir mit Sicherheit noch eine schriftliche Aufhebung der Auftragsbestätigung erhalten werden. Ach so?

Nun denn. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob und wann noch ein Schreiben von der Telekom eingeht. Oder eine sms. Oder ein Anruf. Und es ist ja klar, wenn ich eigentlich nichts zu verkaufen habe, biete ich das Nichts warm an, mache einen Vertrag und sage dann, äähh, leider kann ich Ihnen nichts verkaufen, aber für das Nichts haben wir schon mal einen Vertrag. ÖRKS!!!

18.02.2015

"Was liegt an?"


"Mors an Poller!" - Schon ein Jahr. - Du fehlst...

15.02.2015

Der Balzgesang des Auerhahns

Weil er mich in der vergangenen Woche aus beruflichen Gründen allein lassen musste und weil wir schon sehr lange keinen netten Abend in einem Restaurant mehr hatten und weil Valentinstag war, lud mich der Chef gestern Abend zu unserem Lieblingsgriechen ein. Bevor wir durch das Fass, das als Eingangstür dient, gingen, überlegten wir, seit wie vielen Jahren wir hierherkommen. Gleich zu Beginn unserer Beziehung waren wir das erste Mal hier, und all die Jahre, die wir nicht in dieser Gegend wohnten, existierte das Lokal weiter. Erstaunlich.

Wir saßen noch nicht lange, als am Nebentisch ein junges Pärchen Platz nahm. Sie hielt einen kleinen Blumenstrauß in der Hand, und er himmelte sie so sehr an, dass er den Kellner nicht sofort bemerkte, als dieser an den Tisch trat. Er bestellte Wein für beide ohne sie zu fragen und legte die Speisekarte zunächst beiseite. Die Frau sah aus wie eine kleine Maus mit Brille und trug eine hochgeschlossene cremefarbene Rüschenbluse. Er hatte nur Augen für sie und begann recht bald wie ein Auerhahn zu balzen (s. hier, Inhaltsverzeichnis: 4. Fortpflanzung, 4.1 Balz, man beachte auch den Balzgesang = Lautsprecher!).

Der Chef und ich genossen unser Mahl und wir unterhielten uns angeregt, doch ich musste immer wieder heimlich zum Nachbartisch schielen. Lange war man schweigend vertieft in die Speisekarte, dann hielt man auf den Ober wartend Händchen und der Mann redete ununterbrochen. Die Maus nickte immer wieder. Sie bestellte schließlich mit vielen Abweichungen von der Speisekarte ihr Essen, leider konnte ich nicht verstehen, um was es ging, weil der Kellner zwischen uns stand.

Es dauerte ziemlich lange, bis nebenan die Tellergerichte serviert wurden. Zwischenzeitlich stimmte der Mann wieder -sinnbildlich gesprochen- seinen Balzgesang an. Junge, was legte der sich ins Zeug! Ich konnte die aufgestellten Federn deutlich sehen... Dann kam das Essen. Wir befanden uns wohlgemerkt in einem griechischen Restaurant. Und was knabberte das Mäuschen? Schnitzel Wiener Art mit Pommes und einer extra Schale Mayonnaise. Mayonnaise! Paniertes Schweineschnitzel! Pommes mit Mayo! In einem griechischen Restaurant! Das Gericht steht noch nicht einmal auf der Speisekarte! Ich konnte es nicht fassen. Und was machte der Auerhahn? Er balzte schnalzend über einem Teller Gyros. Muss Liebe schön sein... Ob er die Maus rumbekommen hat werden wir wohl nie erfahren, aber satt wird sie jedenfalls geworden sein.

So wie wir, die wir uns nach einem schönen Abend zum Auto kugeln mussten. Ich glaube, sehr lange muss der Grieche auf unseren erneuten Besuch nicht warten. Hoffentlich sind bis dahin die Federn unterm Nachbartisch weg.

03.02.2015

Zwiegespräch

Wo ist denn Deine schmutzige Hose geblieben?

Die habe ich ausgezogen. 

Das sehe ich. Und wo ist sie jetzt?

Ich habe sie oben in den Wäschekorb gelegt. 

Das weiß ich. Ich habe sie aber mit runter gebracht zum Waschen. 

Habe ich gesehen. Sie lag vor dem Esstisch auf dem Boden. Hast sie wohl verloren. 

Und wo ist sie jetzt???

Im Wäschekorb im Keller. Wo sie hingehört, wenn Du sie waschen willst!

ÖRKS!!!

31.01.2015

Die Reisehündin

Eine Bekannte von mir ist seit März letzten Jahres verwitwet. Sie lebt zusammen mit ihrer 14 Jahre alten Hündin in ihrem Haus. Die Hündin, nennen wir sie Motte, ist angesichts des hohen Alters schon sehr vergesslich. Eigentlich war sie "der Hund" des Hausherrn, und ab und zu sucht sie diesen noch, weil sie vergessen hat, dass es das "Herrchen" nicht mehr gibt.

So auch im letzten Jahr am Heiligen Abend. Meiner Bekannten fiel am späten Vormittag auf, dass Motte sich schon lange nicht mehr gerührt hatte und begann sie zu suchen. Dabei schloss sie den Garten mit ein, weil sie die Terrassentür angelehnt vorfand. Motte war nirgends zu finden. Nach ein paar Stunden ging das "Frauchen" zur Polizei, weil sie voller Sorge um den Hund war.

In der Wache hörten sich die diensthabenden Beamten ihre Geschichte an und begannen dann sehr zu lachen. Sie konnten meine Bekannte mehr oder weniger beruhigen, denn sie wussten, wo Motte sich aufhielt. Was war geschehen?

Das Haus, in dem Motte und "Frauchen" leben, liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Motte suchte mal wieder ihr "Herrchen", kroch durch den Zaun zum Nachbargrundstück, sprang dort eine Mauer herunter und lief durch das Bahnhofsgebäude bis zum Bahnsteig. Dort stand ein Zug bereit zur Abfahrt und Motte stieg ein. Die Türen schlossen sich, und die Hündin fuhr mit. Sie blieb bis zur Endstation im Zug und erreichte nach fast 200 km Halle. Dort fingen Bahnmitarbeiter das Tier ein und lieferten es im Tierheim ab. Zum Glück konnte sich jemand erinnern, wo die Hündin zugestiegen war, denn sie trug kein Halsband, und man informierte die Polizei des Ortes.

Zur Strafe und weil das "Frauchen" keine Lust hatte, am späten Heiligen Abend mit dem Auto nach Halle zu fahren, musste Motte über Weihnachten dort im Tierheim bleiben und wurde erst kurz vor Silvester von einer Freundin meiner Bekannten mitgebracht, die aus Leipzig zurückkehrte. Die "Reisehündin" begrüßte ihr "Frauchen" hocherfreut, fraß einen Napf Trockenfutter leer und legte sich zum Schlafen ins Körbchen, um von der großen Fahrt mit Zug und Auto zu träumen.

28.01.2015

Schnellimbiss für Flattermänner

Auch in diesem Winter wurde im Garten der 100m²-Welt der Vogelschnellimbiss eröffnet. Auf unserer Terrasse steht unter einer Bank ein Schälchen mit Sonnenblumenkernen, dass gerne von "Schwarzfuß", dem Amselmännchen besucht wird. Allerdings habe ich vor ein paar Tagen entdeckt, dass er nicht der alleinige Nutzer dieses Angebotes ist. Eine kleine Haselmaus saß mitten im Napf und ließ es sich schmecken. Leider war sie für ein Foto zu schnell wieder weg.

Hier Eindrücke von den anderen Futterstellen:

24.01.2015

And the Winner is....

Im Dezember (bzw. im vergangenen Jahr) habe ich bei vivian an einer Verlosung teilgenommen. Die Glücksfee war mir hold und hat eines der hübschen Lose gezogen, auf dem zufällig mein Name stand. Vor ein paar Tagen konnte ich das liebevoll gestaltete Päckchen in Empfang nehmen und bin nun stolze Besitzerin von einem Kosmetiktäschchen und fünf Fläschchen Nagellack:


Vielen Dank, liebe vivian, ich habe mich sehr gefreut!! (Der Chef wird sich noch wundern, die Krallen der schwarzen Katze werden demnächst glitzern... *gg)

23.01.2015

Die Prinzessin und die Ritter

In der letzten Woche waren der Chef und ich, wie bereits berichtet, in "Sachen Familie" unterwegs. Auf die Reise nahmen wir auf den besonderen Wunsch von N. (m) Teile seines LEGO-Spielzeugs aus Kindertagen mit. Es wurde von uns gut verwahrt und zog mehrmals mit uns um. Große Kinderaugen und ein sehr aufgeregter kleiner Mann bescherten uns allen einen sehr kurzweiligen Nachmittag:


Die kleine Miss konnte aus ihrem Fundus u.a. die Prinzessin (ganz wichtig!), Katzen, Hunde und Bäume beisteuern. Ich war doch sehr erstaunt, wie wenig sich an den neuen Teilen geändert hat und wie sich altes und neues Spielzeug ergänzten und zusammenpassten. Da hat sich das Aufheben über all die Jahre wirklich gelohnt! (Und: Qualität zahlt sich aus - wie immer.)

20.01.2015

Schreck

Der Chef und ich besuchen gerade N. (m) und seine Familie im schönen Unterfranken. Heute Nachmittag stand ein Ausflug zu sechst an. Aus Platzgründen fuhren wir mit zwei Autos in einen bekannten Kurort mit Spielbank. Der Chef war in diesem Ort schon einmal vor 30 Jahren, jedoch aus ganz anderen Gründen. Wir schauten uns den Ort an, wie er heute aussieht, bummelten durch die Fußgängerzone, besuchten ein Café und freuten uns an Spontaneinkäufen zu Winterschlussverkaufspreisen. 

Auf dem Weg zum Parkhaus am Ende unseres Ausflugs äußerte unser Enkel den Wunsch, allein in unserem Wagen mitfahren zu dürfen. Wir gingen deshalb zunächst zum Familienauto, um den Kindersitz in Empfang zu nehmen und marschierten dann mit dem kleinen Mann ein Stockwerk höher zu unserem eigenen Fahrzeug. Dort angekommen, suchte der Chef nach seinem Autoschlüssel. Er kramte alle Taschen durch, fing wieder von vorne an, suchte und wurde immer nervöser. Der Autoschlüssel war weg, und das Auto der Familie bereits abgefahren. Da standen wir mit dem Kind vor dem verschlossenen Fahrzeug und schauten uns ratlos an. 

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit hatte ich mein Handy dabei. Wir liefen zunächst einmal zum Ausgang des Parkhauses zurück, weil ich im Haus keinen Empfang hatte, um mit meiner Schwiegertochter zu telefonieren. Unterwegs überlegten wir, wo der Chef den Schlüsselbund verloren haben könnte, und wie wir in dem uns unbekannten Ort die in Frage kommenden Geschäfte wiederfinden würden. 

Unten angekommen stellte der kleine besorgte Mann die von uns nicht ausgesprochene Frage, wie wir nun nach Hause kommen würden. Ich erklärte ihm, dass ich zunächst seine Mama anrufe, die mit dem Papa und seiner Schwester zurückkommen und ihn auf jeden Fall mitnehmen wird. Für ihn schien diese Aktion ein großes Abenteuer zu sein, für uns weniger. 

Draußen rief ich die "Schwieto" an und ließ es durchklingeln, bis die Mailbox ansprang. Ich versuchte es noch einmal - nichts, Mailbox. Beim dritten Versuch ging sie ans Telefon (sie waren in einem Supermarkt und hörten das Klingeln nicht) und erschrak, als ich ihr von unserer misslichen Lage berichtete. Während sie mit mir sprach und N. (m) mitbekam, was los war, fiel ihm ein, dass der Schlüssel jetzt und zu diesem Zeitpunkt in seiner Hosentasche steckte. Der Chef hatte nämlich den Buggy bei unserem Start zu Hause in unser Auto geladen, und dort lag er noch, bevor wir losgehen wollten. Weil die Karre jedoch von der kleinen Miss eingefordert wurde, lief der Papa zu unserem Wagen, der ein Stockwerk höher stand, um sie zu holen. Er steckte den Schlüssel ein, und der Chef vergaß, dass sein Sohn den Schlüssel eingesteckt hatte. 

Wir drei in dem Parkhaus warteten also auf die Rückkehr der anderen Hälfte der Familie und vertrieben uns die Zeit damit, zu raten, welche Farbe das nächste Auto in der Abfahrt wohl haben mag. Und der Chef legte fest, dass wir, wenn wir uns in Zukunft außerhalb unseres "Dunstkreises" bewegen, den Zweitschlüssel des Autos in meiner Handtasche verwahren, denn was macht man, wenn der Schlüssel wirklich mal weg ist, weit von zu Hause entfernt? Der kleine Mann fands jedenfalls toll. Er möchte wieder alleine mit uns Auto fahren. 

15.01.2015

Freude

Der große Supermarkt meines Vertrauens versprach in seinem bunten Werbeblättchen unter anderem mein nichtalkoholisches Lieblingsgetränk zum Supersonderniedrigpreis und lockte den Chef und mich so in seine heiligen Hallen. Wir begaben uns sofort in die Getränkeabteilung und beäugten das Angebot. Von dem speziellen Getränk gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen, und nach ausführlicher Begutachtung der vorhandenen Kästen kamen wir zu dem Schluss, dass ausgerechnet "meine" Sorte nicht dabei ist. Ein junger Mann in der Nähe, der mit dem Einräumen der Regale beschäftigt war, wurde von mir höflich angesprochen und eindringlich nach dem Verbleib der besagten Geschmacksrichtung befragt. Er schaute mich an, und ich rechnete schon mit der Aussage: "Nur was da steht", stieg jedoch von seinem Hocker und versprach, im Lager nachzuschauen. Immerhin, dachte ich, und freute mich darüber, dass er extra für mich nachschaute. Er kehrte nach kurzer Zeit zurück und bedauerte mir mitteilen zu müssen, dass die von mir gewünschte Sorte nicht mehr da sei, sie aber am übernächsten Tag bestimmt wieder eintreffe. Schade, aber nicht zu ändern. Ich dankte ihm, und weil der Chef und ich schon mal da waren und einen großen, noch leeren Einkaufswagen vor uns her schoben, gingen wir weiter und sahen uns nach weiteren Schnäppchen um. In der Käseabteilung, weit von den Getränken entfernt, hielt uns, etwas außer Atem, der junge Mann aus der Getränkefachabteilung an. In jeder Hand trug er einen Kasten des von mir gewünschten Kaltgetränks. Er hatte noch einmal im Lager nachgeschaut, diese zwei Kästen gefunden, und sie im Laufschritt hinter uns hergetragen. Wir bedankten uns freundlich und freuten uns sehr über diese Hilfsbereitschaft und nette Geste. Es gibt sie doch immer wieder, diese unerwarteten Freuden des Alltags.

14.01.2015

Randbemerkung 2.0

Als ich vor ein paar Tagen im Feuilleton des Provinzblättchens eine überregionale Theaterkritik las, wurde mir schlagartig bewusst, wie schlecht ich doch schreibe. Es wurde das neue Stück "Unerträglich lange Umarmung" des russischen Dramatikers Iwan Wyrypajew besprochen, welches das Deutsche Theater in Berlin am 5. März zur Uraufführung bringt. Ein Zitat daraus lautet: "Die Welt ist eine Perle in einem Scheißhaufen, Lore.". Niemals könnte ich mit nur einem Satz meine Leser so in den Bann ziehen. Ich bin total ergriffen und hardere mit mir selbst. Soll ich angesichts dieser Dramatik meinen Blog "an den Nagel" hängen? Ich gehe in mich, falls Sie mich suchen, ich bin gerade in mir unterwegs.

09.01.2015

Neues aus der Nachbarschaft 2.0 oder alles ist anders.

Ein Jahresrückblick 2014 liegt mir gerade so gar nicht. Also mein eigener, die der Anderen in Kleinbloggersdorf sind schon spannend. Aber was soll ich schreiben? Mein Jahr fing mies an und endete mies. Zuviel Zoff und Trauerfälle um mich herum. Natürlich gab es auch gute Tage und schöne Zeiten im vergangenen Jahr, aber manches wurde eben von Trauer überschattet.